Folgen von Schönheitsoperationen – keine Versicherung?

Private Krankenversicherung SchönheitsoperationenDie Private Krankenversicherung sichert Kostenübernahme im Rahmen des jeweiligen Tarifes für medizinisch notwendige Heilbehandlungen. Die Krankenversicherung kommt nicht für vorsätzlich herbeigeführte Krankheiten und Unfälle. Der „Einbau“ von Brustimplantaten ist daher nicht Gegenstand der Versicherung, erst recht nicht, wenn später Komplikationen eine zweite OP nach sich zieht. Echt? Weit gefehlt!

Erstaunliches Urteil betrifft Private Krankenversicherung

In einem BGH Urteil vom 15.02.2016 (Az. IV ZR 353/14; VersR 2016, 720) sahen die Richter tatsächlich die Leistungspflicht bestehen. Nicht für die Brust OP an sich, sehr wohl aber für die Behandlung, die notwendig war, weil Komplikationen eingetreten sind.

Muss die Krankenversicherung demnächst alles zahlen?

Die Frage ist nicht ganz abwegig. Trotz Leistungsausschluss in den Versicherungsbedingungen findet ein Gericht nun einen Ausweg. Was eigentlich nicht versichert werden kann, ist nun doch, zumindest hypothetisch, versichert. Muss man nun zu einer Krankenversicherung gleich eine Rechtsschutzversicherung abschließen? Vielleicht keine schlechte Idee. Aber auch da komt es auf die Inhalte an, sonst gibt es unter Umständen zwei Versicherungen die nicht bezahlen wollen.

Ungewollter Effekt

Eine Private Krankenversicherung auf Leistung zu verklagen kann Vorteile bringen. Es gibt Versicherer, die immer wieder dadurch auffallen, dass Klagen über eigentlich selbstverständliche aber dennoch abgelehnte Leistungszusagen öffentlich werden.
Durch Meidung solcher Anbieter erspart sich der Makler ärger, auch der Kunde ist bestens beraten, qualitativ hochwertige Tarife zu wählen. Häufen sich jedoch oben genannte richterliche Entscheidungen, kann es zu einem starken Prämienanstieg auch bei Qualitätsversicherern führen. Es bleibt zu beobachten und abzuwarten.
Oft genug haben Versicherung Leistungen verweigert und kamen vielleicht damit durch, weil sich der Kunde nicht mehr darum gekümmert hat.
Aus diesem Grund wird diese eine Entscheidung contra Versicherung sicherlich keine starken Auswirkungen haben. Ein Zeichen wurde aber dennoch gesetzt: Versicherungsbedingungen können auf den ersten Blick wasserdicht sein- am Ende entscheiden aber die Richter.

 

Weitere Artikel zum Thema Privatpatient : Privatpatient im Krankenhaus

Krankenzusatzversicherung – Privatpatient beim Arzt, Zahnarzt und im Krankenhaus

Kurzmitteilung

Privatpatient trotz GKV ? Möglich machen das die Krankenzusatzversicherungen für gesetzlich versicherte Patienten.

Ambulante Krankenzusatzversicherung Kostenerstattungsprinzip GKV

Für gesetzlich Versicherte kann der Status Privatpatient beim ambulanten Arztbesuch hergestellt werden. Somit sind privatärztliche Therapien für gesetzlich Krankenversicherte möglich. Der Wegfall von Wartezeiten und Budgetierungen der Gesetzlichen Krankenversicherung sind mit dieser Krankenzusatzversicherung möglich.

Privatpatient beim Zahnarzt

Der Zahnarzt kann eine privatärztliche Behandlung bei Kassenpatienten durchführen. Die dadurch erhöhten Kosten können über eine Krankenzusatzversicherung abgedeckt werden.Eine 100% Kostenübernahme beim Zahnarzt für Zahnersatz und Zahnbehandlung sind möglich.

 Privatpatient im Krankenhaus

Für die privatärztliche Behandlung im Krankenhaus gibt es für GKV Versicherte eine Zusatzversicherung für das Krankenhaus. Diese Leistet neben der Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer noch die privatärztliche Behandlung durch den Arzt nach Wahl des Patienten. Dadurch sind auch weitreichende diagnoseverfahren abgesichert die man im System der gesetzlichen Krankenkasse nur erschwert erhält.

Krankenzusatzversicherung Krankenhaus11 Zahnarzt

 

weitere Artikel: Privatbehandlung für Kassenpatienten

Krankenzusatzversicherungen- Geiz ist geil?- Leistung ist besser!

Die WIWO veröffentlichte am  16.6.2014 unter der Überschrift „ Welche privaten Krankenzusatzversicherungen sich lohnen“ einen Artikel zu eben jenen Versicherungsprodukten. Durchleuchtet wurden die ambulante Zusatzversicherung, die stationäre Zusatzversicherung und die Zahnzusatzversicherung auf Grundlage einer Auswertung von Softfair.

Gut herausgearbeitet- Verzicht auf das ordentliche Kündigungsrecht

Verzichtet die Versicherung im Leistungsfall auf das ordentliche Kündigungsrecht spricht dies für den Anbieter und ist durchaus ein Qualitätsmerkmal. In den Bedingungen kann eine solche Klausel wie folgt aussehen: „Der Versicherer verzichtet Ihnen gegenüber auf sein Recht, den Vertrag ordentlich zu kündigen“. Diese Formulierung stellt für den Kunden eine Sicherheit dar, weil er auch bei eventuell häufigeren Krankenhausaufenthalten die privatärztliche Behandlung genießen kann und nicht aus dem Vertrag
„komplimentiert“ wird.

„Günstiger Versicherungsschutz?“ – Das kann teuer werden

 Wenn ich im Flieger sitze hoffe ich immer, dass die Flugzeugteile nach Qualität und nicht nach Preis ausgesucht wurden. Bei einer Zusatzversicherung gilt dies im Prinzip auch. Im Bericht wurden nicht alle Unterschiede herausgestellt, der Preis scheint da wohl eher interessant gewesen zu sein.
Seltsam aber wahr: Krankenhauszusatzversicherungen können zum Beispiel auch Leistungen bei einem Krankenhausaufenthalt komplett ausschließen, in den Bedingungen sieht das Ganze dann so aus:
„Für eine medizinisch notwendige stationäre Heilbehandlung in Krankenanstalten, die auch Kur-, Sanatoriums- und Rehabilitationsbehandlungen durchführen…..  leistet der Versicherer nur…. wenn der Versicherer diese auf Antrag vor Beginn der Behandlung schriftlich zugesagt hat“

Es kann also sein, dass man zwar über die im Bericht beschriebenen hotelähnliche Flure in Richtung Privatklinik schlendert, nach seinem Krankenhausaufenthalt dann aber eventuell die Rechnungen selbst zahlen muss. Wer denkt schon daran vorher schriftlich anzufragen? Wer sagt einem, dass sein Antrag dann auch genehmigt wird falls man vorher anfragt, eine Garantie steht da nirgends in den Vertragsbedingungen. Hier sollte also mehr auf die Leistung und nicht auf den Preis geachtet werden. Es gibt auch Anbieter, die solche Formulierungen zu Gunsten des Kunden geändert haben.

 

Fazit– es gehören wesentlich mehr Kriterien zu einer Krankenhauszusatzversicherung als 1 Bettzimmer und Chefarzt. Wussten Sie, dass auch stationäre Kuren mit abgesichert werden können? Das kann wichtig sein im Fall von Anschlussheilbehandlung oder Reha. Naturheilpraktische Anwendungen können auch eingeschlossen werden, sowie diverse im Leistungsfall wichtige Optionen gewählt werden. Genaues Hinsehen lohnt sich also.

 

„Tipp: Brillen, Hörgeräte und Medikamente lieber selbst zahlen?“

Dieser Tipp stammt aus dem o.g. WIWO Artikel zum Thema. Wahrscheinlich waren damit kostengünstige Medikamente gemeint. Hintergrund dieser Empfehlung war wohl die Höhe der Prämien, die für eine Zusatzversicherung für das Kostenerstattungsprinzip fällig werden.  Die im Artikel angegebenen ca. 160€ monatlich sind hoch…

aber wofür versichere ich mich denn? Ganz klar – um Leistung zu erhalten!

Eine ambulante Restkostenversicherung befähigt mich als Kunde die Einschränkungen der GKV zu beseitigen und die dadurch entstehenden Mehrkosten abzusichern. Durch Umstellung auf das Kostenerstattungsprinzip erhalte ich dann nicht mehr die günstigste Behandlung und die günstigsten Medikamente, ich erhalte die individuell bestmögliche Behandlung nach heutigem Stand der Medizin. Was passiert wenn ein GKV Patient zum Beispiel die Nebenwirkungen eines Medikamentes nicht verträgt? Bekommt dieser Patient ein alternatives Medikament? Die gesetzliche Krankenkasse lässt zwar Alternativen prüfen, aber wie lange dauert diese Prüfung und vor allem wird dann tatsächlich ein anderes Medikament gezahlt? Alternative Medikamente ohne Nebenwirkungen können teilweise 50.000€ und mehr pro Behandlungszyklus kosten, je nach Erkrankung. Dies aus eigener Tasche zu zahlen ist schon sportlich. Wer solche Kosten neben privatärztlichen Honoraren bei ambulanten Behandlungen absichern will, kommt um eine ambulante Restkostenversicherung nicht herum.

 Fazit gesamt:

Leistungstests und Rankings für die Zusatzversicherung sind wichtig und auch gut. Die den Tests zugrunde liegenden Kriterien sind aber individuell angepasst und bewirken jeweils andere Testergebnisse. Man kann sich daran orientieren, eine Entscheidung für einen Anbieter sollte aber nach den eigenen, individuellen Wünschen erfolgen. Bei einer ambulanten Restkostenversicherung sind die Vorteile für den Patienten am höchsten, hier entsteht der meiste Nutzen für den Kunden. Wer chronisch erkrankt, verbringt meist mehr Zeit bei ambulanten Behandlungen als im Krankenhaus. Hier ist eine privatärztliche Behandlung in Verbindung mit einer optimalen Medikamentenversorgung  essentiell und sorgt für schnellstmögliche Genesung. Die Preise liegen je nach Alter und Gesellschaft zwischen 30€ und 160€ im Monat.

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Krankenversicherung für deutsche im Ausland: ständiger Aufentalt,Klauseln,Wohnortregelung.

Naturheilpraktiker und Naturheilverfahren GKV – kein Problem mit der richtigen Zusatzversicherung !

Im Laufe der letzten Jahre gab es permanent Einsparungen im Gesundheitssystem, die schon teilweise extreme Ausmaße angenommen haben. Die Leistungen der GKV ( gesetzl. Krankenkasse) wurden Schritt für Schritt reduziert, wobei der Beitrag sich Schritt für Schritt erhöhte.
Die Verschlechterung der Leistung und die Erhöhung der Preise erfolgte dabei schleichend, wären die Verschlechterungen der letzten 15 Jahre in einer Regierungsperiode erfolgt, hätte es einen Aufstand gegeben, von den Patienten und von den Ärzten.
Wer mehr für seine Gesundheit tun will als die „0815 Behandlung“ hergibt, stößt schnell an die Grenzen, ab Überschreitung zahlt man selbst.
Für das aufgeweckte Kind gibt es von der Kasse Ritalin, Heilung ist nicht vorgesehen. Für Leute mit Bluthochdruck gibt es Tabletten von der Kasse, Heilung ist nicht vorgesehen- warum auch, es spült ja Geld in die (Pharma+Steuer)Kassen. Wer diesem Kreislauf entkommen will, zahlt dies also selbst. Es gibt jedoch die Möglichkeit, ausgesuchte Zusatzversicherungen dafür abzuschließen- jedoch kommt es am Ende auf den Vertragsinhalt an, ob die Versicherung auch das absichert, was Sie wollen. Auf folgende Vertragsinhalte sollten Sie achten:
Das Highlight- auch wissenschaftlich nicht anerkannte Heilmethoden werden bezahlt.

Wer mehr für seine Gesundheit tun will, kann das mit einigen wenigen Zusatzversicherungen kostenseitig abdecken. Wichtig dabei, achten Sie auf die Formulierung in den Vertragsbedingungen, dass auch wissenschaftlich nicht anerkannte Heilmethoden bezahlt werden. Das ist Ihre Exit Strategie aus dem Schulmedizinsystem, wenn Sie es denn wollen.
Für kleines Geld gibt es zum Beispiel die Zusatzversicherung  Tarif „ambulant Plus“. Im Paket mit der Zahnspangenversicherung und der Krankenhausversicherung würde diese Zusatzversicherung für Kinder gerade einmal 30€ Kosten, als Einzeltarif kommt man unter 10€ weg.

Was wäre zum Beispiel Versichert?

Durch die Formulierung, dass auch wissenschaftlich nicht anerkannte Heilmethoden bezahlt werden, sind zum Beispiel die Kosten für Akkupunktur, Homöopathie, Phytotherapie, Neuraltherapie, Eigenbluttherapie erstattungsfähig.  Darüber hinaus werden auch physikalische Verfahren wie Massagen, Elektrotherapie, Hydrotherapie oder auch Thermotherapie erstattet. Die wenigsten Zusatzversicherungen haben einen so umfänglichen Versicherungsschutz. Je nach Tarif gibt es Höchstgrenzen für jährlich erstattungsfähige Kosten, diese liegen zwischen 500 und 1500€ pro Jahr was reichen sollte.
Darüber hinaus sollten folgende Dinge in der einfachen ambulanten Zusatzversicherung abgesichert sein:

  • Gesetzl. Zuzahlungen bei Arzneimitteln, Verbandmitteln, Haushaltshilfen, Heilmitteln und Hilfsmitteln
  •  Auslandreiseversicherung mit guten Vertragsbedingungen!
  • Brillen und Kontaktlinsen – oder entsprechende Laser Behandlungen für die Augen ( LASIK / LASEK)
  • Hilfsmittel ( z.B. lebenserhaltende Hilfsmittel wie Heimdialyse, Herzüberwachungsmonitore, Schlafapnoeüberwachung, Rollstühle, Prothesen) auf Kostenbegrenzung achten.
  • Naturheilkunde, wie oben beschrieben

Steigerungsform Restkostenversicherung- Privatpatient trotz GKV Mitgliedschaft
Wer eine Komplettlösung als GKV Versicherter will, kann dies auch bekommen. Man beantragt eine ambulante Restkostenversicherung am Markt und stellt seinen GKV Vertrag vom Sachleistungsprinzip auf das Kostenerstattungsprinzip um. Man ist dann nicht mehr Kassenpatient, sondern Privatpatient. Die dadurch entstehenden erheblichen Mehrkosten bei Behandlungen werden durch die Restkostenversicherung übernommen. Wer sich konsequent aus dem Kassensystem verabschieden will, sollte sich diese Möglichkeit genauer ansehen.

Krankentagegeldversicherung und Krankentagegeldrechner

In welcher Höhe Sie Ihre Krankentagegeldversicherung risikofrei am besten absichern, können Sie mit unseren Krankentagegeldrechnern ermitteln.Als gesetzlich Versicherter erhalten Sie ab dem 42. Tag einer Krankheit nur noch Krankengeld von der Krankenkasse. Die Höhe des Krankengeldes liegt weit unter der Höhe Ihres Einkommens und führt zu massiven Einkommensverlusten. Die 6 Wochenfrist, in der Ihr Arbeitgeber mindestens die Lohnfortzahlung bei Krankheit leisten muss, ist relativ schnell vorbei. Dies kann auch schon bei einer einfachen Erkältung der Fall sein. Erkrankt man während einer bestehenden Krankheit, die zu Arbeitsunfähigkeit führt ein weiteres mal, fängt die 6 Wochenfrist nicht erneut an zu zählen, obwohl eine andere Erkrankung vorliegt. Als Beispiel dafür kann z.B. eine Grippeinfektion dienen, die während eines Knochenbruchs auftritt. Der Knochen ist nach 6 bis 7 Wochen verheilt, doch die Grippe bleibt, und somit verringert sich schon in diesem Fall Ihr Einkommen.

Eindeutiger sind dann aber auch die umfangreicheren Erkrankungen oder Unfälle. Unfälle und Erkrankungen führen im schlimmsten Fall zur Berufsunfähigkeit oder Erwerbsminderung. Doch wie sieht die Situation bis dahin aus? Bis eine Berufsunfähigkeit oder Erwerbsminderung attestiert und anerkannt wird, können 18 bis 24 Monate ins Land gehen. In dieser Zeit schrumpft das Monatseinkommen enorm. Wer hier nicht seine Rücklagen aufbrauchen will, ist mit einer Krankentagegeld Versicherung bestens versorgt.

Vorerkrankungszeiten sind ein weiterer Stolperstein, der für den Arbeitnehmer unter Umständen teuer wird. Der Arbeitgeber ist nur zu einer 6 wöchigen Lohnfortzahlung verpflichtet, wenn ein und dieselbe Krankheit innerhalb von 12 Monaten auftritt und selbst dann, wenn die Krankschreibungen auf mehrere Zeiträume verteilt waren. Erkrankt also ein Arbeitnehmer innerhalb von 6 Monaten nach ausgestandener Erkrankung erneut mit selber Ursache, werden die Krankheitstage der Ersterkrankung bei der 6 Wochenfrist angerechnet.