Berufskrankheit – Fakten zum Anstieg der Fälle

Eine Berufskrankheit wird durch die Berufstätigkeit verursacht. Um dann Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung zu erhalten, muss man gesetzlich unfallversichert sein und an einer anerkannten Berufskrankheit leiden. Dies sind Krankheiten, die nach medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen durch besondere Einwirkungen verursacht wurden, welche bestimmte Erwerbstätige durch ihre Arbeit in höherem Maße  ausgesetzt sind. Im Moment Zeit gibt es eine Liste mit etwa 80 Krankheitstatbeständen.

Allerdings sind die versicherungs-rechtlichen Voraussetzungen eine Leistung bei Krankheit zu erhalten sehr hoch eingestuft. Bei etwa 80000 Verdachtsfällen im letzten Jahr wurden gut die Hälfte nicht anerkannt. Die anderen erhielten Ihre Leistung aus der Unfallversicherung von den zuständigen Unfallversicherungs-Trägern. Die Kosten für die medizinische Versorgung wird je nach Schwere und Folgen der Erkrankung übernommen.

Erfolgt eine Erwerbsminderung um mindestens 20 Prozent, tritt eine Vollrente ein, das heißt je nach Grad der Behinderung erhält er eine Voll –oder Teilrente. Eine Vollrente erhält nur, wer zu 100 Prozent Erwerbsunfähig durch eine anerkannte Berufskrankheit ist. Die Höhe der Vollrente beträgt dann maximal zwei Drittel des Jahresarbeitseinkommens.

Leistungen schon ab 20%

Bei weniger als 100 Prozent, aber mehr als 20 Prozent liegt eine Teilrente vor. Die Höhe richtet sich wieder nach dem Grad der Erwerbsminderung. Die Berechnung orientiert sich an dem Teil der Vollrente, die dem Grad der Minderung entspricht. Bei einer 40 prozentigen Erwerbsminderung erhält der Versicherte also 40 Prozent der Vollrente.Bei gesetzlich Versicherten, die eine Rente erhalten und an dieser anerkannten Krankheit verstorben sind, ist es auch möglich an Hinterbliebene eine Renten – oder andere Geldzahlung zu leisten. 2015 starben allein 2400 Personen an so einer anerkannten Berufskrankheit.

Zum Schluss muss man sagen, die Anforderungen um eine Leistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung zu erhalten sind sehr hoch und man hat viele Hürden zu überwinden. Selbst wenn eine Krankheit anerkannt wurde, muss man doch mit starken Einbußen zum bisherigen Gehalt auskommen. Zu empfehlen ist eine kostenlose Broschüre „Berufskrankheiten- Fragen und Antworten“- beim DGUV herunterzuladen.

 

Private Absicherungen bieten hier gute Alternativen, da sie eher greifen und Schutz bieten.
Die Invaliditätsversicherung  beispielsweise bietet Schutz bei Krankheit und Unfall, unabhängig vom Beruf.