Woran erkennt man eine gute Krankenversicherung für Beamte- Thema Opfer von Terrorakten, Kriegen oder bürgerkriegsähnlichen Unruhen.

Das Thema Beihilfeversicherung für Beamte ist vielschichtig, angefangen von den verschiedenen Beihilfeverordnungen bis zu den unterschiedlichen Vertragsbedingungen der privaten Anbieter von Beamtenversicherungen.
Wie bereits in den vorherigen Berichten zum Thema „gemischte Heilanstalten„, „Anschlussheilbehandlung “ und „Hilfsmittelkataloge“ erwähnt, kommt es auf die Formulierung der Vertragsbedingungen an, ob eine Leistung erfolgt oder ob der Versicherungsnehmer im Fall eines Falles zum Bittsteller wird.

Aus aktuellem Anlass, leider eskalieren in Ägypten wieder die Unruhen,  möchten wir das Thema auch für unsere Kunden, die teilweise in Ländern mit instabiler politische Lage Leben und Arbeiten, aufbereiten.
Ob Terrorakte abgesichert sind, ist nicht so leicht zu erkennen, subtil sind die Hinweise.
Folgendes Beispiel verdeutlicht dies recht gut:

Formulierungen der AVB:

Anbieter A:

…..Wir leisten jedoch generell nicht für:

  • · Krankheiten, Unfälle und Todesfälle, die jeweils durch Kriegsereignisse verursacht wurden oder als Wehrdienstbeschädigung anerkannt sind…..

Diese Einschränkungen gelten nicht, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

– Die versicherte Person wird im Ausland vom Eintritt eines Kriegsereignisses überrascht,
– sie nimmt an diesem Ereignis nicht aktiv teil und
– sie hat unverschuldet keine Möglichkeit, das betroffene Gebiet zu verlassen.

Anbieter B:

Keine Leistungspflicht besteht

a) für solche Krankheiten einschließlich ihrer Folgen sowie für Folgen von Unfällen und für Todesfälle, die durch Kriegsereignisse  verursacht oder als Wehrdienstbeschädigung anerkannt und nicht ausdrücklich in den Versicherungsschutz eingeschlossen sind;

Die Leistungseinschränkung für durch Kriegsereignisse verursachte Krankheiten einschließlich ihrer Folgen sowie für Folgen von Unfällen und für Todesfälle entfällt, wenn die versicherte Person außerhalb Deutschlands vom Eintritt eines solchen Ereignisses überrascht wird …...

Terroristische Anschläge zählen nicht zu den Kriegsereignissen

 

Fazit :  Anbieter A erwähnt Terrorakte gar nicht,  die Versicherung muss für durch Terroranschläge verursachte Verletzungen oder Erkrankungen nicht zahlen.

Anbieter B sagt im Kontext, dass terroristische Anschläge nicht den Leistungsausschlüssen hinzuzurechnen sind, bietet also Versicherungsschutz.

 

Was tun bei Reisen ins Ausland?

 

Ganz klar, vorher informieren.  Besteht die größere Wahrscheinlichkeit von Unruhen, sollte man sich vielleicht zweimal überlegen ins Krisengebiet zu reisen, Abenteuerurlaub sieht anders aus. Wer das nicht beherzigt kann unter Umständen das „ Aben“ weglassen und es wird nur „teuer“. Zum einen ist die eigene Gesundheit unbezahlbar zum anderen steht ja in den Bedingungen, das man „überrascht“ werden muss.
Wenn man wirklich im Ausland von solchen Ereignissen überrascht wird, sollte der Rückweg unverzüglich angetreten werden.
Wer so etwas schon einmal erlebt hat, wird wissen, dass dies gar nicht so einfach ist. Es herrscht dann im allgemeinen Panik, die Flughäfen sind voll, Flugpläne werden gekippt und die Übersicht geht verloren.
Sollte die Situation dann so aussehen wie beschrieben, besteht weiterhin Versicherungsschutz, bis das Land verlassen werden kann.