Verbraucherschutz oft effizienter als BaFin?

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Schwarze Schafe unter den Versicherungen?

Immer mehr Versicherungskunden klagen über schlechte Zahlungen trotz Leistungsanspruch. Vor allem bei Lebensversicherungen und Autoversicherungen sind die Kunden unzufrieden mit den ausgezahlten Beträgen.

Aktuell haben wir gerade selbst über die Verbraucherzentrale Hamburg einige Fälle zur Prüfung der Ablaufleistung bei Lebensversicherungen in Auftrag gegeben. Die Policen der Basler Versicherung waren doch recht mager. Der Unterschied von versprochener Leistung zur tatsächlich gezahlten Leistung war beachtlich. Wir werden Berichten.

Bei der BaFin wurden bis Ende September bereits 6110 Einwände bearbeitet, davon allein 1374 von Kunden der Lebensversicherung und jeweils 1000 Kunden von Kfz und Krankenversicherungen.Die Kunden sind besonders unzufrieden über die Dauer der Schadenbearbeitung sowie über die Höhe der ausgezahlten Leistungen,-diese sind ihnen oft viel zu niedrig.

Alte Lebensversicherungen mit Widerrufsjoker

Einige Beschwerden kamen auch von Kunden die alte Lebensversicherungen besitzen, bei denen es möglich war wegen fehlerhafter Belehrungen den Vertrag jederzeit widerrufen zu können. Dieses Recht wurde den Kunden vom Bundesgerichtshof eingeräumt.Bei einigen gesonderten Fällen war dies aber nicht mehr möglich. Diese Fälle landen dann zur Klärung bei der Finanzaufsicht.

Bei der Rechtschutzversicherung kam der Ärger vor allem von VW Kunden mit Dieselfahrzeugen. VW wollte seinen Käufern eine Nachbesserung der Software anbieten damit waren die meisten aber nicht einverstanden. Sie verlangten Schadenersatzzahlungen oder wollten gar ganz vom Vertrag zurücktreten. Hierfür bestand aber bei den meisten Kunden keine Deckungszusage der Versicherer, da diese bei einem Rechtsstreit keine Chance auf Erfolg sahen.

Der Ombudsmann versucht dann in den meisten Fällen eine gütliche Einigung zu erzielen, ist dies nicht möglich kann er auch eine verbindliche Entscheidung treffen.Der Ombudsmann oder die Ombudsfrau haben die Aufgabe einer unparteiischen Schiedsperson. Sie sollen eine ungerechte Behandlung von Personen verhindern. Er soll einen Fall ohne großen bürokratischen Aufwand schlichten.

Er hat eine unabhängige Betrachtung des Falles, wägt beide Seiten von Argumenten ab und trifft eine Entscheidung nach Schaden Aufwand und Kostenfaktoren. Sein Ziel ist es für beide Seiten eine zufriedenstellende Lösung des Problems zu finden.

Verbraucherzentralen nicht vergessen, Bafin entscheidet oft nicht!

Die eigenen Erfahrungen mit dem BaFin belegen, dass nicht jeder Fall entschieden wird, in zwei Fällen die uns bekannt sind, wurde einfach nicht reagiert oder nur lappidar ein Formbrief erstellt. Erfolgsversprechend hingegen ist die Einschaltung des Verbraucherschutzes, zum Beispiel bei ungenügenden Ablaufleistungen in der Lebensversicherung. Irgendwie scheinen die den neuralgischen Punkt bei den Versicherern zu treffen. Da kann was gehen, wer selbst probieren möchte findet hier die richtigen Kontakte.