Private Krankenversicherung vergleich gesetzliche Krankenversicherung

Private Krankenversicherung Vergleich gesetzliche KrankenversicherungWie jedes Jahr, ca. im März, liest man in der Presse Artikel über die teure Private Krankenversicherung und die Wechselmöglichkeiten in die gesetzliche Krankenversicherung.
Argumentation: die Private Krankenversicherung erhöht ständig die Preise… arme Privatversicherte!

Ja, die Private Krankenversicherung hat Tarifanpassungen. Doch ist die gesetzliche Krankenversicherung vor den Gesetzen der Marktwirtschaft befreit?

Wir haben uns einmal die Vergangenheit der gesetzlichen Krankenkassen angesehen, da gab es einige Reformen die Leistungskürzungen verursachten. Man bekommt also pro Reform weniger Leistung für das Geld, was man in Form von Beiträgen an die GKV zahlt.

 

1977: Kostendämpfungsgesetz- Zuzahlung zu Medikamenten, Heilmitteln oder
Verbandmaterial  Begonnen wurde mit einer Mark – wo stehen wir heute?
(zwischen 5€ und 10 € pro  Medikament).
1983: Auch Rentner müssen jetzt eigene Beiträge zahlen.

1989: Gesundheitsreformgesetz – unter anderem werden Festbeträge (Maximalbeträge)
für Medikamente festgesetzt. Der Kunde zahlt die Differenz zu eventuell teureren
Medikamenten selbst. Auch Zahnersatz kommt in das Visier der Kosten-
einsparungen. Trotzdem konnte keine Stabilisierung der Beiträge nicht erreicht
werden.

1993: Budgetierung der Leistungen- für einen begrenzten Zeitraum sind die Leistungen der
gesetzlichen Krankenversicherung budgetiert.
1997: GKV – Neuordnungsgesetze…. bitte zahlen Sie den Großteil der Kosten für
Zahnersatz selbst…

2004: Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung:
10€ Praxisgebühr

2005: Bisherige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung kann nicht gehalten
werden. Die paritätische Finanzierung (Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen hälftig
den Beitrag) wird gekippt, Zusatzbeiträge für den Arbeitnehmer erhoben.

2009: Der Gesundheitsfonds wird aufgelegt. Dadurch sollen die Beiträge der gesetzlichen
Kassen auf gleichem und stabilem Niveau gehalten werden

2011: Beitragssatz der gesetzlichen Kassen steigt trotz Gesundheitsfonds.

Auch wenn die Praxisgebühr wieder abgeschafft wurde, andere zusätzliche Kosten wurden beibehalten. Der Zusatzbeitrag für Versicherte ist ein Merkmal welches immer wieder auftaucht und für nicht unerheblich Mehrausgaben beim Versicherten sorgt.

Ist die gesetzliche Kasse also pauschal günstiger oder besser? Das liegt im Auge des Betrachters.
Für jede Person kann die Antwort anders ausfallen, hängt eine Empfehlung klar von den individuellen Voraussetzungen ab.

Beiträge in der Krankenversicherung nicht gezahlt? Behandlung gibt’s trotzdem!

Die letzten Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht gezahlt, keine Krankenkarte mit Bildchen bekommen und die alte Karte wird abgelehnt?  Besteht vielleicht eine chronische Krankheit die bei Nichtbehandlung eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes bewirkt?

Ausgangslage:

-eine Person mit 2 chronischen Erkrankungen,

-gesetzliche Kasse verlangte Höchstbeiträge für die freiwillige Versicherung

-Beiträge wurden daraufhin sehr lange nicht bezahlt

-alte Versichertenkarte wurde 2015 nicht mehr akzeptiert ( kein Bild der VP )

Behandlungsscheine verweigert? Nochmal nachfragen bitte!

Diese Person wendete sich an uns mit der Bitte um Unterstützung in diesem Fall. Nach Rücksprache mit der Sachbearbeiterin der Krankenkasse war ein versenden von Behandlungsscheinen nicht möglich. Behandlungsscheine erlauben den Arztbesuch und ersetzen praktisch die Versichertenkarte. Diese dienen als Abrechnungsgrundlage damit der Arzt auch seine Leistung bezahlt bekommt.

Laut Mitarbeiterin ruhte aufgrund der Nichtzahlung der Beiträge der Versicherungsschutz wonach das Ausgeben von Behandlungsscheinen nicht möglich ist. Nur Notfall-behandlungen seinen möglich, der Tipp, „jeden Tag ins Krankenhaus fahren und sich behandeln lassen“- das würde wohl gehen.

Was ist eingeschränkter Versicherungsschutz

Was sagt eigentlich der Gesetzgeber dazu?  Im SGB V § 16 sind die Themen zum eingeschränkten Versicherungsschutz klar gegliedert. Notfallbehandlungen und Vorsorgeuntersuchungen fallen unter die Leistungen, die auch bei Nichtzahlung erbracht werden müssen. Die Behandlung von chronischen Erkrankungen ist nicht erwähnt, somit aus unserer Sicht auch nicht ausgeschlossen. Sind Versicherungsleistungen für chronisch Kranke nicht schon deswegen zu erbringen um einen Notfall oder gar den Tod bei Nichtbehandlung zu vermeiden?

Mit dieser Frage wendeten wir uns schriftlich an die Sachbearbeiterin und baten um Aufklärung.
Die Antwort- dem säumigen Beitragszahler wurden kommentarlos die Behandlungsscheine zugesendet.

 

Gesetzliche Krankenversicherung – schon wieder weniger in der Brieftasche?

Gesetzliche Krankenversicherung- ein KatzenjammerKaum einen Monat vergeht ohne dass mit Vehemenz auf die „teure“ private Krankenversicherung medial eingeprügelt wird. Nun ist der Grund dafür wohl an die Öffentlichkeit gedrungen, die Katze aus dem Sack.

 AOK Chef erwartet deutliche Preissteigerungen

Klar war schon länger, dass die gesetzlichen Kassen wohl einen Zusatzbeitrag wieder einführen müssen. Wo sind eigentlich die vor Monaten in den Medien beschworenen Milliardengewinne hin? Gute Frage, nächste Frage.
Wie immer wenn das Geld nicht reicht werden die Beitragszahler herangezogen, wobei heute schon festzustehen scheint, dass ein Zusatzbeitrag in 2016 von 1% erhoben wird und 2017 da noch einmal eine deutliche Steigerung zu erwarten sei. (Quelle dpa.infocom 22.1.2015)

Wo sind die 16,6 Milliarden Euro Rücklagen der Krankenkassen eigentlich hin die noch 2013 zum Beispiel im Managermagazin vom 11.10.2013 erwähnt wurden. Und wenn tatsächlich innerhalb von einem Jahr 16,6 Milliarden Euro „verbraucht“ wurden, reicht dann für die Zukunft eine Beitragssteigerung von nur 1% bei den gesetzlichen Kassen aus? Man darf gespannt sein.

Die Private Krankenversicherung ist immer eine Alternative

Die privaten Kassen haben den Grundsatz der „Heilung und/ oder Linderung“, die ärztliche Kunst liegt hier der Behandlung zu Grunde, Therapiefreiheit ist vorhanden.

Die gesetzlichen Kassen leisten nach dem Prinzip „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“.
Wer leistet nun mehr, wer darf höhere Prämien verlangen weil mehr Leistungen nach den Bedingungen erbracht werden?

In beiden Systemen gibt es Preissteigerungen, wo gibt es die nicht. Die unbezahlbare Krankenversicherung im Alter ist Realität, die PKV bietet dafür jedoch Lösungen! Zur Realität gehört aber auch zu erkennen, dass unbezahlbar auch für die gilt, die keine Leistung erhalten. Dafür gibt es dann keine Lösung mehr. Wer eben bei schwerer Krankheit mehr braucht als ausreichend, wirtschaftlich und zweckmäßig kommt schnell an den Punkt der Unbezahlbarkeit.

Jahresmeldung zur Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Zu einer Prüfung der Familienversicherung seitens der gesetzlichen Krankenversicherung kommt es regelmäßig dann, wenn in Familien ein Elternteil privat versichert ist, während der Partner gesetzlich versichert ist und die gemeinsamen Kinder dort kostenfrei in der Familienversicherung versichert sind.

Unter bestimmten Voraussetzungen bleiben die Kinder beitragsfrei versichert

Entscheiden ist unter anderem die Höhe des Einkommens des selbstständigen Partners. Ist dieses zu hoch entfällt die Familienversicherung und es sind Beiträge für jedes Kind in der gesetzlichen Krankenversicherung zu zahlen. In diesem Moment macht es aus der Sicht der Leistung sowie aus der Sicht der monatlichen Prämie keinen Sinn die Kinder in der gesetzlichen Kasse zu belassen.

Was ist zu Zahlen?

GKV Beitrag pro Kind ab 2015   :  140- 160€ im Monat

PKV Beitrag Kind                       :   140-160€ im Monat

 

Leistung:

GKV :  „ ausreichend , wirtschaftlich und zweckmäßig“

PKV:   „ Behandlung nach ärztlicher Kunst – Heilung und Linderung“

 

Die Beantwortung des Schreibens an die Krankenkasse

Neben den üblichen Angaben nach Familienstand und Ehe oder Lebenspartner werden auch die Angaben zu den Kindern benötigt. Angaben zum Wehr und Zivildienst sowie zum Studium sind separat zu betrachten, da dort andere Regelungen gelten.
Interessant werden die Angaben dann beim Einkommen.
Liegt zum Beispiel der privatversicherte Partner mit seinen regelmäßigen Einkünften über der Versicherungspflichtgrenze, sind für die Kinder eigene Beiträge auch in der gesetzlichen Kasse zu entrichten. Die Versicherungspflichtgrenze liegt in 2015 bei 54.900€.
Selbiges gilt, wenn einer oder beide Ehepartner aufgrund dieses Einkommens freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.

 

Generalverdacht der falschen Angaben

Wie üblich werden die Fragebögen von Jahr zu Jahr immer länger und die Aussagen müssen u.a. durch einen aktuellen Steuerbescheid nachgewiesen werden. Akribisch wird dann bei der GKV nachgeprüft ob auch wirklich die richtigen Angaben gemacht wurden.

Gesetzliche Krankenkasse – 50€ für jeden Monat Versicherungslücke

Die Gründe sind verschieden, die Resultate dieselben. Wer eine Lücke im Versicherungsschutz hat muss nachzahlen, und zwar nicht zu knapp- oder?

50 € pro Monat tun´s im Zweifel auch

Seit 2007 besteht in der gesetzlichen Krankenversicherung die Pflicht zur Versicherung. Das heißt, es muss ein lückenloser Versicherungsschutz vorhanden sein. Die Auswirkungen sind folgende.
Will man Krankenversicherungsschutz beantragen, egal ob privat oder gesetzlich, werden die Vorversicherungszeiten geklärt. Sobald hier eine zeitliche Lücke zwischen der Vorversicherung und der neuen Versicherung besteht, muss nachgezahlt werden.
Diese Nachzahlungen können horrende Summen erreichen, müssen es aber nicht. So wie jetzt in einem Fall.
Seit Februar 2013 bestand kein Versicherungsschutz bei der gesetzlichen Kasse, eine Wiederaufnahme wurde nun beantragt. Bei der Aushandlung des Umgangs mit dem Versicherungsfreien Zeitraum wurde eine Anwartschaft rückwirkend als Überbrückung vereinbart. Für jeden so überbrückten Monat sind nun  50€ zu zahlen, die Wiederaufnahme in die GKV erfolgte somit problemlos, da die Vorversicherungszeiten dadurch geklärt waren.

Kostenerstattungsprinzip – der Privatpatient bekommt mehr Leistung?

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kennt zwei Abrechnungsarten, das Sachleistungsprinzip und das Kostenerstattungsprinzip. Das Sachleistungsprinzip in der GKV stellt Leistungen durch die Krankenkasse bereit. Das GKV Mitglied hat den Status Kassenpatient und der Arzt erhält für die Behandlung Pauschalbeträge von der Kasse.

Beim Kostenerstattungsprinzip, der 2. Abrechnungsmethode der GKV, wird der Patient zum Selbstzahler, sprich zum Privatpatienten. Die ärztliche Liquidation (Rechnung des Arztes für erbrachte Leistungen) reicht der Privatpatient bei der Gesetzlichen Krankenversicherung ein. Diese zahlt dann den Grundbetrag, der Rest wird von einer
geeigneten Zusatzversicherung übernommen.

Privatbehandlungen im Schnitt wesentlich kostenintensiver als Kassenleistungen

Die herkömmliche Kostenübernahme (Sachleistungsprinzip)für Behandlungen bei der Gesetzlichen Krankenversicherung erfolgt nach dem Prinzip „wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig“. Die Frage, die sich hier stellt ist, was ist mit „wirtschaftlich“ gemeint? Was „ausreichend“ bedeutet ist schon eher greifbar. Auf das System der Schulnoten übertragen heißt ausreichend „ Note4“ – gerade mal so durchgeschlittert.
Als Privatpatient hat man diese Einschränkungen nicht. Erhält der Privatpatient dadurch andere Leistungen? Gute Frage!

Schaut man sich mal die Zahlen zum Thema Behandlungskosten an, stellt man fest, dass diese Kosten für Privatpatienten wesentlich höher sind als für die Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Kostenverhältnis GKV PKV

Für ärztliche Leistungen zahlt die Private Krankenversicherung wesentlich mehr als die Gesetzliche Krankenversicherung pro Mitglied (Quelle Destatis Werte PKV/GKV 2012). Sonderleistungen umfassen die Bereiche der Fachärzte, Internisten, Augenärzte oder Chirurgen oder sonstige Spezialisten. Auch hier werden deutlich höhere Beträge durch die privaten Versicherer reguliert. Im Bereich der speziellen Strahlendiagnostik bildet sich ein vergleichbares Ergebnis ab.

Kostenerstattungsprinzip nur mit privater Zusatzversicherung wählen

Als Privatpatient wird man nach der ärztlichen Kunst behandelt, ohne die Einschränkungen „wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig“ des Systems der gesetzlichen Krankenkassen.

Die Zusatzkosten der privatärztlichen Behandlungen werden nicht durch die gesetzliche Krankenversicherung getragen. Hierfür bietet sich eine private Restkostenversicherung für das Kostenerstattungsprinzip der gesetzlichen Kassen an. Diese Zusatzversicherung sollte bis zu 100% der Restkosten erstatten und die Bereiche ambulante Arztbehandlung inkl. Zahnarzt, Heilmittel (z.B. Massagen, Physiotherapie), Medikamente und bei Bedarf auch Hilfsmittel wie Rollstühle, Prothesen usw. abdecken.

Ambulant wird mehr behandelt als stationär

Zumindest bekommt man den Eindruck wenn man sich die Behandlungskostenaufteilung ambulant/ stationär anschaut. Aus praktischen Erfahrungen heraus ist es aber tatsächlich so, dass gerade bei schweren chronischen Erkrankungen die Behandlungen ambulant, dafür aber engmaschig erfolgen.
ambulant u stationaer kostenaufteilung

Wer sich für das Kostenerstattungsprinzip entscheidet, sollte aus diesem Grund die Restkostenversicherung genau auf die Kostenübernahme solcher Fälle ausrichten lassen.

weitere Artikel:

Kostenfalle Kostenerstattungsprinzip?

Kassenpatienten, 2 – Klassen Medizin mit fatalen Folgen?

??????????????????Wartezeiten, ein Unwort nicht nur im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung. Extrem fallen solche Wartezeiten für psychologische Behandlungen auf. Hier dürfen es schon mal 3 Monate sein, frei nach dem Motto, die Zeit heilt alle Wunden. Aber auch bei anderen Erkrankungen kann die Wartezeit bis zur genaueren Abklärung der Ursachen erheblich sein.
Hier kann jedoch Abhilfe geschaffen werden. Auch gesetzlich Krankenversicherte können Patienten erster Klasse werden.

Unterschiedliche Wartezeiten, ein Symptom unterschiedlicher Systeme

Laut einem Artikel aus dem Jahre 2013 der Zeitung „Die Welt“ warten gesetzlich Versicherte bei einigen Fachärzten im Schnitt 24 Tage länger auf einen Termin als privatversicherte Patienten.
Auch längere Wartezeiten, z.B. bei Psychologen sind möglich, teilweise sogar die Regel.
Die Gründe hierfür liegen meist im Versicherungsstatus des Patienten. Durch die unterschiedlichen Abrechnungsmodalitäten der privaten und gesetzlichen Kassen erhalten Ärzte durch private Kassen eine angemessenere Bezahlung. Zusätzlich sind die Behandlungsmethoden und Behandlungsmöglichkeiten nicht gesetzlich begrenzt wie bei den gesetzlichen Kassen.

Kostenerstattungsprinzip mit Restkostenversicherung

Eine mögliche Alternative neben der kompletten Privatversicherung ist ein Hybrid aus beiden Systemen.
Die gesetzliche Krankenversicherung kennt zwei Erstattungssysteme, das Sachleistungsprinzip und das Kostenerstattungsprinzip. Während das Sachleistungsprinzip das herkömmliche ist, wird man beim Kostenerstattungsprinzip zum Privatpatienten. Im Ergebnis fallen die Wartezeiten weg, die Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten werden erweitert und die Versorgung mit Medikamenten wird entsprechend erweitert. Doch Vorsicht –  Kostenfalle!

Restkostenversicherung nicht vergessen.

Die gesetzliche Krankenversicherung ermöglicht zwar ihren Mitgliedern die Behandlung als Privatpatient, bezahlt aber die dadurch entstehenden Mehrkosten nicht. Hierfür gibt es spezielle Versicherungen, die diese Kosten ersetzen. Aber auch hier gilt, auf die Tarifinhalte kommt es an.
Folgende 4 Bereiche können für das Kostenerstattungssystem gewählt werden:

Ambulante Arztkosten
Veranlasste Leistungen: Heil+ Hilfsmittel und Medikamente
Zahnarzt
Stationäre Leistung

weitere Artikel:

Privatpatient GKV durch Kostenerstattungsprinzip

Kostenfalle Kostenerstattungsprinzip?

Heile Welt der gesetzliche Krankenkasse- Druck statt Genesung?

110_F_35490167_ArbHu0AjVV2WsBY7qrMXith5ZuWdKuPLGern wird über die private Krankenversicherung als „Auslaufmodell“ geschwätzt, gern werden Horrormeldungen gebracht um Gutverdiener vom Wechsel in die PKV abzuhalten.
Wie passt aber der Artikel des Focus in die „heile Welt“ der gesetzlichen Kassen?
Drängeln, Drohen, Zahlungsverzögerung- ist das die Servicelösung der GKV?  Welche Optionen gibt es für Personen, die nach Leistung im Bereich der Gesundheitsabsicherung suchen?

Drängeln, Drohen Zahlungsverzögerung

Ich weiß nicht was befremdlicher ist, die penetranten Fragen der GKV an die Mitglieder im Leistungsfall oder aber die Tatsache, dass es mittlerweile einen Ratgeber gibt, wie man sich gegen solch ein Vorgehen wehren kann.

Arzt schreibt krank, medizinischer Dienst schreibt Gesund

Besonders abstrakt ist das im Artikel beschriebene Szenario der Krankschreibung. Der Hausarzt, der wahrscheinlich seinen Patienten länger kennt erwägt eine Krankschreibung, der medizinische Dienst der Krankenkassen kann dies aber in Frage stellen. Welche Folgen hat das für den Versicherten? Entfall des Krankentagegeldes? Nichtgenehmigung von Therapien, weil der Patient ist ja Gesund?
Was passiert wenn der Versicherte trotz Krankschreibung seines Arztes wieder arbeiten geht weil ein Gutachten aussagt, er sei wieder gesund- Thema Schadenminderungspflicht?

Ausweg private Krankenversicherung?

Dazu ein klares „JAEIN“. Wer pauschal nur in die PKV will um weniger als in der GKV zu zahlen, hat mit wenigen Ausnahmen (junges Eintrittsalter) später ein Problem. Zum einen weil Leistung fehlt und zum anderen, weil eventuell die Tarifbeiträge nicht so kalkuliert wurden, dass im Alter keine Kostenexplosion zu erwarten ist.

PKV sinnvoll für leistungsaffine Personen

Definitiv sinnvoll ist die private Krankenversicherung für Personen die leistungsorientiert denken, die maximale Leistung für die bestmögliche Prämie erwarten.
Was heißt Leistung in der PKV? Leistung in der PKV bedeutet, dass die Vertragsinhalte ein Maximum an garantierten Leistungen für den Versicherten bieten. Weiterhin müssen die Prämien so kalkuliert sein, dass der Tarif finanziell „gesund“ ist.
Wenn diese Grundlagen erfüllt sind erhält man eine Versicherung, die dem medizinischen Fortschritt automatisch folgt, ein Maximum an Vorsorgeleistung und Therapiemöglichkeiten bietet und auch noch preislich stabil bleibt. Die Prämie für eine solche private Krankenversicherung liegt nicht unbedingt höher als der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Privatärztliche Behandlung trotz Kassenmitgliedschaft

Mitgliedern gesetzlicher Krankenkassen steht es frei, sich privatärztlich behandeln zu lassen. Erhalten Sie als Privatpatient eine Behandlung nach ärztlicher Kunst.

arzt Wo liegen die Unterschiede? :

–          freie Arztwahl
–          privatärztliche Behandlung (sofortige Behandlung durch Spezialisten)
–          umfangreichere Anamnese
–          umfangreichere Behandlungen
–          Therapien für Privatversicherte stehen zur Verfügung
–          weitreichende diagnostische Möglichkeiten
–          umfangreichere Früherkennung / Vorsorge
–          Medikamentenversorgung außerhalb der gesetzlichen Begrenzung
–          umfangreiche psychologische Behandlungen
–          umfangreiche Heilmittelanwendungen
–          Wegfall der Wartezeiten

 

 

Wie funktioniert das in der Praxis?

Privatpatient trotz GKV

Privatärztliche Behandlung trotz GKV

Bei den gesetzlichen Krankenkassen gibt es zwei Leistungsarten, einmal das bekannte Sachleistungsprinzip und das Kostenerstattungsprinzip. Letzteres bewirkt die oben beschriebene  Veränderung in der Behandlungsart.
Wer als Kassenpatient nach dem Kostenerstattungsprinzip regulieren lässt, wird beim Arzt als potentieller Privatpatient angesehen. Die Rechnung für die ärztlichen Leistungen wird dann entsprechend Positionen einer privatärztlichen Behandlung enthalten. Von der gesetzlichen Kasse wird die Grundleistung gezahlt, der die Grundleistung übersteigende Rechnungsbetrag ist vom Patienten zu zahlen.

Eine Umstellung vom Sachleistungsprinzip auf das Kostenerstattungsprinzip kann bei der GKV quartalsweise beantragt werden.

Für folgende Bereiche kann das Kostenerstattungsprinzip beantragt werden:

–          ambulante Behandlung beim Arzt

–          ambulante zahnärztliche Behandlung

–          stationäre Behandlung ( Krankenhaus )

–          Medikamente, Heil und Hilfsmittel

 

 Rückversicherung der Behandlungskosten

Privatärztliche Behandlungen, inklusiver Labor und technischer Diagnostik sowie der entsprechenden Versorgung mit Medikamenten oder Heilmitteln, kann den Patienten finanziell empfindlich treffen.
Da durch die GKV nur die „normalen“ Grundleistungen der ärztlichen Liquidation gezahlt werden, kann der oft nicht unerhebliche Teil der Rechnung durch eine private Zusatzversicherung für das Kostenerstattungsprinzip abgedeckt werden.

Solche Versicherungen, auch oft als ambulante Restkostenversicherung bezeichnet, gibt es in verschiedenen Ausgestaltungen.Wichtig dabei ist der Inhalt der Tarifbedingungen. Auf folgende Tarifinhalte sollte aus unserer Sicht geachtet werden:

 

Ambulante Behandlungen

Bei ambulanten Arztbesuchen und Behandlungen ist es sinnvoll darauf zu achten, dass die Tarifbedingungen nicht einschränkend wirken, dadurch dass gewisse Leistungen nicht genannt werden. Gute Bedingungen könnten zum Beispiel wie folgt lauten:

…bei einer ambulanten Heilbehandlung, Vorsorgeuntersuchung, Entbindung oder Fehlgeburt fallen unter den Versicherungsschutz die Aufwendungen für ärztliche Beratungen, Besuche und Verrichtungen einschließlich Operationen Arznei- und Verbandmittel; Heilmittel, und zwar medizinische Bäder, Massagen usw…..Inhalationen sowie Licht-, Wärme- sonstige physikalische Behandlungen………

weiterhin:

…auch Leistungen  durch nichtärztliche Leistungserbringer von Heilmitteln (z. B.Physiotherapeuten)…gelten als Versichert, hier kann es aber zu Einschränkungen in der Abrechnungshöhe kommen

 

Vorsorgeuntersuchung / Früherkennung:

Bei Vorsorgeuntersuchungen sollte altersunabhängig das volle Spektrum der Möglichkeiten nutzbar sein. Bedingungen, die dahingehend auszulegen sind, können wie folgt aussehen:

….ambulante Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten nach gesetzlich eingeführten Programmen (gezielte Vorsorgeuntersuchungen),…….als Versicherungsfall gelten auch solche ambulanten Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten, die über die gesetzlich eingeführten Programme hinausgehen

 

Psychologische Behandlung

Psychotherapie- auf Ergänzungen ( amb. Heilbehdlg.+Psychoth.) achten, dass zum Beispiel auch nichtärztliche Leistungserbringer ( vgl.1. Punkt ambualnte Behandlung) erstattet werden:

……….für ambulante Heilbehandlung und psychotherapeutische Behandlung sowie die in diesem Zusammenhang notwendige Diagnostik……….

Erweiterung der Definition Arzneimittel

Hier kann es teuer werden, solche Präparate kosten 2500€-3000€ jeden Monat, besser man hat das mit im Versicherungsschutz enthalten:

...als Arzneimittel gelten auch medikamentenähnliche Nährmittel, wenn sie im Zusammenhang mit der Behandlung von schweren Erkrankungen verordnet werden oder wenn nur diese Mittel im Rahmen einer Erkrankung als Nahrung eingesetzt werden können.

 Geltung im Ausland

Für Reisende:

Behandlungen in Europa: …… Der Versicherer verzichtet auf die zeitliche Einschränkung des Versicherungsschutzes….bei krankheits- und unfallbedingter Unfähigkeit zur Rückreise.

Krieg und Terrorklauseln

Sollte man nie brauchen müssen, aber wer von Kriegshandlungen z.B. auf Reisen überrascht wird ( und nicht aktiv mitmischt!!!) hat dort zumindest finanziellen Schutz. Bei Terrorakten ist seit dem 11. September wohl alles möglich.

….Versicherungsschutz besteht bei Kriegsereignissen für solche Krankheiten und deren Folgen sowie für Folgen von Unfällen und für Todesfälle bei nichtaktiver Teilnahme an Kriegsereignissen ……

 Terroristische Anschläge und deren Folgen zählen nicht zu den Kriegsereignissen im Sinne des o.g. Absatz……( und sind somit Versichert)

Bei Interesse erhalten Sie hier Informationen zu den entpsrechenden Versicherungstarifen:

Zweiter Teil

Übersicht ambulante Zusatzversicherung Privatpatient