Beratungspflicht der Apotheker

Bei Abgabe von Arzneimitteln besteht eine Verpflichtung zur Beratung und Information über die Einnahme des Medikamentes. Der erforderliche Umfang kann dabei unterschiedlich sein. Eine Beratung muss sicherstellen, dass die Informationen richtig übermittelt werden, über die sachgerechte Anwendung des Produktes sowie über eventuelle Neben und Wechselwirkungen. Weiterhin wichtig ist die sachgerechte Aufbewahrung des Arzneimittels. Bei Nachfragen muss ermittelt werden, ob ein weiterer Beratungsbedarf besteht. Diese Beratung kann dann individuell auf die Bedürfnisse des Patienten ausgeführt werden. Apotheker beraten die Versicherten auch, welche Arzneimittel sie rezeptfrei kaufen können oder wann sie lieber einen Arzt aufsuchen sollten. Ein kompetentes Beratungsgespräch informiert außerdem über eine gesunde Lebensweise und es gibt hilfreiche Tipps zur Unterstützung des Heilungsprozesses.

Onlineapotheken

Um eine Onlineapotheke betreiben zu können, muss man sich eine Erlaubnis bei der zuständigen Landesbehörde einholen. Hierfür ist es erforderlich, dass der Versand aus einer öffentlichen Apotheke zusätzlich zu dem üblichen Apothekenbetrieb und nach den dafür geltenden Vorschriften erfolgt. Bestellt kann per Post, per Telefon oder im Internet werden. Das Originalrezept wird dabei immer auf dem Postweg verschickt, da es bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln zwingend notwendig ist. Die Arzneimittelsicherheit gilt für Apotheken gleichermaßen, ob vor Ort oder online, deshalb kann man sich bei den erhaltenen Arzneimitteln sicher sein.

Unter bestimmten Voraussetzungen können die Versicherten auch Arzneimittel von Versandapotheken aus anderen europäischen Staatenbestellen. Im Moment ist der Versand aus Island, den Niederlanden, Schweden, Tschechien und dem Vereinigten Königreich ausdrücklich zugelassen. Diese Apotheken müssen gleichwertige Standards erfüllen wie deutsche Apotheken sowie eine kompetente Beratung in deutscher Sprache gewährleisten. Seit 2015 sind alle Apotheken und sonstige Unternehmen in der Europäischen Union verpflichtet, auf ihren Webseiten das gemeinsame europäische Versandhandelslogo zu verwenden, wenn sie in der Öffentlichkeit über das Internet Arzneimittel anbieten, die zur Anwendung des Menschen bestimmt sind. Auf dieses Logo sollten sie bei einer Bestellung unbedingt achten, dann können sie mit der entsprechend guten Qualität des Produktes rechnen.