MR Sellink – Untersuchung ohne lästige Sonde

MR Sellink als nichtinversive Untersuchungsmethode

Deutschland gehört zu den Ländern mit den fortschrittlichsten, medizinischen Verfügbarkeiten.Insbesondere in der High End Medizin stehen völlig neue Untersuchungsmethoden zur Verfügung.Wie sich dies darstellen kann, möchten wir mit einem realen Beispiel belegen.

Darmuntersuchungen von „außen“

Bei verschiedenen Symptomen ist es notwendig, auch den Darm des Patienten zu untersuchen. Normalerweise passiert das mit einer Darmspiegelung, die jedoch nur einen kleinen Teil des bis zu 7 Meter langen Organs. Speziell im Bereich des Dünndarms sind die Untersuchungsmethoden bisher umständlich und wahrscheinlich auch unangenehm gewesen.
Für eine solche Untersuchung war bisher eine Darmsonde notwendig. Diese wurde über Nase oder Mund durch den Magen bis in das zu untersuchende Areal gebracht. Dort angekommen, wurden bis zu 2 Liter einer Flüssigkeit namens Methylzellulose über die Sonde eingebracht. Die anschließende Computertomographie erzeugte dann das Bild zur weiteren Untersuchung. Es geht aber auch ohne Sonde und ohne Strahlenbelastung.

Krankenhauszusatzversicherung hilft

Eine Untersuchung ohne Strahlenbelastung und ohne Sonde ist möglich. Dieses Verfahren ist unter anderem als MR Sellink bekannt. Nach Eigenrecherchen stießen wir auch auf die Bezeichnung MR Enterographie- selber Ablauf mit vergleichbaren Vorteilen.

Hier bekommt der Patient 1 bis 2 Stunden vor der Untersuchung 1,5 Liter eine Flüssigkeit, die er in Intervallen zu sich nehmen soll. Ist dies geschehen erfolgt die Untersuchung im MRT wobei dabei das Kontrastmittel über die Vene zugeführt wird. Hier gab es klar die Wahrnehmung, dass der Puls bei Gabe des Kontrastmittels stark erhöhte. Ob es nun am Kontrastmittel selbst lag oder an den Umständen der Enge des CT´s kann nicht genau gesagt werden, der Puls fuhr kurze Zeit später wieder auf Normalniveau zurück.
Insgesamt war diese Untersuchung von den Ergebnissen her optimal. Die Bilder des CT waren sehr klar und gaben detailliert Auskunft über die Situation. Nicht alle Krankenhäuser verfügen jedoch über diese Möglichkeiten. Eine private Krankenhauszusatzversicherung hilft und übernimmt die Mehrkosten, die bei freier Krankenhauswahl und modernen Untersuchungsmethoden entstehen können.
Wichtig sind jedoch hier auch die Tarifinhalte. Diese Regeln die Leistungen, die eine vernünftige Zusatzversicherung zu erbringen bereit ist. Etwa 20 Prozent der verfügbaren Versicherungstarife verfügen über umfangreiche Leistungen.
Unser Kunde bekam die Mehrkosten, die von den gesetzlichen Kassen nicht getragen wurden, zu 100% ersetzt – immerhin ein 4 -stelliger Betrag.

Blässe, Schwäche und Herzklopfen – Anämie?

woman-829179_640Ein Sprichwort sagt: Wenn man einen Frosch in kochendes Wasser wirft, dann tut er alles, um dem Inferno zu entkommen. Setzt man ihn aber in lauwarmes Wasser und erhöht langsam die Temperatur, dann kocht er bei lebendigem Leibe, ohne dass er Anstrengungen macht, sein Wärmegefängnis zu verlassen.
Stimmt das? Die Entwicklungen einiger Erkrankungen verläuft genauso. Bei einer Anämie tritt eine vergleichbare Entwicklung auf. Langsam schwindet die Kondition, die Haut wird blasser, die Herzfrequenz nimmt zu, man wird reizbarer und irgendwann merkt man, dass etwas nicht stimmt.
Dann ist das Kind schon in den Brunnen gefallen guter Rat teuer. Zusätzlich zum teuren guten Rat brauchen Mitglieder in der gesetzlichen Krankenkasse noch etwas Geduld – Fachärzte haben Wartezeiten. Es gibt jedoch auch die Möglichkeiten für Kassenpatienten, eine privatärztliche Behandlung zu erhalten und so auf Wartezeiten und Mindestbehandlung
zu verzichten.

Hämoglobin und Hämatokrit niedrig, Rest des Blutes auch komisch

Wie zeigt sich eine Anämie? Ganz einfach, wer es kaum schafft, eine normale Treppe zum nächsten Stockwerk zu erklimmen, jedoch nichts von einer Herzkrankheit weis, könnte an einer Anämie leiden. Hinzu kommen noch Kurzatmigkeit, Müdigkeit, meist nachmittags sowie eine Gereiztheit oder Ungeduld und eine blasse Hautfarbe.
Irgendwann können diese Symptome nicht mehr ignoriert werden, der Gang zum Arzt ist die Folge. Ein Blutbild gibt recht schnell Aufschluss über die Ursachen, die zu den Symptomen führen. Ist der Hämoglobinwert niedrig, etwa bei 50% der Norm und sind noch andere Werte wie Hämatokrit oder MCV zu niedrig, gibt es schnell die pauschale Aussage Anämie.

2 Klassenmedizin ohne Auswirkungen?

Hier fällt der erste große Unterschied von Kassenärztlichen Leistungen zu privatärztlichen Leistungen auf. In einem aktuellen Fall ist es so, dass ein Kassenarzt von einem Rezidiv (Eisenmangel trat das zweite Mal innerhalb eines gewissen Zeitraumes auf) spricht und eine Blutung im inneren andeutet. Nächster Termin zur weiteren Untersuchung 7 Tage später!

Kurze Rücksprache mit einem Privatarzt – „Hier sollte ein CT mit Kontrastmitteln unmittelbar gemacht werden“- Selbstzahlung möglich, etwa 1800€. Weiterhin sollte das Blutbild unter einem Mikroskop speziell beurteilt werden. Termin innerhalb 48 Stunden möglich.

 

Kommt jetzt der Kassenarzt, der Internist ist, ohne CT aus? Oder folgt bei der nächsten Untersuchung die Überweisung zum CT? Wie sieht es dann mit Wartezeiten aus, sind 3 Monate normal oder gibt es auch einen Termin innerhalb eines Monats?

Ausweg Kostenerstattungsprinzip?

Die gesetzlichen Kassen haben erkannt, dass sich das Bewusstsein ihrer Mitglieder geändert hat. Privatleistungen werden immer häufiger nachgefragt. Die Kassen bieten deshalb ihren Mitgliedern das Kostenerstattungsprinzip an. Dadurch kann eine privatärztliche Behandlung in Anspruch genommen werden. Im Allgemeinen bedeutet dies eine intensivere Untersuchung und Diagnostik, Wegfall der Wartezeiten, freie Arztwahl und vieles mehr.

Achtung Kosten

Die Kassen ermöglichen zwar Ihren Mitgliedern mehr Leistung in Anspruch zu nehmen, zahlen aber nur den Satz, der bei einer „normalen“ Behandlung angefallen wäre. Im aktuellen Beispiel wäre da die Frage, ob ein CT in diesem Fall überhaupt bezahlt worden wäre.  Aus diesem Grund werden spezielle Zusatzversicherungen für das Kostenerstattungsprinzip angeboten, die solche Kosten übernehmen.
Je nach Budget können diese Zusatzversicherungen in unterschiedlichen Leistungsstufen gezeichnet werden. Hier ist jedoch darauf zu achten, dass der Antrag auf Kostenerstattung bei der Krankenkasse richtig ausgefüllt wird. Wer für seine Kinder diesen Vorteil nutzen will, kommt mit recht günstigen Versicherungsprämien in den Genuss der privatärztlichen Behandlung.

Vielleicht interessant: Kostenerstattungsprinzip im Krankenhaus?

Privatpatient im Krankenhaus – kaum Unterschiede?

Krankenhäuser rufen bei den meisten ein ungutes Gefühl hervor, ist es doch eine Stätte die man ungern freiwillig aufsucht. Eben dieses Problem versuchen die Chefetagen der Krankenhäuser durch „Gesundheitsleistungen“ zu umgehen. Ein neues Image muss her, aber nur für den, der die extra Leistungen auch bezahlt. Nicht selten gibt es Privatabteilungen die es durchaus mit einem Marriott oder Hilton aufnehmen können. Doch es gibt wichtigere Leistungspunkte als nur die Ausstattung und das Ambiente.

Alle Leistungen gleich?

Welche Leistungen sind den auf jeden Fall vorhanden? Die Antwort liefert eine Definition:

Allgemeine Krankenhausleistungen sind die Krankenhausleistungen, die unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit des Krankenhauses im Einzelfall nach Art und Schwere der Krankheit für die medizinisch zweckmäßige und ausreichende Versorgung des Patienten notwendig sind.

Unter der Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit des Krankenhauses? Was, wenn ein Krankenhaus nicht die beste Leistungsfähigkeit aufweist? Wer ein besseres Krankenhaus selbst wählen möchte, kann mit Zusatzkosten konfrontiert werden.
Wer eine „ausreichende“ Behandlung gegen eine optimale Behandlung tauschen möchte, verlässt die Basisleistungen in Richtung Wahlleistungen und so fallen auch hier Zusatzkosten an, die mit einer entsprechenden Zusatzversicherung abgedeckt werden.

Optimale Behandlung im Krankenhaus?

Neben einer „ausreichenden“ Behandlung ist auch die Behandlung nach ärztlicher Kunst möglich und dieser Unterschied ermöglicht die bestmögliche Behandlung. Hierfür kann ein Spezialist, Chefarzt oder Chirurg frei gewählt werden sowie auch die eingesetzten Therapien oder Materialien. Welche Unterschiede noch bestehen, zeigt die folgende Reportage:

Achtung – Privatkliniken meist nicht versichert

Doch es gibt auch Einschränkungen. Wer sich in einer reinen Privatklinik behandeln lassen will, sollte vorab eine Leistungszusage der involvierten Krankenversicherungen einholen. Höchstwahrscheinlich kommt es dort zur Ablehnung der Kostenübernahme.
Leistungen gibt es hingegen bei den Krankenhäusern die Privatabteilungen haben, jedoch regulär Kassenpatienten behandeln.

Die Privatabteilungen dieser Krankenhäuser sind meist sehr gut eingerichtet und neben einer optimalen Therapie werden meist noch folgende zusätzliche Leistungen geboten:

  • Aufnahme direkt auf Station durch Servicekräfte
  • Persönliche Betreuung durch eine Servicekraft
  • Eigener Sanitärbereich
  • Elektrisch verstellbare Komfortbetten
  • Gesonderte Verpflegung
  • TV und Telefon ohne Grundgebühr
  • Auf Anfrage Surfsticks für den Internetzugang auf Notebooks (gegen Gebühr)

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Stammzellentherapie – Gefahr oder Segen?

stammzellenMit wiederkehrender Regelmäßigkeit werden medizinische Durchbrüche bei der Behandlung von Querschnittslähmungen, Krebs, Multiple Sklerose, Diabetes oder sogar Parkinson gemeldet. Ist die Stammzellentherapie tatsächlich die nächste „Wunderheilung“ des 21. Jahrhunderts?
Ja zum Teil schon und nein, weil nicht alles „Versprochene“ möglich ist.

Was ist die Stammzellentherapie?

Der Mensch verfügt über viele verschiedene Zellarten im Körper, beispielsweise Nervenzellen, Muskelzellen oder auch Hautzellen. Ganz grob gesagt sind Stammzellen die „Urzellen“ aus denen sich die unterschiedlichen Zelltypen entwickelt haben. Sie können bei verschiedenen Therapien zur Heilung eingesetzt werden. Bekannte Therapieverfahren existieren zum Beispiel bei der Behandlung von Leukämie. Aber auch bei speziellen Verletzungen des Rückenmarks können vergleichbare Verfahren eingesetzt werden um Körperfunktionen wiederherzustellen.
In einem Fall gelang es sogar, eine Querschnitzlähmung so zu behandeln, dass der Patient ein fast normales Leben weiterführen konnte. Hierfür wurden besondere Zellen im Rückenmark verpflanzt, die unterbrochene Nervenbahnen praktisch überbrücken. Außerhalb der bekannten Therapien bei Leukämie oder bei der Hodgkin-Krankheit befindet sich die Stammzellentherapie jedoch in einem experimentellen Stadium.

Stammzellentourismus

Schwer kranke Menschen lassen sich jedoch vom experimentellen Stand in der Stammzellenforschung nicht abschrecken. Meist als „letzte Hoffnung“ angesehen werden dort 20.000 bis 50.000 $ pro Behandlung auf den Tisch gelegt. In China, Israel oder auch den USA werden solche BBehandlungen angeboten, gegen Vorkasse natürlich.

Leistet die Krankenversicherung?

Bei den von der Schulmedizin anerkannten und erfolgreichen Therapiearten würden zumindest die Privaten Krankenversicherungen die Leistungen übernehmen. Gesetzliche Kassen würden noch prüfen, ob es eine andere „ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche“ Methode gibt. Die Privaten bringen jedoch noch den Vorteil der freien Arztwahl mit, sodass man im Fall der Fälle den Spezialisten selbst auswählen kann. Gesetzlich versicherte haben da nur die Chance über eine private Krankenhauszusatzversicherung den Ort der Behandlung zumindest in Deutschland selbst zu bestimmen. Wer in eine Uniklinik möchte kann die dort entstehenden Mehrkosten übrigens auch über die Zusatzversicherung abdecken.

Stimulationshandschuh stellt Tastsinn wieder her

TastsinnEin medizinisches Hilfsmittel ermöglicht Schlaganfallpatienten das wiedererlenen des Tastsinns. Auch eine beeinträchtigte Feinmotorik kann durch diese Methode verbessert werden. Neurowissenschaftler haben einen speziellen Handschuh entwickelt, der durch Stimulation der Fingerspitzen positive Veränderungen in Gehirn erzeugen. Doch zahlt das auch die Krankenversicherung?

Handschuh aus leitfähigem Material mit elektronischen Kontakten

Der Handschuh ist aus eine leitfähigen Material gefertigt. In den Fingerspitzen befinden sich elektronische Kontakte die leichte Impulse abgeben. Der Träger empfindet diese als leichte Massage der Fingerspitzen. Durch den neuronalen Stimulationshandschuh finden positive Veränderungen im Gehirn statt. Bewegungsabläufe, Feinmotorik und Tastsinn können so auf andere Gehirnregionen übertragen und praktisch neu gelernt werden.
Testpersonen berichten, dass Bewegungsabläufe wieder möglich sind die vorher, wenn überhaupt nur eingeschränkt funktionierten. Tastsinn und Feinmotorik verbesserten sich. Zum Beispiel konnten einfache Essbewegungen wieder ausgeführt werden.
Trotz dem der Handschuh 5-mal pro Woche zu Therapiezwecken eingesetzt wurde, konnten Besserungen teilweise erst Monate später eintreten.

Zahlt die Krankenversicherung?

Das kommt auf den Fall an. Es gibt sicherlich Unterschiede zwischen gesetzlichen und privaten Versicherungen. Ausschlaggebend dürfte auch die Grunderkrankung und die Prognose sein. Bei Privatversicherten ist ein offener Hilfsmittelkatalog eine Voraussetzung die Leistung zu erhalten.
Geschlossene Hilfsmittelkataloge hingegen zählen abschließende auf, welche Hilfsmittel versichert sind. Es kann sein, dass dieser Handschuh aufgrund der relativ neuen Technologie nicht im Hilfsmittelkatalog aufgeführt ist und somit die Kostenübernahme nicht möglich ist. Werden die Kosten nicht übernommen, gibt es Alternativen.

Methode seit dem 12. Jahrhundert bekannt

Es ist erstaunlich was zum Beispiel die chinesische Medizin schon vor hunderten von Jahren wusste.Akkupunktur der Fingerspitzen und bestimmte Massagetechniken erreichen vergleichbare Effekte. Personen, deren Feinmotorik weniger eingeschränkt ist können zum Beispiel mit Qi Gong Kugeln Fortschritte erzielen. Sollte eine Krankenversicherung die Kostenübernahme eines Stimulationshandschuhs nicht übernehmen, gibt es Alternativen. Zumindest der Privaten Krankenversicherung kann dann eine Kostenbeteiligung je nach Tarif abgerungen werden, und sei es nur für eine naturheilkundliche Behandlung.

 

Weiter Beiträge: Zusatzversicherung Privatpatient beim Arzt

In der Patientenakte steht nicht alles drin

Kurzmitteilung

frog-1339904_1920Immer mehr gesetzliche Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern Auskünfte über Behandlungsverläufe an. Solche Auskünfte werden unter anderem benötigt, um private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen sicher zu beantragen. Private Krankenversicherungen benötigen im Gegensatz zu gesetzlichen Versicherungssystemen Auskunft über die Gesundheit der Kunden. Ob ein Antrag angenommen wird oder nicht, ist unter anderem abhängig von den im Antrag angegebenen Gesundheitsauskünften. Immer mehr Kunden möchten die Gesundheitsfragen mit Hilfe dieser Patientenauskunft beantworten. Doch die Patientenakte der Kasse ist nicht immer vollständig.

Keine Datenerhebung beim Kostenerstattungsprinzip

In den Aufzeichnungen der gesetzlichen Kassen sind Behandlungstermine und die behandelnden Ärzte genannt. Diese Aufzeichnungen stellen jedoch nur den Behandlungsverlauf in der Sachleistung dar. Das Sachleistungsprinzip ist Standard in der gesetzlichen Kasse und ermöglicht dem Mitglied die Behandlung auf Krankenkarte. Wählt das Kassenmitglied jedoch das Kostenerstattungsprinzip und wird somit zum Privatpatienten, entfallen diese Aufzeichnungen.

Patientenakte direkt vom Arzt

Die Alternative ist die Patientenakte direkt vom Arzt. Dort sind auch Informationen zu Diagnosen, Behandlungsverläufen und Medikamenten enthalten. Die Patientenakte direkt vom Arzt hilft unter Umständen mehr bei der Beantwortung von Gesundheitsfragen.

Kostenerstattung Krankenkasse

Folgen von Schönheitsoperationen – keine Versicherung?

Private Krankenversicherung SchönheitsoperationenDie Private Krankenversicherung sichert Kostenübernahme im Rahmen des jeweiligen Tarifes für medizinisch notwendige Heilbehandlungen. Die Krankenversicherung kommt nicht für vorsätzlich herbeigeführte Krankheiten und Unfälle. Der „Einbau“ von Brustimplantaten ist daher nicht Gegenstand der Versicherung, erst recht nicht, wenn später Komplikationen eine zweite OP nach sich zieht. Echt? Weit gefehlt!

Erstaunliches Urteil betrifft Private Krankenversicherung

In einem BGH Urteil vom 15.02.2016 (Az. IV ZR 353/14; VersR 2016, 720) sahen die Richter tatsächlich die Leistungspflicht bestehen. Nicht für die Brust OP an sich, sehr wohl aber für die Behandlung, die notwendig war, weil Komplikationen eingetreten sind.

Muss die Krankenversicherung demnächst alles zahlen?

Die Frage ist nicht ganz abwegig. Trotz Leistungsausschluss in den Versicherungsbedingungen findet ein Gericht nun einen Ausweg. Was eigentlich nicht versichert werden kann, ist nun doch, zumindest hypothetisch, versichert. Muss man nun zu einer Krankenversicherung gleich eine Rechtsschutzversicherung abschließen? Vielleicht keine schlechte Idee. Aber auch da komt es auf die Inhalte an, sonst gibt es unter Umständen zwei Versicherungen die nicht bezahlen wollen.

Ungewollter Effekt

Eine Private Krankenversicherung auf Leistung zu verklagen kann Vorteile bringen. Es gibt Versicherer, die immer wieder dadurch auffallen, dass Klagen über eigentlich selbstverständliche aber dennoch abgelehnte Leistungszusagen öffentlich werden.
Durch Meidung solcher Anbieter erspart sich der Makler ärger, auch der Kunde ist bestens beraten, qualitativ hochwertige Tarife zu wählen. Häufen sich jedoch oben genannte richterliche Entscheidungen, kann es zu einem starken Prämienanstieg auch bei Qualitätsversicherern führen. Es bleibt zu beobachten und abzuwarten.
Oft genug haben Versicherung Leistungen verweigert und kamen vielleicht damit durch, weil sich der Kunde nicht mehr darum gekümmert hat.
Aus diesem Grund wird diese eine Entscheidung contra Versicherung sicherlich keine starken Auswirkungen haben. Ein Zeichen wurde aber dennoch gesetzt: Versicherungsbedingungen können auf den ersten Blick wasserdicht sein- am Ende entscheiden aber die Richter.

 

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Zahnspange und Chirurg? Freie Arztwahl entscheidet.

Zahnspange Panoramaröntgen VersicherungKieferorthopädische Behandlungen sind Routine. Eine Zahnspange hat jeder schon einmal gesehen oder sogar selbst getragen. Doch wie ein aktueller Fall zeigt, können Zahnspangenbehandlungen erhebliche Selbstbeteiligungen verursachen und sogar den Gang zu Chirurgen nach sich ziehen. Wer hier nicht Kollege Zufall das 100 %-tige gelingen der Behandlung überlassen will, sucht sich den Spezialisten selbst aus. Doch das kann teuer werden.

Wenn der Weisheitszahn quer liegt

Auf dem Panorama Röntgenbild ist auf der linken, unteren Bildseite der querliegende Weisheitszahn zu sehen. Dieser muss nun operativ entfernt werden, und zwar ohne die sehr gelungene kieferorthopädische Zahnspangenbehandlung zu ruinieren.
Es gibt viele gute Chirurgen die diese Behandlung durchführen können. Als Kassenpatient hat man jedoch selten die freie Auswahl. Mit einer entsprechenden Zusatzversicherung ist auch in einem solchen Fall die privatärztliche Operation als Privatpatient versichert.

Unsichtbare Zahnspange?

Über die gesetzliche Krankenversicherung sind nur Zahnspangen und sonstige Materialien versichert, die ausreichend sind und dem Zweck in den Mindestanforderungen dienen. Umgangssprachlich bedeutet das, dass die Behandlung die Zähne halbwegs begradigen soll. Ob das schmerzfrei erfolgt interessiert die Kasse in diesem Fall weniger. Wenn dieser Fakt von Interesse wäre, würden auch Techniken bezahlt werden die schmerzfrei sind. Eine schmerzfreie Behandlung bezahlt der Patient
momentan aus eigener Tasche. Auch interessieren die Aussagen der Klassenkammeraden der meist jungen Patienten weniger…. Drahtbeißer, Blechfresse, Braceface sind sicherlich nur ein kleiner Teil der Sprüche die da kommen.

Da sind wir übrigens nicht selbst draufgekommen, wir haben eine Umfrage unter Zahnspangenträgern gemacht.

Wer den Vorteil einer unsichtbaren Zahnspange genießen will tut das als Kassenpatient auch zum großen Teil aus der eigenen Brieftasche. Jedoch gibt es die Möglichkeit diese Sachen über ein private Krankzusatzversicherung abzudecken.

Zusatzversicherung ist nicht gleich Zusatzversicherung

Zusatzversicherungen die Zahnspangenkosten und OP´s übernehmen gibt es seit einigen Jahren in größerer Anzahl am Versicherungsmarkt. Es gibt jedoch Unterschiede.
Aus unserer Sicht wichtig ist das Versicherungsmerkmal: „Übernahme des Rechnungsbetrages auch ohne Vorleistung der gesetzlichen Kasse“. Weitere Merkmale können zum Beispiel „versicherte Mehrkosten“, keine „Höchstgrenzen pro Zahn“ sein.
Es bietet sich an eine Vollwertige Zahnzusatzversicherung zu wählen die in der Jugend die Zahnspange zahlt und im weiteren Leben als vollwertige Zahnersatzversicherung dient. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen- nicht günstig aber gut!

Krankenzusatzversicherung – Zahlen Sie bitte selbst!

Stationäre Zusatzversicherungen bieten gesetzlich Versicherten Personen die Möglichkeit, bei freier Krankenhauswahl eine privatärztliche Behandlung zu wählen. Je nach Grund des Krankenhausaufenthaltes kann man sich so den Facharzt oder den Spezialisten aussuchen. Die Zusatzversicherung zahlt dann den Teil der Rechnung, die von der GKV nicht übernommen wird. Wirklich?

Krankenhäuser sind nicht gleich Krankenhäuser

Private Zusatzversicherungen folgen den Grundbedingungen der Privaten Krankenversicherung. In diesen Muster- und Tarifbedingungen sind die Voraussetzungen
für die Kostenübernahme aufgeführt.
Die Behandlung in Akutkrankenhäusern ist demnach kein Problem, häufig werden aber neben Akutpatienten auch andere Fälle im selben Gebäude behandelt. Werden zum Beispiel auch Kuren im selben Gebäude durchgeführt, kann die Zusatzversicherung die Leistung verweigern. Das kann dann der Fall sein, wenn in den Tarifbedingungen
der Kunde aufgefordert wird, vor Behandlung in einem solchen Krankenhaus ( gemischte Heilanstalt ) eine schriftliche Bestätigung von der Versicherung einzuholen.
Welcher Kunde kennt schon die Tarifbedingungen so detailliert, welcher Kunde weiß schon, ob sein Krankenhaus in diese Kategorie fällt?
Hier setzt Beratung ein, Beratung die wichtig ist um Inhalte zu erkennen und die richtige Versicherung zu wählen.

Gemischte Heilanstalt oder Privatklinik?

Reine Privatkliniken, also Kliniken die keine Kassenpatienten aufnehmen und nicht nach Bundespflegesatzverordnung abrechnen, sind meist vom Versicherungsschutz der Zusatzversicherung ausgeschlossen.
Wenn man es weiß, ist das kein Problem. Stellt man jedoch erst nach der Krankenhausbehandlung fest, dass die Versicherung nicht zahlt, wird es teuer.
Je nach Behandlung können sich die Kosten auf einige zehntausend Euro belaufen.

Spezialisten ja, geht auch ohne Limitierung?

Eine privatärztliche Behandlung sollte über eine Krankenhauszusatzversicherung
immer abgesichert sein. So können Spezialisten und Fachärzte, auch Chefärzte
für die Behandlung engagiert werden.
Doch es gibt weitere Details, die wichtig sind, um eine vollumfängliche Kostenerstattung über die Zusatzversicherung zu erhalten: Die Höhe der Honorare.
Es gibt Versicherungen die auch über den Höchstsätzen liegende Honorare der Privatärzte zahlen. Ein wichtiges Detail. Behandlungsverträge von absoluten Spezialisten können den üblichen Höchstsatz schon um 100% überschreiten. Gut wenn man dann keine Limitierung in seinem Versicherungsvertrag hat.

Welche Leistung für welchen Preis am Markt zu haben ist können Sie mit unserem
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2 Klassenmedizin im Praxistest

Gibt es Sie wirklich, die 2 Klassenmedizin? Oder handelt es sich hier einfach nur um einen Verkaufstrick geschäftstüchtiger Versicherungsverkäufer?
Versprochen wird eine Behandlung auf dem Niveau eines Privatpatienten bei Abschluss von entsprechenden Zusatzversicherungen. Doch gibt es wirklich Vorteile?

Höhere Behandlungsstandarts für Privatpatienten?

In einigen Bereichen gibt es praktische Erfahrungen, die Belegen, dass optimale Behandlungsmethoden Privatversicherten eher zur Verfügung stehen als gesetzlich Versicherten Patienten. Ein Doktor berichtet:

Können GKV Patienten privatärztliche Leistungen erhalten?

Seit Einführung des Kostenerstattungsprinzips in der gesetzlichen Krankenkasse
ist eine privatärztliche Behandlung für jeden Patienten möglich.
Ein Wechsel vom „normalen“ Sachleistungsprinzip zum Kostenerstattungsprinzip
ist jedoch genau zu überlegen. Privatärztliche Behandlungen verursachen wesentlich mehr Kosten im Vergleich zu Kassenleistungen. Diese Mehrkosten zahlt der Patient aus eigener Tasche.
Gerade im Bereich von Medikamentenverordnungen können die Kosten erheblich sein.
Private Krankenzusatzversicherungen können  im Rahmen der Tarifbedingungen
auch Kosten für derartige Medikamente übernehmen.

2 Klassenmedizin ade

Mit privaten Restkostenversicherungen kann das Kostenrisiko bei privatärztlicher Behandlung aufgefangen werden. Auch die Wahlärztliche Behandlung im Krankenhaus ist möglich, inklusive der dabei verwendeten Materialien und Medikamente.
Eine Behandlung auf dem aktuellen Stand der Medizin ist somit auch für Kassenpatienten zu haben.