So bleiben Sie Privatpatient beim Wechsel in gesetzliche Krankenversicherung

Der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung erfolgt meist durch einen Statuswechsel. Dieser kann zum Beispiel dann eintreten, wenn Angestellte unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze „rutschen“.
Immer häufiger wird dieser „rutsch“ bewusst ausgelöst um den Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung zu ermöglichen. Die Vorteile sind dabei zum Beispiel die kostenlose Mitversicherung von Kindern. Die Nachteile sind jedoch auch klar: Bei Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung wird man nicht mehr nach „ärztlicher Kunst“ behandelt sondern nach Schema „F“ : ausreichend und zweckmäßig! Wir zeigen Ihnen wie Sie trotz Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung Privatpatient bleiben können.

Private Krankenversicherung bietet manchmal Wechselgarantie

Wer sich für die Private Krankenversicherung eines Premiumanbieters entschieden hat, geniest gewisse Vorteile wenn es um den Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung geht. Die Wechselgarantie ermöglicht dem Kunden, die Krankenvollversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung in entsprechende Zusatzversicherungen umzuwandeln. Bekannt sind meist die gängigen Zahnzusatzversicherungen, auch die Zusatzversicherung für das Krankenhaus kennen die meisten. Den Vorteil im ambulanten Bereich, also beim Arzt des Vertrauens, bringen jedoch die ambulanten Restkostenversicherungen.
Hier wird die frei Arztwahl und die damit verbundene privatärztliche Behandlung sowie der Wegfall der Wartezeiten bezahlbar. Denn die gesetzliche Kasse kann auch „ Privatarzt“! Jedoch wird bei diesem Kassenmodell nur ein Teil der Behandlungskosten übernommen. Die entstehenden Restkosten, die je nach Therapie einige 10.000€ betragen können, erhält der Patient dann von der Zusatzversicherung erstattet.

 Privatpatient Schema Wechsel PKV zur GKV

 

Die gesetzliche Krankenversicherung  kann auch „ Privatpatient “!

Seit 2007 können Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung zwischen der herkömmlichen Abrechnungsart (Sachleistungsprinzip) und dem Kostenerstattungsprinzip wählen. Beim Kostenerstattungsprinzip wird das Mitglied beim Arzt als Privatpatient wahrgenommen und erhält die entsprechenden Vorteile.
Wer den Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung angehen will, muss also nicht auf die privatärztliche Behandlung verzichten. Es ist jedoch vorher zu prüfen, ob die bisherige Private Krankenversicherung einen solchen Wechsel zum KOstenerstattungsprinzip unterstütz. Tut sie das indem Zusatztarife ohne erneute Gesundheitsprüfung angeboten werden, müssen die Versicherungen untereinander noch synchronisiert werden um keine Versicherungsfreien Zeiträume entstehen zu lassen.

Unter normalen Umständen sollte somit der Status Privatpatient nach dem Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung erhalten bleiben.

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