Betrug bei Abrechnungen im Kassensystem?

Gesundheitsfonds

Ärzte schreiben einen Kassenpatienten kranker als er wirklich ist? Das kann passieren, gerade im Bereich chronischer Erkrankungen. Aufgefallen sind uns als Makler solche Dinge schon früher. Kunden, die sich bei uns privat versichern wollen, raten wir dazu, die Patientenakte beim Arzt einzuholen. Hintergrund ist die Gesundheitsprüfung im Antrag, die stimmig sein sollte um Ausfälle der Versicherung zu vermeiden.

Niedergeschlagenheit wird zum chronischen Erschöpfungszustand?

Exemplarisch ist ein Beispiel, bei dem ein Patient an leichtem Bluthochdruck litt. Sonst war er fit, es gab keine weiteren Befindlichkeiten. Als die Patientenakte angefordert wurde standen da aber ganz andere Sachen drin. So wurde von einem depressiven chronischen Erschöpfungszustand berichtet, einem Burnout-Vorläufer.
Der Kunde war völlig überrascht von dieser Diagnose. Er war natürlich nicht glücklich über den Bluthochdruck, aber Depressiv?

Keine Versicherungsleistung wegen vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung?

Was wäre passiert, wenn der Kunde den Vertrag abgeschlossen hätte, nur mit dem Punkt „leichter Bluthochdruck“? Der Vertrag wäre angenommen worden, vielleicht mit einem Zuschlag.
Prüft die Versicherung jedoch beim nächsten Leistungsfall genau nach und macht eine Anfrage beim Arzt, wäre diese Aussage in der Patientenakte ein entscheidender Punkt.
Auch wenn der Krankheitsgrund ein völlig anderer gewesen wäre, der mit dieser umschriebenen Depression nichts zu tun hatte, kann die Versicherung ärger machen.
Hätte der Kunde diese Diagnose im Antrag angegeben, wäre es wahrscheinlich nicht zur Annahme gekommen- so das Argument der Versicherung. Die Versicherung könnte dann die Leistung verweigern, sogar vom Vertrag zurücktreten.

Nun im großen Stil?

Doch nun kommt heraus, dass ganze Krankenkassen nachträglich die Arztrechnungen „überarbeitet“ haben um mehr Leistung aus dem staatlichen Gesundheitsfonds zu erhalten. Diese Mehrleistungen erhält die Kasse dann, wenn „einfache Kranke“ auf einmal zu „chronisch Kranken“ werden – wobei die Logik sagt, dass chronisch Kranke in der Versorgung einfach mehr Geld kosten.
Das gesamte System scheint irgendwie komplett aus den Fugen geraten zu sein. Wird es Zeit für einen Neustart?

Auftakt zum Neustart?

Die Bürgerversicherung ist in letzter Zeit wieder vermehrt auf dem Radar der Medien erschienen. Die Idee, eine Versicherung für alle, würde die Private Krankenvollversicherung beerdigen zu Gunsten der staatlichen Versorgungssysteme. Wenn jedoch die o.g. Probleme vorher nicht gelöst werden, betrifft es in Zukunft nur noch mehr Menschen. Die Manipulation von Patientenakten hört wohl nicht einfach durch die Bildung einer Bürgerversicherung auf.

Zahnspange und Chirurg? Freie Arztwahl entscheidet.

Zahnspange Panoramaröntgen VersicherungKieferorthopädische Behandlungen sind Routine. Eine Zahnspange hat jeder schon einmal gesehen oder sogar selbst getragen. Doch wie ein aktueller Fall zeigt, können Zahnspangenbehandlungen erhebliche Selbstbeteiligungen verursachen und sogar den Gang zu Chirurgen nach sich ziehen. Wer hier nicht Kollege Zufall das 100 %-tige gelingen der Behandlung überlassen will, sucht sich den Spezialisten selbst aus. Doch das kann teuer werden.

Wenn der Weisheitszahn quer liegt

Auf dem Panorama Röntgenbild ist auf der linken, unteren Bildseite der querliegende Weisheitszahn zu sehen. Dieser muss nun operativ entfernt werden, und zwar ohne die sehr gelungene kieferorthopädische Zahnspangenbehandlung zu ruinieren.
Es gibt viele gute Chirurgen die diese Behandlung durchführen können. Als Kassenpatient hat man jedoch selten die freie Auswahl. Mit einer entsprechenden Zusatzversicherung ist auch in einem solchen Fall die privatärztliche Operation als Privatpatient versichert.

Unsichtbare Zahnspange?

Über die gesetzliche Krankenversicherung sind nur Zahnspangen und sonstige Materialien versichert, die ausreichend sind und dem Zweck in den Mindestanforderungen dienen. Umgangssprachlich bedeutet das, dass die Behandlung die Zähne halbwegs begradigen soll. Ob das schmerzfrei erfolgt interessiert die Kasse in diesem Fall weniger. Wenn dieser Fakt von Interesse wäre, würden auch Techniken bezahlt werden die schmerzfrei sind. Eine schmerzfreie Behandlung bezahlt der Patient
momentan aus eigener Tasche. Auch interessieren die Aussagen der Klassenkammeraden der meist jungen Patienten weniger…. Drahtbeißer, Blechfresse, Braceface sind sicherlich nur ein kleiner Teil der Sprüche die da kommen.

Da sind wir übrigens nicht selbst draufgekommen, wir haben eine Umfrage unter Zahnspangenträgern gemacht.

Wer den Vorteil einer unsichtbaren Zahnspange genießen will tut das als Kassenpatient auch zum großen Teil aus der eigenen Brieftasche. Jedoch gibt es die Möglichkeit diese Sachen über ein private Krankzusatzversicherung abzudecken.

Zusatzversicherung ist nicht gleich Zusatzversicherung

Zusatzversicherungen die Zahnspangenkosten und OP´s übernehmen gibt es seit einigen Jahren in größerer Anzahl am Versicherungsmarkt. Es gibt jedoch Unterschiede.
Aus unserer Sicht wichtig ist das Versicherungsmerkmal: „Übernahme des Rechnungsbetrages auch ohne Vorleistung der gesetzlichen Kasse“. Weitere Merkmale können zum Beispiel „versicherte Mehrkosten“, keine „Höchstgrenzen pro Zahn“ sein.
Es bietet sich an eine Vollwertige Zahnzusatzversicherung zu wählen die in der Jugend die Zahnspange zahlt und im weiteren Leben als vollwertige Zahnersatzversicherung dient. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen- nicht günstig aber gut!

2 Klassenmedizin im Praxistest

Gibt es Sie wirklich, die 2 Klassenmedizin? Oder handelt es sich hier einfach nur um einen Verkaufstrick geschäftstüchtiger Versicherungsverkäufer?
Versprochen wird eine Behandlung auf dem Niveau eines Privatpatienten bei Abschluss von entsprechenden Zusatzversicherungen. Doch gibt es wirklich Vorteile?

Höhere Behandlungsstandarts für Privatpatienten?

In einigen Bereichen gibt es praktische Erfahrungen, die Belegen, dass optimale Behandlungsmethoden Privatversicherten eher zur Verfügung stehen als gesetzlich Versicherten Patienten. Ein Doktor berichtet:

Können GKV Patienten privatärztliche Leistungen erhalten?

Seit Einführung des Kostenerstattungsprinzips in der gesetzlichen Krankenkasse
ist eine privatärztliche Behandlung für jeden Patienten möglich.
Ein Wechsel vom „normalen“ Sachleistungsprinzip zum Kostenerstattungsprinzip
ist jedoch genau zu überlegen. Privatärztliche Behandlungen verursachen wesentlich mehr Kosten im Vergleich zu Kassenleistungen. Diese Mehrkosten zahlt der Patient aus eigener Tasche.
Gerade im Bereich von Medikamentenverordnungen können die Kosten erheblich sein.
Private Krankenzusatzversicherungen können  im Rahmen der Tarifbedingungen
auch Kosten für derartige Medikamente übernehmen.

2 Klassenmedizin ade

Mit privaten Restkostenversicherungen kann das Kostenrisiko bei privatärztlicher Behandlung aufgefangen werden. Auch die Wahlärztliche Behandlung im Krankenhaus ist möglich, inklusive der dabei verwendeten Materialien und Medikamente.
Eine Behandlung auf dem aktuellen Stand der Medizin ist somit auch für Kassenpatienten zu haben.

Antwort auf Kassenleistungskürzungen

Der Kampf beider Versicherungssystem, der gesetzlichen Krankenkasse und der Privaten Krankenversicherung, wird medial geführt. Frontal 21 zeigt, wie die Kosten-
einsparung zu lasten der Versicherten vorangetrieben wird.
Welche Möglichkeiten es für den einzelnen in betracht kommen um sich in Zukunft vor weiteren Kürzungen zu schützen, möchten wir aufzeigen.

Frontal 21 Bericht – Hilfsmittel – es wird gespart

Ein Erfahrungsbericht aus erster Hand, es macht bestürzt, traurig – es regt zum nachdenken an.

Gesetzlicher Versicherungsschutz wird sich verringern

Es liegt auf der Hand, dass sich der Umfang der Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung auch weiterhin verringern wird.
Die Hintergründe sind vielfältig, aufhalten lässt sich diese Entwicklung wahrscheinlich nicht.
Andere Länder in der EU haben diese Entwicklung bereits hinter sich. Recht stabil
läuft eine Variante, die einen Basisschutz für alle vorsieht, der dann wahlweise um
private Leistungsmodule erweitert werden kann.

Zusatzbausteine für eine optimale, private Absicherung

In Deutschland stehen den Versicherten gesetzlicher Krankenkassen immer mehr
Möglichkeiten offen, privat den Schutz zu ergänzen.
Die radikalste, leistungsstärkste aber auch kostenintensivste Möglichkeit sieht das Kostenerstattungsprinzip vor.
Hier wird der Patient bei der Behandlung als Privatpatient angesehen. Behandlungsmethoden, Therapien und Hilfsmittel werden jetzt anders verordnet.
Die Folge ist ein starker Anstieg der Behandlungskosten welcher vom Patienten zu bezahlen ist.
Immer mehr private Anbieter übernehmen gegen eine Versicherungsprämie diese Mehrkosten zum Teil zu 100%.
Zur Zeit können unter anderem folgende Zusatzleistungen privat gebucht werden:

  • Restkostenabsicherung Kostenerstattung ambulant
  • Psychologische Behandlungen
  • Vorsorge über GKV Niveau
  • Hilfsmittelübernahme ( Rollstühle, Prothesen, Inkontinenzartikel usw..)
  • Kostenerstattung bei Heilmittelverordnungen ( Ergo oder Physiotherapie usw.)
  • Privatärztliche, ambulante und stationäre Behandlung
  • Naturheilkundeverfahren, ambulant und stationär
  • Brillen
  • stationäre Kuren
  • und vieles mehr

Zusatzversicherungen nach Leistung auswählen

Die privaten Zusatzversicherungen können die Lösung in der Frage nach bestmöglicher, medizinischer Versorgung sein.
Wie immer kommt es jedoch auf die Tarifinhalte an. Leistungsversprechen sind schön, eine Leistungsgarantie stellen jedoch nur die in den Tarifbedingungen zugesagten Leistungen dar. Wir bieten daher eine Leistungskalkulation. Wir selektieren auf Wunsch die Versicherungen, die bestimmte Leistungsmerkmale Ihrer Wahl garantiert bieten.

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