Private Krankenversicherung – Versicherung im Ausland

Private Krankenversicherung weltweit

Private Krankenversicherung für Deutsche im Ausland

Leben und Arbeiten im Ausland, vielleicht außerhalb Europas – für viele Deutsche ist es Realität.
Bei Angestellten übernimmt der Arbeitgeber den Versicherungs-schutz der Krankenversicherung. Unternehmer sind wie immer selbst verantwortlich.

Für Arbeitgeber sowie für Unternehmer stellen sich aber dieselben Fragen: Wie muss der Versicherungsschutz aussehen, welche Behandlungskosten können im jeweiligen Zielland entstehen?

 

Private Krankenversicherung und Behandlungskosten im Ausland

Der Versicherungsumfang der privaten Krankenversicherung geht aus den Musterbedingungen in Kombination mit den Tarifbedingungen hervor. Das gilt sowohl für die private Krankenvollversicherung als auch für Versicherungslösungen, die Arbeitnehmer im Ausland absichern. Mehr als die Krankenversicherung in diesen Tarifbedingungen garantiert zusichert, kann im Versicherungsfall, also bei Krankheit oder Unfall, nicht verlangt werden.
Je nach Versicherung sind Behandlungskosten im außereuropäischen Ausland zeitlich nur begrenzt und bis zu gewissen Höchstgrenzen vorgesehen. Oft sichern die Gesellschaften nur die Kosten ab, die in Deutschland bei gleicher Behandlung entstanden wären.

Das kann teuer werden wie folgende Beispiele verdeutlichen:

Eingriff

Kosten  USA ( in € ungerechnet)

Kosten Deutschland

Bypass

36.100€

29.300€

Stent setzen

18.900€

16.300€

Aorten-Aneurysma OP

87.500€

62.000€

 

Die US Preise sind aus „Blue Book“ entnommen und stellen die Durchschnittspreise dar.  Eine Verdopplung kann sehr leicht eintreten, wenn zum Beispiel Komplikationen bei der Behandlung auftreten.

Vorteilhafte Tarifbedingungen für das Ausland

Ein kompletter Schutz über die private Krankenversicherung ist dann erreicht, wenn in unterschiedlichen Bereichen die Tarifbedingungen angepasst sind. Wenn folgende Fragen mit „Ja“ beantwortet werden können, ist man schon nah am idealen Versicherungstarif :

– Zahlt die Versicherung Liquidationen außerhalb der deutschen Gebührenordnung für
Ärzte? ( in jeweiliger Landessprache?)
– Sind die Behandlungskosten nicht in irgendeiner Weise begrenzt?  ( landestypisch /
ortsüblich)
– Gibt es keine zeitlichen Behandlungsbegrenzungen?
– Muss man nicht seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort oder Wohnort im Ausland melden?
– Wird das Krankentagegeld auch im Ausland gezahlt?

Zeitliche Begrenzungen

Zeitliche Begrenzung können in den Bedingungen der Krankenversicherung versteckt hinterlegt sein. Es gibt Formulierungen, die eine Behandlung nur 1 oder 2 Monate im außereuropäischen Ausland zulassen. Was passiert, wenn der Patient nach Ablauf dieser Frist nicht transportfähig ist und somit nicht zurückkehren kann?

Fazit:

Um im Ausland anfallende Behandlungskosten abzusichern, kann man deutsche Versicherungslösungen verwenden. Deutsche Ansprechpartner beraten im Vorfeld und unterstützen bei der Regulierung. Die Tarifbedingungen sind entscheidend, nur garantierte Leistungen werden zum Schluss auch von der Versicherung bezahlt.

 

T24- Krankenversicherung für Deutsche im Ausland  

„Fühlende“ Prothesen – in 5 Jahren Markteinführung?

Fühlende Prothesen ermöglichen ein fast normales Leben trotz des Verlustes von Körperteilen. Eine Firma aus Wien stellte nun eine „fühlende Beinprothese“ vor, mit der sogar das Klettern möglich wird. In 5 Jahren sollen die Modelle am Markt erhältlich sein, doch übernimmt die Krankenversicherung die Kosten für die Hightech Prothesen?

Mit dem Hightech Bein an der Kletterwand

Mit einer Beinprothese die Kletterwand zu erklimmen sieht nicht nur beeindruckend aus. Es ist auch Hoffnung für alle Betroffenen auf einen enormen Entwicklungssprung in Bereich prothetischer Versorgung. ( https://youtu.be/IV7PUePlLRk )
Die Prothese „fühlt“ mit Sensoren. Diese sind mit den Nervenansätzen im Bein verbunden und geben die ertasteten Informationen weiter. Durch die Verbindung mit den Nervensträngen ist es möglich, die Informationen der Sensoren direkt an das Gehirn weiterzugeben.
So entsteht eine wesentlich verbesserte Einsatzmöglichkeit der Prothese bei schwierigen Aufgaben.

Zahlt die Versicherung diese Prothese ? Das „Kleingedruckte“ entscheidet

Diese Frage wird bis auf wenige Ausnahmen nur in direktem Dialog mit den Versicherungen zu beantworten sein.  Die gesetzliche Krankenkasse könnte die Kosten sicherlich übernehmen, bestehen doch milliardenschwere Rücklagen. Einem positiven Kostenbescheid entgegen könnte jedoch das Sozialgesetzbuch stehen. Dort werden die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse unter anderem wie folgt vorgegeben: Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein. Außerdem darf das Maß des notwendigen nicht überschritten werden.
Wie eine „fühlende“ Prothese in diese gesetzliche Vorgabe passt, muss sicherlich von Fall zu Fall geklärt werden.

Bei den „Privaten“ könnte man meinen, dass diese Prothesen problemlos bezahlt werden, doch auch hier gibt es im Kleingedruckten tückische Formulierungen.
So gibt es Formulierungen, die zwar sagen, dass alle Hilfsmittel – und dazu gehören die Prothesen, bezahlt werden, jedoch nur in „funktionaler Standartausführung“.  Andere formulieren Höchstgrenzen oder vorherige Prüfungen in die Bedingungen hinein. Nur ganz wenige Premiumtarife
lassen bedingungsgemäß erkennen, dass die prothetische Versorgung mit solch „fühlenden“ künstlichen Gliedmaßen nicht konträr läuft.

Alternative Versicherung für die Kostenübernahme bei Prothesen?

Wenn die Krankenversicherung die Kosten nicht übernimmt, können andere Versicherungspolicen die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Vorstellbar wären verschiedene Formen der Invaliditätsabsicherung.

Hilfsmittel bei der privaten Krankenversicherung

Kapitalleistung bei körperlicher Funktionsbeeinträchtigung

 

Private Krankenversicherung- durch Tarifwechsel Beitragsreduzierung möglich

Business people shaking hands, finishing up a meeting

Professionelle Unterstützung beim Tarifwechsel bringt optimale Ergebnisse für den Kunden

Wer privat Versichert ist erhält in der Regel eine bessere, medizinische Versorgung. Doch das lassen sich die Versicherungen mitunter teuer bezahlen. Stark steigende Versicherungsprämien sind die Folge. Nun können die Kunden per Gesetz einen Tarifwechsel in der Privaten Krankenversicherung durchführen. Das Ergebnis sind Prämienreduzierungen bis zu 50%.

Tarifwechsel mit rechtlicher Grundlage

Jedem Kunden der Privaten Krankenversicherung steht der § 204 VVG als Rechtsgrundlage für den Tarifwechsel zur Verfügung. Auf Antrag muss die Krankenversicherung den Kunden ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen anderen, auch aktuelleren Tarif umstellen. Die Regeln dafür besagen, dass dieser Tarif im Leistungsumfang dem Alt Tarif entsprechen muss. Für Mehrleistungen wäre eine erneute Gesundheitsprüfung notwendig.
Langjährige Versicherungskunden können durch einen Wechsel in einen neuen Tarif der Privaten Krankenversicherung besonders profitieren. Neutarife können durchaus attraktiver kalkuliert sein und somit den Kunden den Versicherungsschutz um bis zu 50% preiswerter anbieten.

Versicherungen sperren sich

Erfahrungsgemäß sind Versicherungen in der Regel nicht an einer Prämienreduzierung interessiert. Trotz Vorlage der rechtlichen Rahmenbedingungen kommt es wiederholt vor, dass entsprechende Angebote zum Wechsel in andere Tarife für den Kunden einfach unterbunden werden. Hier helfen spezielle Versicherungskaufleute, die für den Kunden und nicht für die Versicherungsgesellschaft tätig werden.
Mit professioneller Unterstützung gelingt der Wechsel in der Privaten Krankenversicherung auf schnelle und seriöse Art und Weise. Beim gegebenem Sparpotential sollte jedoch nicht die Leistungsfähigkeit der Versicherung aus den Augen gelassen werden.

Keine Prämienreduzierung um jeden Preis

Es macht keinen Sinn die Hälfte der Prämie einzusparen und dafür auf wichtige Versicherungsleistungen, die man vorher hatte, zu verzichten. Moderne Datenbanken sind in der Lage, die garantierten Tarifleistungen der Alt- und Neutarife miteinander zu vergleichen.  Diese Software ermöglicht eine professionelle und für den Kunden optimale Tarifauswahl zu treffen.

 

Quelle: /Pkv_Tarifwechsel/

Auslandswohnsitz – Krankenkasse zahlt nicht weil OP im Land nicht möglich ist?

Die Welt wird immer „kleiner“. Immer mehr Deutsche arbeiten und leben im außereuropäischen Ausland. Versicherungstechnisch ergeben sich daraus verschiedene Fragen, gerade im Bereich der Krankenversicherung. Es gibt Allroundlösungen, die sowohl im Ausland als auch bei der Rückkehr nach Deutschland besten Versicherungsschutz bieten. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn die Behandlung nur in Deutschland erfolgen kann.

Versicherungsschutz ohne Einschränkungen auch im Ausland möglich

Grundsätzlich sind verschiedene Versicherungslösungen für das Ausland erhältlich. Zum Beispiel bieten einige Versicherungen eine Versicherungslösung speziell für das Leben im Ausland an.
Der Vorteil hier ist der, dass die Versicherungsprämien per Kreditkarte gezahlt werden können, und dass es Repräsentanzen in der ganzen Welt gibt. Ein weiterer Punkt ist die geringe Höhe der Prämie die monatlich zu entrichten ist.
Diese geringere Prämie geht jedoch mit den Nachteilen einer solchen Absicherung einher: Die Leistung und die Flexibilität dieser Tarife ist nicht annähernd so hoch wie die einiger deutscher Tarife.
Zum Beispiel verlangen diese speziellen Versicherungen, dass man eine schriftliche Zusage zur geplanten Heilbehandlung abwartet. Ob man diese bekommt steht da auf einem ganz anderen Blatt.
Bei kleineren Wehwehchen spielt das natürlich keine Rolle, was ist aber wenn man wirklich krank wird? Und was ist, wenn man so ein gesundheitliches Problem hat, dass  die Behandlung in Deutschland erfolgen muss weil dort die medizinischen Möglichkeiten einfach besser sind? Gibt es nicht? Im Bild unten wird so ein Fall deutlich. Kehrt man dann nach Deutschland zurück um sich behandeln zu lassen wird es eng mit der Leistung.Die
Frage : wird in Deutschland überhaupt geleistet? Will man dann dauerhaft in Deutschland bleiben, führt der Weg nur noch in die gesetzliche Krankenversicherung, denn bei den Privaten muss man Gesundheitsfragen beantworten. Dort wird man dann keinen Vertrag mehr bekommen.

Krankenversicherung für Deutsche im Ausland

Durchführung der Untersuchung und der Behandlung im Ausand nicht möglich- hier helfen deutsche Versicherungstarife!

Abhilfe schaffen 2 Versicherungstarife aus Deutschland

Wer hier auf den Schutz eines deutschen Premiumtarifes vertrauen kann, hat eindeutig die besseren Karten wenn es um die Kostenerstattung geht. Es gibt mindestens zwei Tarife, die im Inland sowie im Ausland hervorragenden Versicherungsschutz bieten. Dabei besteht keine Begrenzung auf die deutsche Gebührenordnung für Ärzte. Dies hat den Vorteil dass man jeden zugelassen Arzt im In sowie im Ausland wählen kann, Spezialisten und auch Professoren. Damit einhergehen natürlich auch Kostenübernahmen für Gerätemedizin wie Spezial-MRT oder CT.
Hinzu kommt, dass solche Tarife auch bei dauerhafter Rückkehr nach Deutschland mit all den bereits angesammelten Altersrückstellungen beibehalten werden können.  Einmal abgeschlossen bleibt der Versicherungsschutz immer bestehen.
Diese Tarife verzichten sogar u.U.auf eine Meldung bei dauerhaften Auslandsaufenthalt. Auszug aus den Tarifbedingungen: „Bei einem Auslandsaufenthalt im außereuropäischen Ausland besteht zeitlich unbegrenzter Versicherungsschutz……“

Fazit: Arbeiten im Ausland hat viele Vorteile. Wer für sich und seine Familie optimalen
Versicherungsschutz wünscht, sollte vor dem Wegzug eine entsprechenden Versicherung in Deutschland beantragen.

 

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Versicherungschutz bei Krieg und Terror?

 

Kostenerstattungsprinzip = Kostenfalle?

Das Kostenerstattungsprinzip in Kombination mit einer Zusatzversicherung ermöglicht einem Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse die Behandlung als Privatpatient. Diese Möglichkeit ist relativ neu, nur wenige Mitglieder der Gestzlichen Krankenkasse sind bisher aktiv darüber informiert worden.

Aktive Abwehrmaßnahmen der Gesetzlichen Krankenkassen?

Die Informationen, die bezüglich des Kostenerstattungsprinzips an die Mitglieder herausgehen, sind selten vollständig, manchmal aber auch einfach nicht zutreffend.
Die normalen Leistungen, also die Leistungen ohne das Kostenerstattungsprinzip, wären
hervorragend. Eine gesetzliche Krankenkasse behauptet sogar, dass „grundsätzlich jeder Patient Anspruch auf eine qualitativ hochwertige Behandlung nach dem neuesten Stand des medizinischen Wissens hat.…. alles, was zur Gesundung oder zur Linderung von Krankheiten erforderlich ist, steht jedem Versicherten zur Verfügung“.

Dabei ist eine solche Krankenkasse an das Wirtschaftlichkeitsgebot gebunden. Dort steht was völlig anderes im Gesetz:  Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können Versicherte nicht beanspruchen, dürfen die Leistungserbringer nicht bewirken und die Krankenkassen nicht bewilligen.

Wie kann dann alles nach neuestem Stand der Wissenschaft versichert sein? Müsste es nicht heißen, dass alles nach dem neusten Stand der Wissenschaft versichert ist wenn es denn ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich ist?

Es gibt Situationen, da ist ein sehr guter Schutz besser als ein ausreichender Schutz.

Es gibt Situationen da ist ein sehr guter Schutz besser als ein ausreichender Schutz.

Kostenerstattung ist das Modell der Zukunft

Kunden, die eine Behandlung außerhalb des Wirtschaftlichkeitsgebotes erhalten wollen, entscheiden sich für eine Behandlung als Privatpatient. Die Therapien werden nach Kriterien der ärztlichen Kunst ausgewählt, die Heilung oder zumindest Linderung, nicht aber „Wirtschaftlichkeit“ bevorzugen.
Für Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung ist die Behandlung als Privatpatient mit dem Kostenerstattungsprinzip in Verbindung mit einer entsprechenden Zusatzversicherung darstellbar. Hier entfallen die Budgetierungen, Wartezeiten und Behandlungsbeschränkungen.

Kostenerstattungsprinzip = Kostenfalle?

Ja! Wer nicht vor der Wahl des Kostenerstattungsprinzips einegeeignete private Zusatzversicherung abschließt, zahlt die meisten Kosten eine privatärztlichen Behandlung selbst.

Eine Krankenkasse beziffert diese Kostenunterschiede wie folgt:

Behandlung einer Sehstörung:  privatärztliche Rechnung 409€, die Kasse übernimmt nur 72€
Ambulante Krampfader OP: privatärztliche Rechnung 690€, die Kasse übernimmt nur 300€

Die Restkosten würde in diesem Fall eine geeignete, private Zusatzversicherung tragen. Die Kostenfalle besteht dann also nicht mehr.

Jedoch tut sich eine andere Frage bei diesem Berechnungsbeispiel auf: Wieso sind die Kostenunterschiede vom gesetzlichen Kassensystem zur privatärztlichen Behandlung so hoch?
Steckt sich der Arzt mehr Honorar für dieselbe Arbeit ein? Das wird zwar gern unterstellt, ist aber nicht unbedingt glaubhaft.  Könnte es sein, dass es doch eine Zweiklassenmedizin gibt?
Kann es sein, dass eine „ ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche“ Behandlung eben doch nicht der ärztlichen Kunst von Heilung und Linderung entspricht?

Der Weg der Kostenerstattung ist unserer Meinung nach der Weg der Zukunft. Hier wird transparent was vorher nebulös war. Der Patient erhält Einblick in die Abrechnungen, trifft mit dem Arzt zusammen selbstständig Therapieentscheidungen und übernimmt dadurch auch selbst Verantwortung.

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Rückkehr zur GKV und trotzdem Privatpatient

– Mehrleistung durch Kostenerstattung?

– 2 Klassenmedizin durch Kostenerstattung?

 

 

Bildnachweis: Fotolia:41921146_XS

Guter Cop – Böser Cop: Das können die Krankenkassen auch!

bildelvisundhundEs ist mal wieder Zeit den privaten Krankenkassen die rote Karte zu zeigen und so laufen diverse Zeitungskampagnen in diesen Tage die Presselandschaft rauf und runter. Durch die wiederholte Erhöhung der Jahresarbeitsentgeltgrenze kann man jetzt Gott sei aus der privaten Krankenversicherung zurück in die gesetzliche Kasse wechseln. ENDLICH!!
Warum eigentlich endlich? Und wo bleiben eigentlich die Darstellungen zu Preis und Leistung der gesetzlichen Kassen. Schleichen da etwa wieder Zusatzbeiträge in erhöhter Form durch die Hintertüre? Schlechte private Kasse, gute gesetzliche Kasse?
Wo bleibt der Beitragszahler und somit auch potentielle Leistungsempfänger bei dieser Diskussion? Vermutlich auf der Strecke wenn er nicht aufpasst. Lösungen werden bei den üblichen Verdächtigen ja nicht im Überfluss angeboten! Warum auch, man wird fürs bashen bezahlt und nicht für Lösungsansätze! Sehr originell und vorallem sehr glaubhaft!

PKV / GKV unterschiedliche Systeme, unterschiedliche Leistung

Um die Leistungsunterschiede der Systeme darzulegen braucht es eigentlich nur einen Blick in die Vertragsvereinbarungen bzw. ins Sozialgesetzbuch.

Die Gesetzliche Kasse Leistet wie folgt: §12 SGBV

 „Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten.“

Jeder, der schon mal miterlebt hat, wie schwer kranke Patienten hier wegkommen weiß was „ausreichend“ bedeutet und das damit nicht Therapiefreiheit einhergeht.

Die privaten Kassen leisten wie folgt:

 „Versicherungsfall ist die medizinisch notwendige Heilbehandlung einer versicherten Personwegen Krankheit oder Unfallfolgen. Der Versicherungsfall beginnt mit der Heilbehandlung; er endet,wenn nach medizinischem Befund Behandlungsbedürftigkeit nicht mehr besteht.“

Steht da was von ausreichend oder zweckmäßig? Nein, hier kann der Arzt nach ärztlicher Kunst Heilen und Lindern. Es besteht für den Patienten Mitbestimmungsrecht bei der Wahl der Therapie.

Licht und Schatten

Natürlich hat so Mancher auch einen faden Beigeschmack wenn er an private Kranken-versicherungen denkt. „Die Zahlen doch nicht!“ Stimmt! Wenn die nicht müssen werden die auch nicht! Es sind halt Versicherungen. Da kommt es dann auf die Auswahl der Versicherung an. Es gibt Tarife, die müssen zahlen!  Warum?  Weil es so in den Bedingungen steht!
Es gibt aber Versicherungen, die die  Tarfibedingungen recht speziell formuliert haben und so kommt es, dass dann die Kur oder REHA eben nicht bezahlt werden. Daher haben private Krankenversicherungen eben ein Fleck auf der an sich weißen Weste. Aber auch hier gilt- wer lesen kann ist klar im Vorteil- also ran an die Bedingungen. Alternativ kann man natürlich auch jemanden Fragen der sich mit so etwas auskennt.

Ein weiterer Punkt sind natürlich die horrenden Beiträge im Alter

Es gibt eine Art Hybridmodell – Kostenerstattung macht den GKVler zum Privatler

Die Beiträge der PKV sind im Alter nur gefühlt höher als bei der gesetzlichen Kasse. Wer Leistung braucht, und das kann schon mal vorkommen ab 67, wird schnell merken was das Wort „ausreichend“ im Versicherungsschutz der gesetzlichen Kasse für Möglichkeiten eröffnet- den Kassen natürlich-nicht den Patienten.

Allerdings muss Versicherungsschutz auch bezahlbar bleiben, was nützt die beste private Krankenversicherung wenn man die Prämien nicht mehr zahlen kann?

Die Lösung heißt: Kostenerstattungsprinzip

Hier kann der gesetzlich Versicherte privatärztliche Behandlung erhalten. Die Beschränkungen wie „ausreichend und zweckmäßig “entfallen dann, Wartezeiten gibt es dann komischerweise auf einmal auch nicht mehr. Hat man dann noch eine private Zusatzversicherung speziell für das Kostenerstattungsprinzip kann man die zusätzlichen Kosten dann von der privaten Kasse bezahlen lassen.

Der Vorteil- Man hat niedrige Beiträge bei der gesetzlichen Kasse und kann sich trotzdem als Privatpatient behandeln lassen. Die Zusatzversicherung kostet zwar ein paar Euro, aber insgesamt zahlt man weniger Prämie als bei der privaten Vollversicherung.

TIPP: Junge Personen können von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln. Wer für sich eine Rückkehr in die gesetzliche Kasse nicht ausschließen will, kann sich einen Tarif suchen, der später ohne erneute Gesundheitsprüfung in die Zusatzversicherung für Privatpatienten umgewandelt wird. Eben jenen Tarif für
das Kostenersttungsprinzip der gesetzlichen Kassen.

Gesetzliche Krankenversicherung – schon wieder weniger in der Brieftasche?

Gesetzliche Krankenversicherung- ein KatzenjammerKaum einen Monat vergeht ohne dass mit Vehemenz auf die „teure“ private Krankenversicherung medial eingeprügelt wird. Nun ist der Grund dafür wohl an die Öffentlichkeit gedrungen, die Katze aus dem Sack.

 AOK Chef erwartet deutliche Preissteigerungen

Klar war schon länger, dass die gesetzlichen Kassen wohl einen Zusatzbeitrag wieder einführen müssen. Wo sind eigentlich die vor Monaten in den Medien beschworenen Milliardengewinne hin? Gute Frage, nächste Frage.
Wie immer wenn das Geld nicht reicht werden die Beitragszahler herangezogen, wobei heute schon festzustehen scheint, dass ein Zusatzbeitrag in 2016 von 1% erhoben wird und 2017 da noch einmal eine deutliche Steigerung zu erwarten sei. (Quelle dpa.infocom 22.1.2015)

Wo sind die 16,6 Milliarden Euro Rücklagen der Krankenkassen eigentlich hin die noch 2013 zum Beispiel im Managermagazin vom 11.10.2013 erwähnt wurden. Und wenn tatsächlich innerhalb von einem Jahr 16,6 Milliarden Euro „verbraucht“ wurden, reicht dann für die Zukunft eine Beitragssteigerung von nur 1% bei den gesetzlichen Kassen aus? Man darf gespannt sein.

Die Private Krankenversicherung ist immer eine Alternative

Die privaten Kassen haben den Grundsatz der „Heilung und/ oder Linderung“, die ärztliche Kunst liegt hier der Behandlung zu Grunde, Therapiefreiheit ist vorhanden.

Die gesetzlichen Kassen leisten nach dem Prinzip „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“.
Wer leistet nun mehr, wer darf höhere Prämien verlangen weil mehr Leistungen nach den Bedingungen erbracht werden?

In beiden Systemen gibt es Preissteigerungen, wo gibt es die nicht. Die unbezahlbare Krankenversicherung im Alter ist Realität, die PKV bietet dafür jedoch Lösungen! Zur Realität gehört aber auch zu erkennen, dass unbezahlbar auch für die gilt, die keine Leistung erhalten. Dafür gibt es dann keine Lösung mehr. Wer eben bei schwerer Krankheit mehr braucht als ausreichend, wirtschaftlich und zweckmäßig kommt schnell an den Punkt der Unbezahlbarkeit.

Gibt es Versicherungsschutz bei Terroranschlägen und deren Folgen?

Versicherungsschutz bei Terroranschlägen weltweitGibt es Versicherungsschutz bei Terroranschlägen?

Paris 7.1.2015, Madrid 11.3.2004, London 7. Juli 2005

Gibt es Krankenversicherungen, die die Folgen von Krieg und Terror explizit vom Versicherungsschutz ausschließen? Leider Ja! Bei einigen privaten Anbietern existiert dieser Ausschluss tatsächlich, einige erwähnen Terrorereignisse gar nicht.

Doch was passiert, wenn man als Deutscher im europäischen Ausland unterwegs ist, und bei einem Terroranschlag verletzt wird?

Folgen von Terroranschlägen

Welche folgen kann ein Terroranschlag aus Versicherungssicht haben?

Physische Verletzungen, die oftmals je nach Art des Anschlages erheblich und vor allem dauerhaft sein können.  In solchen Fällen entstehen neben den akuten Behandlungskosten sehr hohe Folgekosten.  Dauernde körperliche Einschränkungen werden durch Hilfsmittel ausgeglichen, ein entsprechender Hilfsmittelkatalog ist in fast jeder Krankenversicherung hinterlegt. Hilfsmittel sind zum Beispiel Körperersatzstücke, Rollstühle oder auch Netzhautimplantate.
Diese Hilfsmittel sind in der Anschaffung kostspielig und müssen zudem alle Jahre angepasst werden.

Psychische Schäden, können bei solchen Ereignissen natürlich auch entstehen. Oftmals hilft dort nur eine jahrelange Therapie um die Beschwerden zu lindern.

Folgen von Leistungsausschlüssen

Wer keinen Rechtsanspruch auf Leistung hat, wird eben keine Leistung erhalten. Im Zweifel muss der Versicherte die Kosten der medizinischen Folgen eines Terroranschlags selber tragen.

Ist Terror in meinem Versicherungsschutz enthalten?

Wer unsicher ist, kann seine Tarifbedingungen selbst überprüfen. In den Musterbedingungen (MB /KK) sollte in etwa der Satz enthalten sein …“ Terroristische Anschläge und deren Folgen zählen nicht zu den Kriegsereignissen…“

Dieser Satz befindet sich in den Ergänzungen zum §5 „ Einschränkung der Leistungspflicht“.

Jahresmeldung zur Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Zu einer Prüfung der Familienversicherung seitens der gesetzlichen Krankenversicherung kommt es regelmäßig dann, wenn in Familien ein Elternteil privat versichert ist, während der Partner gesetzlich versichert ist und die gemeinsamen Kinder dort kostenfrei in der Familienversicherung versichert sind.

Unter bestimmten Voraussetzungen bleiben die Kinder beitragsfrei versichert

Entscheiden ist unter anderem die Höhe des Einkommens des selbstständigen Partners. Ist dieses zu hoch entfällt die Familienversicherung und es sind Beiträge für jedes Kind in der gesetzlichen Krankenversicherung zu zahlen. In diesem Moment macht es aus der Sicht der Leistung sowie aus der Sicht der monatlichen Prämie keinen Sinn die Kinder in der gesetzlichen Kasse zu belassen.

Was ist zu Zahlen?

GKV Beitrag pro Kind ab 2015   :  140- 160€ im Monat

PKV Beitrag Kind                       :   140-160€ im Monat

 

Leistung:

GKV :  „ ausreichend , wirtschaftlich und zweckmäßig“

PKV:   „ Behandlung nach ärztlicher Kunst – Heilung und Linderung“

 

Die Beantwortung des Schreibens an die Krankenkasse

Neben den üblichen Angaben nach Familienstand und Ehe oder Lebenspartner werden auch die Angaben zu den Kindern benötigt. Angaben zum Wehr und Zivildienst sowie zum Studium sind separat zu betrachten, da dort andere Regelungen gelten.
Interessant werden die Angaben dann beim Einkommen.
Liegt zum Beispiel der privatversicherte Partner mit seinen regelmäßigen Einkünften über der Versicherungspflichtgrenze, sind für die Kinder eigene Beiträge auch in der gesetzlichen Kasse zu entrichten. Die Versicherungspflichtgrenze liegt in 2015 bei 54.900€.
Selbiges gilt, wenn einer oder beide Ehepartner aufgrund dieses Einkommens freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.

 

Generalverdacht der falschen Angaben

Wie üblich werden die Fragebögen von Jahr zu Jahr immer länger und die Aussagen müssen u.a. durch einen aktuellen Steuerbescheid nachgewiesen werden. Akribisch wird dann bei der GKV nachgeprüft ob auch wirklich die richtigen Angaben gemacht wurden.

Kostenerstattungsprinzip – der Privatpatient bekommt mehr Leistung?

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kennt zwei Abrechnungsarten, das Sachleistungsprinzip und das Kostenerstattungsprinzip. Das Sachleistungsprinzip in der GKV stellt Leistungen durch die Krankenkasse bereit. Das GKV Mitglied hat den Status Kassenpatient und der Arzt erhält für die Behandlung Pauschalbeträge von der Kasse.

Beim Kostenerstattungsprinzip, der 2. Abrechnungsmethode der GKV, wird der Patient zum Selbstzahler, sprich zum Privatpatienten. Die ärztliche Liquidation (Rechnung des Arztes für erbrachte Leistungen) reicht der Privatpatient bei der Gesetzlichen Krankenversicherung ein. Diese zahlt dann den Grundbetrag, der Rest wird von einer
geeigneten Zusatzversicherung übernommen.

Privatbehandlungen im Schnitt wesentlich kostenintensiver als Kassenleistungen

Die herkömmliche Kostenübernahme (Sachleistungsprinzip)für Behandlungen bei der Gesetzlichen Krankenversicherung erfolgt nach dem Prinzip „wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig“. Die Frage, die sich hier stellt ist, was ist mit „wirtschaftlich“ gemeint? Was „ausreichend“ bedeutet ist schon eher greifbar. Auf das System der Schulnoten übertragen heißt ausreichend „ Note4“ – gerade mal so durchgeschlittert.
Als Privatpatient hat man diese Einschränkungen nicht. Erhält der Privatpatient dadurch andere Leistungen? Gute Frage!

Schaut man sich mal die Zahlen zum Thema Behandlungskosten an, stellt man fest, dass diese Kosten für Privatpatienten wesentlich höher sind als für die Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Kostenverhältnis GKV PKV

Für ärztliche Leistungen zahlt die Private Krankenversicherung wesentlich mehr als die Gesetzliche Krankenversicherung pro Mitglied (Quelle Destatis Werte PKV/GKV 2012). Sonderleistungen umfassen die Bereiche der Fachärzte, Internisten, Augenärzte oder Chirurgen oder sonstige Spezialisten. Auch hier werden deutlich höhere Beträge durch die privaten Versicherer reguliert. Im Bereich der speziellen Strahlendiagnostik bildet sich ein vergleichbares Ergebnis ab.

Kostenerstattungsprinzip nur mit privater Zusatzversicherung wählen

Als Privatpatient wird man nach der ärztlichen Kunst behandelt, ohne die Einschränkungen „wirtschaftlich, ausreichend, notwendig und zweckmäßig“ des Systems der gesetzlichen Krankenkassen.

Die Zusatzkosten der privatärztlichen Behandlungen werden nicht durch die gesetzliche Krankenversicherung getragen. Hierfür bietet sich eine private Restkostenversicherung für das Kostenerstattungsprinzip der gesetzlichen Kassen an. Diese Zusatzversicherung sollte bis zu 100% der Restkosten erstatten und die Bereiche ambulante Arztbehandlung inkl. Zahnarzt, Heilmittel (z.B. Massagen, Physiotherapie), Medikamente und bei Bedarf auch Hilfsmittel wie Rollstühle, Prothesen usw. abdecken.

Ambulant wird mehr behandelt als stationär

Zumindest bekommt man den Eindruck wenn man sich die Behandlungskostenaufteilung ambulant/ stationär anschaut. Aus praktischen Erfahrungen heraus ist es aber tatsächlich so, dass gerade bei schweren chronischen Erkrankungen die Behandlungen ambulant, dafür aber engmaschig erfolgen.
ambulant u stationaer kostenaufteilung

Wer sich für das Kostenerstattungsprinzip entscheidet, sollte aus diesem Grund die Restkostenversicherung genau auf die Kostenübernahme solcher Fälle ausrichten lassen.

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Kostenfalle Kostenerstattungsprinzip?