Betrug bei Abrechnungen im Kassensystem?

Gesundheitsfonds

Ärzte schreiben einen Kassenpatienten kranker als er wirklich ist? Das kann passieren, gerade im Bereich chronischer Erkrankungen. Aufgefallen sind uns als Makler solche Dinge schon früher. Kunden, die sich bei uns privat versichern wollen, raten wir dazu, die Patientenakte beim Arzt einzuholen. Hintergrund ist die Gesundheitsprüfung im Antrag, die stimmig sein sollte um Ausfälle der Versicherung zu vermeiden.

Niedergeschlagenheit wird zum chronischen Erschöpfungszustand?

Exemplarisch ist ein Beispiel, bei dem ein Patient an leichtem Bluthochdruck litt. Sonst war er fit, es gab keine weiteren Befindlichkeiten. Als die Patientenakte angefordert wurde standen da aber ganz andere Sachen drin. So wurde von einem depressiven chronischen Erschöpfungszustand berichtet, einem Burnout-Vorläufer.
Der Kunde war völlig überrascht von dieser Diagnose. Er war natürlich nicht glücklich über den Bluthochdruck, aber Depressiv?

Keine Versicherungsleistung wegen vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung?

Was wäre passiert, wenn der Kunde den Vertrag abgeschlossen hätte, nur mit dem Punkt „leichter Bluthochdruck“? Der Vertrag wäre angenommen worden, vielleicht mit einem Zuschlag.
Prüft die Versicherung jedoch beim nächsten Leistungsfall genau nach und macht eine Anfrage beim Arzt, wäre diese Aussage in der Patientenakte ein entscheidender Punkt.
Auch wenn der Krankheitsgrund ein völlig anderer gewesen wäre, der mit dieser umschriebenen Depression nichts zu tun hatte, kann die Versicherung ärger machen.
Hätte der Kunde diese Diagnose im Antrag angegeben, wäre es wahrscheinlich nicht zur Annahme gekommen- so das Argument der Versicherung. Die Versicherung könnte dann die Leistung verweigern, sogar vom Vertrag zurücktreten.

Nun im großen Stil?

Doch nun kommt heraus, dass ganze Krankenkassen nachträglich die Arztrechnungen „überarbeitet“ haben um mehr Leistung aus dem staatlichen Gesundheitsfonds zu erhalten. Diese Mehrleistungen erhält die Kasse dann, wenn „einfache Kranke“ auf einmal zu „chronisch Kranken“ werden – wobei die Logik sagt, dass chronisch Kranke in der Versorgung einfach mehr Geld kosten.
Das gesamte System scheint irgendwie komplett aus den Fugen geraten zu sein. Wird es Zeit für einen Neustart?

Auftakt zum Neustart?

Die Bürgerversicherung ist in letzter Zeit wieder vermehrt auf dem Radar der Medien erschienen. Die Idee, eine Versicherung für alle, würde die Private Krankenvollversicherung beerdigen zu Gunsten der staatlichen Versorgungssysteme. Wenn jedoch die o.g. Probleme vorher nicht gelöst werden, betrifft es in Zukunft nur noch mehr Menschen. Die Manipulation von Patientenakten hört wohl nicht einfach durch die Bildung einer Bürgerversicherung auf.

Stimulationshandschuh stellt Tastsinn wieder her

TastsinnEin medizinisches Hilfsmittel ermöglicht Schlaganfallpatienten das wiedererlenen des Tastsinns. Auch eine beeinträchtigte Feinmotorik kann durch diese Methode verbessert werden. Neurowissenschaftler haben einen speziellen Handschuh entwickelt, der durch Stimulation der Fingerspitzen positive Veränderungen in Gehirn erzeugen. Doch zahlt das auch die Krankenversicherung?

Handschuh aus leitfähigem Material mit elektronischen Kontakten

Der Handschuh ist aus eine leitfähigen Material gefertigt. In den Fingerspitzen befinden sich elektronische Kontakte die leichte Impulse abgeben. Der Träger empfindet diese als leichte Massage der Fingerspitzen. Durch den neuronalen Stimulationshandschuh finden positive Veränderungen im Gehirn statt. Bewegungsabläufe, Feinmotorik und Tastsinn können so auf andere Gehirnregionen übertragen und praktisch neu gelernt werden.
Testpersonen berichten, dass Bewegungsabläufe wieder möglich sind die vorher, wenn überhaupt nur eingeschränkt funktionierten. Tastsinn und Feinmotorik verbesserten sich. Zum Beispiel konnten einfache Essbewegungen wieder ausgeführt werden.
Trotz dem der Handschuh 5-mal pro Woche zu Therapiezwecken eingesetzt wurde, konnten Besserungen teilweise erst Monate später eintreten.

Zahlt die Krankenversicherung?

Das kommt auf den Fall an. Es gibt sicherlich Unterschiede zwischen gesetzlichen und privaten Versicherungen. Ausschlaggebend dürfte auch die Grunderkrankung und die Prognose sein. Bei Privatversicherten ist ein offener Hilfsmittelkatalog eine Voraussetzung die Leistung zu erhalten.
Geschlossene Hilfsmittelkataloge hingegen zählen abschließende auf, welche Hilfsmittel versichert sind. Es kann sein, dass dieser Handschuh aufgrund der relativ neuen Technologie nicht im Hilfsmittelkatalog aufgeführt ist und somit die Kostenübernahme nicht möglich ist. Werden die Kosten nicht übernommen, gibt es Alternativen.

Methode seit dem 12. Jahrhundert bekannt

Es ist erstaunlich was zum Beispiel die chinesische Medizin schon vor hunderten von Jahren wusste.Akkupunktur der Fingerspitzen und bestimmte Massagetechniken erreichen vergleichbare Effekte. Personen, deren Feinmotorik weniger eingeschränkt ist können zum Beispiel mit Qi Gong Kugeln Fortschritte erzielen. Sollte eine Krankenversicherung die Kostenübernahme eines Stimulationshandschuhs nicht übernehmen, gibt es Alternativen. Zumindest der Privaten Krankenversicherung kann dann eine Kostenbeteiligung je nach Tarif abgerungen werden, und sei es nur für eine naturheilkundliche Behandlung.

 

Weiter Beiträge: Zusatzversicherung Privatpatient beim Arzt

Folgen von Schönheitsoperationen – keine Versicherung?

Private Krankenversicherung SchönheitsoperationenDie Private Krankenversicherung sichert Kostenübernahme im Rahmen des jeweiligen Tarifes für medizinisch notwendige Heilbehandlungen. Die Krankenversicherung kommt nicht für vorsätzlich herbeigeführte Krankheiten und Unfälle. Der „Einbau“ von Brustimplantaten ist daher nicht Gegenstand der Versicherung, erst recht nicht, wenn später Komplikationen eine zweite OP nach sich zieht. Echt? Weit gefehlt!

Erstaunliches Urteil betrifft Private Krankenversicherung

In einem BGH Urteil vom 15.02.2016 (Az. IV ZR 353/14; VersR 2016, 720) sahen die Richter tatsächlich die Leistungspflicht bestehen. Nicht für die Brust OP an sich, sehr wohl aber für die Behandlung, die notwendig war, weil Komplikationen eingetreten sind.

Muss die Krankenversicherung demnächst alles zahlen?

Die Frage ist nicht ganz abwegig. Trotz Leistungsausschluss in den Versicherungsbedingungen findet ein Gericht nun einen Ausweg. Was eigentlich nicht versichert werden kann, ist nun doch, zumindest hypothetisch, versichert. Muss man nun zu einer Krankenversicherung gleich eine Rechtsschutzversicherung abschließen? Vielleicht keine schlechte Idee. Aber auch da komt es auf die Inhalte an, sonst gibt es unter Umständen zwei Versicherungen die nicht bezahlen wollen.

Ungewollter Effekt

Eine Private Krankenversicherung auf Leistung zu verklagen kann Vorteile bringen. Es gibt Versicherer, die immer wieder dadurch auffallen, dass Klagen über eigentlich selbstverständliche aber dennoch abgelehnte Leistungszusagen öffentlich werden.
Durch Meidung solcher Anbieter erspart sich der Makler ärger, auch der Kunde ist bestens beraten, qualitativ hochwertige Tarife zu wählen. Häufen sich jedoch oben genannte richterliche Entscheidungen, kann es zu einem starken Prämienanstieg auch bei Qualitätsversicherern führen. Es bleibt zu beobachten und abzuwarten.
Oft genug haben Versicherung Leistungen verweigert und kamen vielleicht damit durch, weil sich der Kunde nicht mehr darum gekümmert hat.
Aus diesem Grund wird diese eine Entscheidung contra Versicherung sicherlich keine starken Auswirkungen haben. Ein Zeichen wurde aber dennoch gesetzt: Versicherungsbedingungen können auf den ersten Blick wasserdicht sein- am Ende entscheiden aber die Richter.

 

Weitere Artikel zum Thema Privatpatient : Privatpatient im Krankenhaus

Krankenzusatzversicherung – Zahlen Sie bitte selbst!

Stationäre Zusatzversicherungen bieten gesetzlich Versicherten Personen die Möglichkeit, bei freier Krankenhauswahl eine privatärztliche Behandlung zu wählen. Je nach Grund des Krankenhausaufenthaltes kann man sich so den Facharzt oder den Spezialisten aussuchen. Die Zusatzversicherung zahlt dann den Teil der Rechnung, die von der GKV nicht übernommen wird. Wirklich?

Krankenhäuser sind nicht gleich Krankenhäuser

Private Zusatzversicherungen folgen den Grundbedingungen der Privaten Krankenversicherung. In diesen Muster- und Tarifbedingungen sind die Voraussetzungen
für die Kostenübernahme aufgeführt.
Die Behandlung in Akutkrankenhäusern ist demnach kein Problem, häufig werden aber neben Akutpatienten auch andere Fälle im selben Gebäude behandelt. Werden zum Beispiel auch Kuren im selben Gebäude durchgeführt, kann die Zusatzversicherung die Leistung verweigern. Das kann dann der Fall sein, wenn in den Tarifbedingungen
der Kunde aufgefordert wird, vor Behandlung in einem solchen Krankenhaus ( gemischte Heilanstalt ) eine schriftliche Bestätigung von der Versicherung einzuholen.
Welcher Kunde kennt schon die Tarifbedingungen so detailliert, welcher Kunde weiß schon, ob sein Krankenhaus in diese Kategorie fällt?
Hier setzt Beratung ein, Beratung die wichtig ist um Inhalte zu erkennen und die richtige Versicherung zu wählen.

Gemischte Heilanstalt oder Privatklinik?

Reine Privatkliniken, also Kliniken die keine Kassenpatienten aufnehmen und nicht nach Bundespflegesatzverordnung abrechnen, sind meist vom Versicherungsschutz der Zusatzversicherung ausgeschlossen.
Wenn man es weiß, ist das kein Problem. Stellt man jedoch erst nach der Krankenhausbehandlung fest, dass die Versicherung nicht zahlt, wird es teuer.
Je nach Behandlung können sich die Kosten auf einige zehntausend Euro belaufen.

Spezialisten ja, geht auch ohne Limitierung?

Eine privatärztliche Behandlung sollte über eine Krankenhauszusatzversicherung
immer abgesichert sein. So können Spezialisten und Fachärzte, auch Chefärzte
für die Behandlung engagiert werden.
Doch es gibt weitere Details, die wichtig sind, um eine vollumfängliche Kostenerstattung über die Zusatzversicherung zu erhalten: Die Höhe der Honorare.
Es gibt Versicherungen die auch über den Höchstsätzen liegende Honorare der Privatärzte zahlen. Ein wichtiges Detail. Behandlungsverträge von absoluten Spezialisten können den üblichen Höchstsatz schon um 100% überschreiten. Gut wenn man dann keine Limitierung in seinem Versicherungsvertrag hat.

Welche Leistung für welchen Preis am Markt zu haben ist können Sie mit unserem
TRANSPARENTER prüfen.

Hirnimplantat überbrückt Rückenmarksverletzung

Ein Bericht der New York Times vom 13.04.2016 stellt den ersten funktionierenden Fall einer überbrückten Rückenmarksverletzung durch ein Hirnimplantat vor. Sensoren geben Hirnströme und somit Denkprozesse direkt an die Muskeln des Patienten weiter. Im beschriebenen Fall kann ein Patient mit einer massiven Rückenmarksverletzung (Quadriplegia) nun seine Hand so bewegen, dass er sogar ein Gitarren Videospiel beherrscht. Eine Sensation, wenn man bedenkt, dass der Patient eigentlich nur Bewegungen in den Schultern und den Oberarmmuskeln ausführen kann.

Mobilitätsproblem in wenigen Jahren gelöst

Die Übertragung der Informationen an die Muskeln des Patienten sind nun zwar möglich, weitere Entwicklungen sind aber dennoch notwendig.
Im Moment ist ein ganzes Labor notwendig um die Datenübertragung zu gewährleisten. Aufgrund der rasanten, technischen Entwicklungen könnte in wenigen Jahren eine mobile Version dieser Technologie zur Verfügung stehen.

Zahlt die Krankenversicherung die Behandlung?

Nun, genau lässt sich so etwas im Vorfeld nicht klar darstellen. Jedoch gibt es positive Entwicklungen im Bereich Kostenübernahme durch die Krankenversicherungen. Für einige gelähmte Personen kommt die Nutzung eines Exoskelettes in Frage. Dieses Hilfsmittel erlaubt Personen mit bestimmten Rückenmarksverletzungen das selbstständige laufen. Dadurch wird der gesamte Organismus des Patienten positiv beeinflusst.
Es sind bereits 5 Fälle bekannt, in denen Krankenkassen die 60.000€ teuren Hilfsmittel bezahlten, inklusive der Reha Maßnahme die zusätzlich pro Monat 15.000€ kosten kann.
Es wird also fallabhängige Entscheidungen zu Kostenübernahmen geben. Bei Privaten Krankenversicherungen entscheidet darüber hinaus auch der Inhalt der Versicherungsbedingungen über die Bereitschaft zur Zahlung. Ein Ausschluss wäre zum Beispiel ein geschlossener oder beschränkter Hilfsmittelkatalog.

Hilfsmittel in der Privaten Krankenversicherung

Privatpatienten können bessergestellt sein als gesetzlich versicherte, müssen es aber auch nicht sein. Schließt eine private Krankenversicherung zum Beispiel geschickt den medizinischen Fortschritt in den Tarifbedingungen aus, gibt es für solche Neuentwicklungen sicher keine Leistungszusage.
Verfügt jedoch der Versicherungsvertrag über eine „offene Formulierung“ sieht es für den Patienten besser aus:

Erstattungsfähig sind die Aufwendungen für technische Mittel und Körperersatzstücke, die Behinderungen, Krankheits- oder Unfallfolgen unmittelbar mildern oder ausgleichen sollen, sowie für Behandlungs- und Kontrollgeräte….

 

Es sollten keine Einschränkung auf bestimmte, namentlich bezeichnete Hilfsmittel bestehen und auch keine Beschränkungen wie „einfache oder mittlere Ausführung / Standard“ enthalten sein.

Schön wäre natürlich, wenn dieser Fortschritt jedem Patienten gleichermaßen zur Verfügung stehen könnte, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Wichtig für Kassenpatienten: Ambulante Zusatzversicherung Privatpatient beim Arzt

Private Krankenversicherung vergleich gesetzliche Krankenversicherung

Private Krankenversicherung Vergleich gesetzliche KrankenversicherungWie jedes Jahr, ca. im März, liest man in der Presse Artikel über die teure Private Krankenversicherung und die Wechselmöglichkeiten in die gesetzliche Krankenversicherung.
Argumentation: die Private Krankenversicherung erhöht ständig die Preise… arme Privatversicherte!

Ja, die Private Krankenversicherung hat Tarifanpassungen. Doch ist die gesetzliche Krankenversicherung vor den Gesetzen der Marktwirtschaft befreit?

Wir haben uns einmal die Vergangenheit der gesetzlichen Krankenkassen angesehen, da gab es einige Reformen die Leistungskürzungen verursachten. Man bekommt also pro Reform weniger Leistung für das Geld, was man in Form von Beiträgen an die GKV zahlt.

 

1977: Kostendämpfungsgesetz- Zuzahlung zu Medikamenten, Heilmitteln oder
Verbandmaterial  Begonnen wurde mit einer Mark – wo stehen wir heute?
(zwischen 5€ und 10 € pro  Medikament).
1983: Auch Rentner müssen jetzt eigene Beiträge zahlen.

1989: Gesundheitsreformgesetz – unter anderem werden Festbeträge (Maximalbeträge)
für Medikamente festgesetzt. Der Kunde zahlt die Differenz zu eventuell teureren
Medikamenten selbst. Auch Zahnersatz kommt in das Visier der Kosten-
einsparungen. Trotzdem konnte keine Stabilisierung der Beiträge nicht erreicht
werden.

1993: Budgetierung der Leistungen- für einen begrenzten Zeitraum sind die Leistungen der
gesetzlichen Krankenversicherung budgetiert.
1997: GKV – Neuordnungsgesetze…. bitte zahlen Sie den Großteil der Kosten für
Zahnersatz selbst…

2004: Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung:
10€ Praxisgebühr

2005: Bisherige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung kann nicht gehalten
werden. Die paritätische Finanzierung (Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen hälftig
den Beitrag) wird gekippt, Zusatzbeiträge für den Arbeitnehmer erhoben.

2009: Der Gesundheitsfonds wird aufgelegt. Dadurch sollen die Beiträge der gesetzlichen
Kassen auf gleichem und stabilem Niveau gehalten werden

2011: Beitragssatz der gesetzlichen Kassen steigt trotz Gesundheitsfonds.

Auch wenn die Praxisgebühr wieder abgeschafft wurde, andere zusätzliche Kosten wurden beibehalten. Der Zusatzbeitrag für Versicherte ist ein Merkmal welches immer wieder auftaucht und für nicht unerheblich Mehrausgaben beim Versicherten sorgt.

Ist die gesetzliche Kasse also pauschal günstiger oder besser? Das liegt im Auge des Betrachters.
Für jede Person kann die Antwort anders ausfallen, hängt eine Empfehlung klar von den individuellen Voraussetzungen ab.

Kostenerstattung – 6 Tipps für Privatpatient trotz Kassenmitgliedschaft

Kostenerstattung privatpatient pkv beste behandlung bester serviceKassenpatienten warten lange auf einen Termin bei Fachärzten und Spezialisten und erhalten nur die kostengünstigste Behandlung.
Seit 2007 gibt es jedoch einen Rechtsanspruch auf eine Behandlung als Privatpatient, die Kostenerstattung. Wer die Kostenerstattung wählt, wird beim Arzt als Privatpatient nach ärztlicher Kunst behandelt mit dem Ziel der Heilung oder zumindest Linderung.
Der Patient erhält dann die Behandlungsrechnung welche zum Teil von der Krankenkasse beglichen wird. Den Restbetrag bezahlt eine private Krankenzusatzversicherung. Wenn Sie auf folgende Punkte achten, habe Sie in Zukunft eine bessere ärztliche Versorgung.

 

  1. Stellen Sie vor dem Wechsel in das Kostenerstattungsprinzip sicher, dass Sie privat versicherbar sind (Gesundheitsfragen/ Gesundheitsprüfung).
  2. Private Krankenversicherungen können leistungsfreie Wartezeiten aufweisen, stellen Sie bei Abschluss einen nahtlosen Versicherungsverlauf sicher.
  3. Wählen Sie nur Anbieter aus, die auch 100% der Kosten für Arzt (mit Kassenzulassung), Arzneimittel, Heilmittel und Hilfsmittel übernehmen.
  4. Sinnvoll ist es darauf zu achten, dass auch Privatärzte ohne Kassenzulassung im Versicherungsschutz enthalten sind.
  5. Psychotherapie ist auch versicherbar und sollte eingeschlossen sein.
  6. Einige Versicherungsgesellschaften übernehmen den pauschalen Verwaltungskostenabschlag.

 

Weitere Tipps zum Thema Krankenzusatzversicherung erhalten Sie unter: TK Zusatzversicherung Kostenerstattung

 

5 Tipps bei der Auswahl einer Krankenhausversicherung

Die richtige Krankenhauszusatzversicherung

Eine Krankenhausversicherung ist eine  Ergänzung zur gesetzlichen Krankenkasse. Man kann den Status Privatpatient mit 1 Bettzimmer erhalten. Wenn also mal „der Kittel brennt“ und man einen Arzt wie Dr. House braucht, kann man dies über eine stationäre Zusatzversicherung absichern.

 

Doch da beginnt meist das Problem, welche Versicherung soll es sein? Dafür einige Tipps von uns:

  1. Arztrechnungen sollten auch oberhalb der Höchstsätze der Gebührenordnung für Ärzte versichert sein- Top Spezialisten rechnen meist in diesem Bereich die Kosten ab.
  2. Privatkliniken sollten versichert sein – Privatpatient in der Privatklinik- schwer zu toppen.
  3. Leistungsausschlüsse beachten: Im Kleingedruckten stehen die Beschränkungen des Versicherungsschutzes wie zum Beispiel freie Krankenhauswahl, gemischte Heilanstalten, Krieg und Terror Klauseln.
  4. Leistung bei stationärer Reha ist versicherbar – im Fall der Fälle Gold wert.
  5. Ambulante Operationen im Krankenhaus als Privatpatient- werden immer häufiger eiungesetzt.

weitere Infos gibt es hier

 

„Fühlende“ Prothesen – in 5 Jahren Markteinführung?

Fühlende Prothesen ermöglichen ein fast normales Leben trotz des Verlustes von Körperteilen. Eine Firma aus Wien stellte nun eine „fühlende Beinprothese“ vor, mit der sogar das Klettern möglich wird. In 5 Jahren sollen die Modelle am Markt erhältlich sein, doch übernimmt die Krankenversicherung die Kosten für die Hightech Prothesen?

Mit dem Hightech Bein an der Kletterwand

Mit einer Beinprothese die Kletterwand zu erklimmen sieht nicht nur beeindruckend aus. Es ist auch Hoffnung für alle Betroffenen auf einen enormen Entwicklungssprung in Bereich prothetischer Versorgung. ( https://youtu.be/IV7PUePlLRk )
Die Prothese „fühlt“ mit Sensoren. Diese sind mit den Nervenansätzen im Bein verbunden und geben die ertasteten Informationen weiter. Durch die Verbindung mit den Nervensträngen ist es möglich, die Informationen der Sensoren direkt an das Gehirn weiterzugeben.
So entsteht eine wesentlich verbesserte Einsatzmöglichkeit der Prothese bei schwierigen Aufgaben.

Zahlt die Versicherung diese Prothese ? Das „Kleingedruckte“ entscheidet

Diese Frage wird bis auf wenige Ausnahmen nur in direktem Dialog mit den Versicherungen zu beantworten sein.  Die gesetzliche Krankenkasse könnte die Kosten sicherlich übernehmen, bestehen doch milliardenschwere Rücklagen. Einem positiven Kostenbescheid entgegen könnte jedoch das Sozialgesetzbuch stehen. Dort werden die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse unter anderem wie folgt vorgegeben: Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein. Außerdem darf das Maß des notwendigen nicht überschritten werden.
Wie eine „fühlende“ Prothese in diese gesetzliche Vorgabe passt, muss sicherlich von Fall zu Fall geklärt werden.

Bei den „Privaten“ könnte man meinen, dass diese Prothesen problemlos bezahlt werden, doch auch hier gibt es im Kleingedruckten tückische Formulierungen.
So gibt es Formulierungen, die zwar sagen, dass alle Hilfsmittel – und dazu gehören die Prothesen, bezahlt werden, jedoch nur in „funktionaler Standartausführung“.  Andere formulieren Höchstgrenzen oder vorherige Prüfungen in die Bedingungen hinein. Nur ganz wenige Premiumtarife
lassen bedingungsgemäß erkennen, dass die prothetische Versorgung mit solch „fühlenden“ künstlichen Gliedmaßen nicht konträr läuft.

Alternative Versicherung für die Kostenübernahme bei Prothesen?

Wenn die Krankenversicherung die Kosten nicht übernimmt, können andere Versicherungspolicen die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Vorstellbar wären verschiedene Formen der Invaliditätsabsicherung.

Hilfsmittel bei der privaten Krankenversicherung

Kapitalleistung bei körperlicher Funktionsbeeinträchtigung

 

Krankenhauszusatzversicherung -Ambulante Operationen werden nicht gezahlt?

 Fotolia_45342100_XS.jpg

Trostpflaster bei Leistungsverweigerung? Fehlanzeige! Beratung schützt!

Eine private Krankenhauszusatzversicherung
ist sinnvoll. Über diese Versicherung können Mitglieder gesetzlicher Krankenversicherungen zum Beispiel die Behandlung und Diagnostik durch Spezialisten absichern, stationäre Kuren oder auch das Einbettzimmer abrechnen.  Durch Veränderungen in den Behandlungsmethoden bleiben nun einige Patienten auf Kosten sitzen. Ambulante Operationen werden immer häufiger in Krankenhäusern durchgeführt, nur Spezialpolicen bieten hier Kostendeckung.

Ambulante OP oder stationäre Aufnahme?

Eine ambulante Operation ist dadurch definiert, dass der Patient weder die Nacht vor noch nach der OP im Krankenhaus verbringt. Eine stationäre Behandlung hingegen zieht sich mindestens über einen Tag und eine Nacht hin.
Aus Kostengründen einerseits und der Erschließung neuer Umsatzmöglichkeiten für Krankenhäuser andererseits, nimmt die Anzahl der ambulanten Operationen stetig zu.

1,9 Mio. Operationen – Zusatzversicherungen verweigern Kosten für Facharzt

Immer häufiger werden Operationen, zum Beispiel komplizierte Knieoperationen, ambulant und nicht stationär durchgeführt. 1,9 Mio. ambulante Operationen waren es allein im Jahr 2011. Schließt die Krankenhauszusatzversicherung definitiv das Merkmal „ ambulante Operation“ in den Leistungsumfang ein, übernimmt die Zusatzversicherung auch die Folgekosten durch die privatärztliche Behandlung. Das können einige tausend Euro sein, je nach Eingriff und Schwierigkeitsgrad.
Fehlt die Leistungserweiterung, verweigert die Zusatzversicherung in der Regel die Kostenübernahme.

Inhaltsbezogene Beratung sichert Kostenübernahme

Wer als Privatpatient trotz Kassenmitgliedschaft auf Nummer sicher gehen will, sucht die Krankenhauszusatzversicherung nach Tarifinhalten aus. In diesen Tarifinhalten garantieren die Versicherungen verschiedene Kostenübernahmen. Spezialmakler können diese Tarifinhalte transparent darstellen.
Nicht nur ambulante Operationen sind dabei ein Thema. Unter anderem werden auch Transportkosten, die Gebührenordnung für Ärzte, freie Krankenhauswahl, homöopathische Behandlungen oder auch Leistungen bei Reha oder Kur durchleuchtet.
Nur eine transparente Beratung zu garantierten Versicherungsleistungen ermöglicht dem Interessenten eine präzise Tarifauswahl. Die Entscheidung für einen speziellen Tarif basiert dann auf nichts anderem als auf Fakten.

Fazit: Privatpatient trotz Kassenmitgliedschaft funktioniert – es kommt wie immer auf die Qualität der Zusatzversicherung an. Interessenten sollten bei der Beratung auf die Darstellung der Tarifinhalte achten.

weitere Artikel:

Privatpatient Arzt, Zahnarzt, Krankenhaus

Leistungsübersicht Stationäre Zusatzversicherung

Bild:Fotolia_45342100_XS.jpg