Die betriebliche Krankenversicherung - steuerliche Betrachtung

Im April 2011 entschied der Bundesfinanzhof zur lohnsteuerlichen Behandlung von arbeitgeberseitigen Beiträgen für die betriebliche Krankenversicherung folgendes: Unter bestimmten Voraussetzungen sollte der Arbeitgeberanteil zur bKV als steuerlich als Sachlohn behandelt werden. Somit blieben diese bis zur Höhe von 44 EUR steuer- und sozialabgabenfrei, wenn diese Freigrenze nicht bereits durch andere Sachbezüge ausgeschöpft war.

 

Seit 2013 Behandlung als Barlohn

2013 wurde die  Sachlage durch das Bundesministerium für Finanzen anders „ gewürdigt“.  Laut BMF stellen nun diese Ausgaben nicht mehr Sachbezüge dar, sondern werden als Barlohn gewertet. Somit muss man wohl aktuell davon ausgehen, dass die frühere Regelung der Steuer- und Sozialabgaben- freiheit  bis zur Höhe von 44€ monatlich nicht mehr auf die betriebliche Krankenversicherung angewendet werden kann.

 

Alternative Pauschalbesteuerung ist möglich

Beiträge zur bKV können vom Unternehmer/ Betrieb pauschal versteuert werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (§ 40 Abs. 1 Nr. 1 EStG). Die von Arbeitgeber übernommenen Prämien zur betrieblichen Krankenversicherung stellen grundsätzlich einen geldwerten Vorteil dar. Durch die Pauschalversteuerung Kann der Arbeitgeber die Steuerlast für den Arbeitnehmer übernehmen.

 

Beiträge zur betrieblichen Krankenversicherung als Betriebsausgabe

Von den steuerlichen Veränderungen der letzten Jahre unberührt bleibt natürlich die Möglichkeit, die Beiträge als Betriebsausgaben abzusetzen.