Reha oder Pflege – Wie geht es weiter?

Reha oder PflegeDie Versorgungsmöglichkeiten richten sich je nach Art und Schwere ihrer Erkrankung. Im besten Fall werden sie nach Hause entlassen und können sich eventuell mit der Unterstützung von Angehörigen selbst versorgen. Ist dies nicht zu schaffen, gibt es die Möglichkeit eine häusliche Krankenpflege zu beantragen. Ist dies aber nicht ausreichend, ist eine stationäre Versorgung im Pflegeheim, im Rahmen einer Kurzzeitpflege möglich. Findet eine Anschlussbehandlung statt, wird sie in einer Rehabilitationseinrichtung ausgeführt.

Nachstationäre Behandlung

Eine nachstationäre Versorgung im Krankenhaus ist manchmal notwendig, um den medizinischen Behandlungserfolg zu verbessern und sicherzustellen. Etwa zur Wundkontrolle nach einer Operation. Hierzu können sie innerhalb von 14 Tagen an 7 Tagen ins Krankenhaus gebeten werden. Die nachstationäre Behandlung kann auch von einem niedergelassenem Haus oder Facharzt übernommen werden. Diese kann dann im Krankenhaus oder in der Arztpraxis möglich sein.

Wurde eine Anschlussbehandlung verordnet, ist es wichtig für den Erfolg dass sie sofort im erfolgt. Deshalb schon während ihres Aufenthaltes im KH beantragen, um einen zeitnahen Übergang zu erhalten. Sind sie gesetzlich versichert muss dies von ihrem Arzt bestätigt und bei der Krankenkasse beantragt werden. Ein Kliniksozialdienst kann sie hierbei beim ausfüllen unterstützen. Die Anschlussrehabilitation beginn meist nach 14 Tagen ihres Aufenthaltes im KH.

Anschlussheilbehandlung

Eine Anschlussbehandlung erfolgt nach schweren Unfällen oder Erkrankungen wie Tumoren oder einem Schlaganfall. Hier müssen Patienten erst wieder in ihren Alltag zurückfinden und ihre körperlichen Fähigkeiten wiedererlangen. Es braucht viel Zeit und Anstrengung, auch nach Routineeingriffen wie Knie-oder Hüftgelenkoperationen. Die Anschlussbehandlung unterstützt sie darin.Bei einer ambulanten Rehabilitation integrieren sie die Reha-Maßnahmen in ihren Tagesablauf mit ein. (Krankengymnastik, Massagen..)

Bei der teilstationären Rehabilitation findet die Betreuung meist tagsüber im KH statt, am Abend können sie jedoch nach Hause gehen.Bei der stationären Rehabilitation (Kur), sind sie durchgehend unter ärztlicher Kontrolle. Sie lernen mit den psychischen Belastungen umzugehen, um ihren Alltag neu gestalten zu können.Brauchen sie nach ihrer Entlassung weiterhin Hilfe, können sie eine häusliche Krankenpflege beantragen. Je nach Schwere ihrer Krankheit, könnnen sie auch zusätzlich eine Haushaltshilfe bekommen.

Schädel Hirn Trauma- langfristige Reha – Kostenfalle?

??????????????????Spätestens nach dem Unfall von Schumi sind die Folgen eines solchen Ereignisses verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Doch die Frage nach der Kostenübernahme für die anschließende, unter Umständen Jahre dauernde Reha wurde ausgeblendet. Wie ist eigentlich der Normalbürger in diesem Fall abgesichert?

Privatpatient – alles gut?

Ja, wer den richtigen Tarif hat wird keine Probleme bekommen. Es gibt vereinzelt Tarife, bei denen die Absicherung sowie die Kostenübernahme bei Reha und stationären Kuren garantiert sind, von der Art, dem Behandlungsort und der Behandlungszeit.  Doch ist das eher die Ausnahme.

Ein weiteres Problem stellt sich zum Beispiel bei der Nahrungsversorgung. Besonders ältere Tarife haben oft ein simples Problem. Mittel und Präparate zur künstlichen Ernährung sind oftmals nicht im Versicherungsschutz enthalten. Die Kosten dafür liegen bei ca. 3000€ im Monat und müssen unter Umständen von den Angehörigen getragen werden. Zwar kann der Versicherer zahlen, muss es aber nicht in jedem Fall.
Fazit:  Die private Krankenversicherung leistet in einem solchen Fall optimal, wenn das Bedingungswerk das hergibt.

 

Kassenpatient – alles gut?

Wie leistet die „Gesetzliche“?  Die Leistung der GKV wird wie folgt definiert: „ Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten“


Frage:
Welcher Verwalter oder Sachbearbeiter bestimmt die Zweckmäßigkeit oder Wirtschaftlichkeit? Das kann gut gehen, muss aber nicht gut gehen.

Unter Umständen übernimmt auch die Berufsgenossenschaft die Reha im Rahmen des Versicherungsschutzes, je nachdem wann und wie der Unfall passierte.

 

Wie kann man sich effektiv gegen solche Kosten schützen?

Personen, die eine private Krankenversicherung suchen, sollten auf die Bedingungen achten. Nur was expliziert in den Muster- und Tarifbedingungen aufgeführt wird, steht Ihnen im Leistungsfall zur Verfügung. Es gibt durchaus Tarife, die die volle Leistung bringen und nicht unbedingt viel teurer als der Durchschnitt sind.
Ergänzt sollte der Schutz mit einer zusätzlichen Pflegeversicherung werden, eine Absicherung gegen gefährliche Krankheiten und Unfälle gehört außerdem dazu. Diese Punkte gelten sowohl für den Privatversicherten sowie für den gesetzlich Versicherten.

Wie hoch die Versicherungssummen bei Pflegeversicherung und co. sein müssen, klärt nur ein individuelles Beratungsgespräch, Rationalität sollte hier vor Bauchgefühl gehen.

In diesem Sinne: Wer ein Autorennen gewinnen will braucht das leistungsstärkste Auto, wer sich gegen die finanziellen Folgen von Schicksalsschlägen absichern will braucht
leistungsstarke Produkte.

Keep on rockin schumi !

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