Die beste Vorbereitung auf einen Krankenhausaufenthalt

Fotolia_50633325_XSBei einem geplanten Krankenhausaufenthalt sollte man die Zeit vorher nutzen um alles in Ruhe vorzubereiten. Erledigen sie wichtige Sachen und treffen sie Vorkehrungen für zu Hause für die Zeit ihrer Abwesenheit. (Haustiere in Pflege geben, wer gießt die Blumen und lüftet die Wohnung, Zeitung….) Stellen sie ihre eigenen Unterlagen zusammen die sie benötigen und klären sie wichtige Details ab, wie etwa ihre Medikamente nun einzunehmen sind oder vielleicht vor einer Operation sogar abzusetzen sind. Bei den meisten Eingriffen dürfen sie mehrere Stunden vorher nichts mehr essen und oft auch nichts mehr trinken. Dies alles sollten sie mit ihrem Arzt besprechen.

Krankenkasse zahlt Haushaltshilfe

Informieren Sie Ihre Freunde und Verwandten, ihre Nachbarn sowie ihren Arbeitgeber über ihren Aufenthalt. Hinterlegen sie einen Schlüssel für ihre Hilfen.Sollten sie längere Zeit im Krankenhaus bleiben müssen, stellen sie sicher ob ihre laufenden Kosten gedeckt sind, Termine noch abgesagt oder verschoben werden müssen. Bei Bedarf bevollmächtigen sie eine Person ihres Vertrauens für wichtige Angelegenheiten. Müssen ihre Kinder betreut werden, erkundigen sie sich bei ihrer Krankenkasse nach der Möglichkeit einer Haushaltshilfe.

Dokumente die nicht fehlen sollten:

Versichertenkarte, Personalausweis oder Reisepass, Einweisungs- oder Überweisungsschein, Daten ihres Hausarztes ,Telefonnummern der Angehörigen, Medikamentenliste die sie regelmäßig einnehmen müssen, eventuell schon vorliegende Befunde (Röntgen oder Ultraschallbilder, EKG), Gesundheitspässe (Impfpass, Diabetiker, Mutterpass…), einen Nachweis über ihre Krankenhaustagegeldversicherung, eventuell Zuzahlungsbefreiungen ihrer Krankenkasse

Eine Notfallvorkehrung kann auch ganz gut sein, wie eine Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht.Persönliche Dinge sollten sie in Ruhe aussuchen, hier einige Vorschläge:

Brille, Gehhilfen und Hörgeräte, Schlafanzug, Bademantel, Trainingsanzug, Hausschuhe, Wechsel Unterwäsche, Bücher, Schreibutensilien, Musik und Fotos von den Liebsten, Körperpflegeartikel und etwas Bargeld – dies benötigt man meist zum anmelden des Telefons, oder man ist in der Lage das Bett zu verlassen, dann kann man Kaffee oder Tee trinken gehen oder sich die neueste Zeitschrift holen, um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.

 

Auch wichtig: Für eine optimale Behandlung im Krankenhaus empfiehlt sich eine Krankenhauszusatzversicherung.

Sachleistung oder Kostenerstattung im Krankenhaus?

GKV Mitglieder können über das Kostenerstattungsprinzip eine privatärztliche Behandlung in Anspruch nehmen. Sachleistung oder Kostenerstattung im Krankenhaus : Was im ambulanten Bereich Sinn macht, kann doch im stationären Bereich nicht falsch sein, oder?

Privatärztliche Behandlung im Krankenhaus für Kassenpatienten.

Privatpatient auf Antrag

Eine privatärztliche Behandlung macht Sinn, steht dadurch doch das Wohlergehen des Patienten im Vordergrund. Auch wenn das deutsche Gesundheitssystem weltweit zu den Besten gehört, im Ernstfall oder im Bereich der Prävention stehen nur dem Privatpatienten alle Optionen zur Verfügung.
Aus diesem Grund wurde von den gesetzlichen Kassen auch das Kostenerstattungsprinzip eingeführt. Dadurch können gesetzlich Versicherte sich wie ein Privatpatient behandeln lassen. Die Kostenerstattung gibt es auf Antrag bei der jeweiligen GKV.Beispiel: Barmer Antrag Kostenerstattung

Kostenerstattungsprinzip Antrag Barmer

Kostenerstattungsprinzip Antrag Barmer

Doch man sollte folgendes beachten: Die Kasse übernimmt nur die Grundkosten, also die Beträge, die mindestens von der Krankenkasse im „normalen“ System gezahlt worden wären. Die Restkosten, die gerade im Bereich der Arzneimittel horrende Summen erreichen können, zahlt man selbst- Ausweg : eine private Krankenzusatzversicherung.

Viele Auswahlmöglichkeiten, aber welche ist die Richtige?

Vier separate Auswahlmöglichkeiten und eine Komplettauswahl. Kann man beruhigt alle Möglichkeiten auswählen oder nicht?

  • Ärztliche Versorgung: diese steht für den ambulanten Bereich. Wer diesen Bereich ankreuzt kann sich bei einem Arzt mit Kassenzulassung privat behandeln lassen. Auf die Voraussetzung der Kassenzulassung wird explizit hingewiesen im Satz unter den Auswahlmöglichkeiten.
  • Keine Einschränkung bei Privatärzten ohne Kassenzulassung: Trotz des Hinweises der Barmer ist eine Kostenübernahme bei reinen Privatärzten möglich, es muss nur mit der privaten Versicherung vereinbart werden. Eine Leistung erfolgt dann auch ohne Vorleistung der GKV.
  • Veranlasste Leistungen wie Medikamente, Heilmittel, Hilfsmittel usw.:
    Hier kann es Schwierigkeiten geben. Nicht jede Zusatzversicherung leistet in diesen Bereichen. Abhängig von der gewählten Zusatzversicherung können spürbare Kostenauf den Pateinten zukommen. Ein entsprechender Berater erkennt jedoch die Fallstricke und bietet die passende Zusatzversicherung an.
  • Zahnärztliche Leistungen: Kann auch gewählt werden, abhängig von der Zusatzversicherung.
    Notwendig ist dieser Punkt aus unserer Sicht jedoch nicht da es heute besondere Zahnzusatzversicherungen am Markt gibt die hervorragenden Schutz bieten.
  • Stationäre Leistungen: Aus unserer Sicht ungünstig. Wählt das Mitglied diesen Punkt, kommt es mindestens zu einem erhöhten Verwaltungsaufwand ohne Leistungsvorteile. Im Gegenteil, im Einzelfall können tatsächlich Kosten entstehen, auf denen der Patient sitzen bleibt.

DRG Abrechnungssystem im Krankenhaus für Kasse und Privat

Krankenhausbehandlungen werden nach Fallpauschalen abgerechnet, den DRG (Diagnosis Related Groups). Wie die DRG´s mit den Leistungsträgern, sprich entweder den gesetzlichen oder privaten Leistungsträgern abgerechnet wird, ist geregelt. Ganz grob gesagt werden bis hier hin Kassen und Privatpatienten gleichbehandelt. Wahlleistungen stehen darüber hinaus nur dem Privatpatienten zu. Das bezieht sich dann auf die Unterkunft (1 und 2 Bettzimmer) sowie die privatärztliche Behandlung. Hier ist der springende Punkt. Die privatärztliche Behandlung ermöglicht über die DRG´s hinaus eine optimale Behandlung nach ärztlicher Kunst. Bei OP´s können zum Beispiel andere Materialien oder Operationsformen verwendet werden. Auch Arzneimittel können sich unterscheiden.

Doch wie ist dieses Optimum zu erreichen? Aus unserer Sicht belässt man einfach den „stationären Bereich“ im herkömmlichen System. Man kreuzt diesen Punkt einfach nicht im Antrag an. Eine leistungsstarke Krankenhauszusatzversicherung liefert von sich aus alle benötigten Leistungen. Im Leistungsfall rechnet das Krankenhaus die DRG´s mit der gesetzlichen Kasse direkt ab und die Differenzrechnung für die Privatbehandlung bekommt der Patient zur Weiterreichung an die Zusatzversicherung.

Was wäre, wenn man trotzdem ankreuzt?

Man erhält im Leistungsfall die Rechnung, auch die für die gesetzliche Kasse, direkt vom Krankenhaus und reicht diese dann ein. Die GKV zahlt die DRG´s nach Katalog, den Rest muss man sich dann von der privaten Zusatzversicherung holen. Ein Arbeitsschritt mehr, wer braucht das schon?

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