Blässe, Schwäche und Herzklopfen – Anämie?

woman-829179_640Ein Sprichwort sagt: Wenn man einen Frosch in kochendes Wasser wirft, dann tut er alles, um dem Inferno zu entkommen. Setzt man ihn aber in lauwarmes Wasser und erhöht langsam die Temperatur, dann kocht er bei lebendigem Leibe, ohne dass er Anstrengungen macht, sein Wärmegefängnis zu verlassen.
Stimmt das? Die Entwicklungen einiger Erkrankungen verläuft genauso. Bei einer Anämie tritt eine vergleichbare Entwicklung auf. Langsam schwindet die Kondition, die Haut wird blasser, die Herzfrequenz nimmt zu, man wird reizbarer und irgendwann merkt man, dass etwas nicht stimmt.
Dann ist das Kind schon in den Brunnen gefallen guter Rat teuer. Zusätzlich zum teuren guten Rat brauchen Mitglieder in der gesetzlichen Krankenkasse noch etwas Geduld – Fachärzte haben Wartezeiten. Es gibt jedoch auch die Möglichkeiten für Kassenpatienten, eine privatärztliche Behandlung zu erhalten und so auf Wartezeiten und Mindestbehandlung
zu verzichten.

Hämoglobin und Hämatokrit niedrig, Rest des Blutes auch komisch

Wie zeigt sich eine Anämie? Ganz einfach, wer es kaum schafft, eine normale Treppe zum nächsten Stockwerk zu erklimmen, jedoch nichts von einer Herzkrankheit weis, könnte an einer Anämie leiden. Hinzu kommen noch Kurzatmigkeit, Müdigkeit, meist nachmittags sowie eine Gereiztheit oder Ungeduld und eine blasse Hautfarbe.
Irgendwann können diese Symptome nicht mehr ignoriert werden, der Gang zum Arzt ist die Folge. Ein Blutbild gibt recht schnell Aufschluss über die Ursachen, die zu den Symptomen führen. Ist der Hämoglobinwert niedrig, etwa bei 50% der Norm und sind noch andere Werte wie Hämatokrit oder MCV zu niedrig, gibt es schnell die pauschale Aussage Anämie.

2 Klassenmedizin ohne Auswirkungen?

Hier fällt der erste große Unterschied von Kassenärztlichen Leistungen zu privatärztlichen Leistungen auf. In einem aktuellen Fall ist es so, dass ein Kassenarzt von einem Rezidiv (Eisenmangel trat das zweite Mal innerhalb eines gewissen Zeitraumes auf) spricht und eine Blutung im inneren andeutet. Nächster Termin zur weiteren Untersuchung 7 Tage später!

Kurze Rücksprache mit einem Privatarzt – „Hier sollte ein CT mit Kontrastmitteln unmittelbar gemacht werden“- Selbstzahlung möglich, etwa 1800€. Weiterhin sollte das Blutbild unter einem Mikroskop speziell beurteilt werden. Termin innerhalb 48 Stunden möglich.

 

Kommt jetzt der Kassenarzt, der Internist ist, ohne CT aus? Oder folgt bei der nächsten Untersuchung die Überweisung zum CT? Wie sieht es dann mit Wartezeiten aus, sind 3 Monate normal oder gibt es auch einen Termin innerhalb eines Monats?

Ausweg Kostenerstattungsprinzip?

Die gesetzlichen Kassen haben erkannt, dass sich das Bewusstsein ihrer Mitglieder geändert hat. Privatleistungen werden immer häufiger nachgefragt. Die Kassen bieten deshalb ihren Mitgliedern das Kostenerstattungsprinzip an. Dadurch kann eine privatärztliche Behandlung in Anspruch genommen werden. Im Allgemeinen bedeutet dies eine intensivere Untersuchung und Diagnostik, Wegfall der Wartezeiten, freie Arztwahl und vieles mehr.

Achtung Kosten

Die Kassen ermöglichen zwar Ihren Mitgliedern mehr Leistung in Anspruch zu nehmen, zahlen aber nur den Satz, der bei einer „normalen“ Behandlung angefallen wäre. Im aktuellen Beispiel wäre da die Frage, ob ein CT in diesem Fall überhaupt bezahlt worden wäre.  Aus diesem Grund werden spezielle Zusatzversicherungen für das Kostenerstattungsprinzip angeboten, die solche Kosten übernehmen.
Je nach Budget können diese Zusatzversicherungen in unterschiedlichen Leistungsstufen gezeichnet werden. Hier ist jedoch darauf zu achten, dass der Antrag auf Kostenerstattung bei der Krankenkasse richtig ausgefüllt wird. Wer für seine Kinder diesen Vorteil nutzen will, kommt mit recht günstigen Versicherungsprämien in den Genuss der privatärztlichen Behandlung.

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Magenoperation zur Gewichtsreduzierung?

Übergewicht ist ein Phänomen unserer Zeit. Stark Übergewichtig ist man laut Definition ab einem BMI von 40. Ein 40-jähriger Mann mit einer Körpergröße von 1,75 wäre ab einem Gewicht von 124 Kg in diesem Bereich angelangt. Hier kämen Operationen zur Magenverkleinerung in Betracht, um nachhaltige Gewichtsreduktion zu gewährleisten. Doch zahlen Versicherungen Operationen wo Diäten helfen könnten?

Das Märchen der wirksamen Diät

Gebe es wirksame Diäten, bräuchte man keine Magenverkleinerungen- so schaut´s nun einmal aus. Die Gründe für extremes Übergewicht liegen nur selten an reinen Essgewohnheiten allein. Eine Kombination aus verschiedenen, auch psychischen Faktoren ist häufiger der Grund. Als Beispiel seinen hier die unterschiedlichen Auswirkungen von Stress genannt. Stress wirkt in den meisten Fällen kontraproduktiv und lässt das Gewicht ansteigen. In wenigen Fällen sorgt Stress zwar auch für eine Reduzierung, aber nur dadurch, dass die betroffene Person dann gar nichts mehr ist.
Bei extremen Übergewicht geht es um mehr als nur Ernährungspläne.

Magenverkleinerung – hoher Preis für Symptombekämpfung?

Es gibt verschiedene Arten von Magenverkleinerungen die sofort erfolgreich wirken, jedoch auch ein Risiko an sich sind. Wer mit diesem Übergewicht längere Zeit zu kämpfen hatte, dürfte körperliche Schäden aufweisen. Herz und Kreislaufprobleme, meist auch Verbunden mit Diabetes sowie Nierenproblemen, machen eine Operation zum Risiko für den Patienten. Krankenversicherer sehen das auch aus kaufmännischer Sicht. Ein minimalinvasiver Eingriff wo ein Magenband angelegt wird, kann ja nicht teuer sein, oder? Weit gefehlt!

85.000€ für eine Magen OP

Was kann passieren, dass ein Krankenhausaufenthalt für eine Magen OP dann doch einige 10.000 € kostet? Es hat etwas mit den möglicherweise auftretenden Komplikationen nach der Operation zu tun. In besagtem Fall benötigte der Patient nach der Operation einen ein wöchigen Aufenthalt auf der Intensivstation. Parallel versagte die letzte funktionierende Niere, sodass eine Dialyse notwendig wurde. Der gesamte Aufenthalt im Krankenhaus dauerte somit fast zwei Monate. Dank High End Medizin und des Könnens der Ärzte, ist der Patient heute, ein Jahr nach der Operation, wohlauf und rund 80 KG leichter.

Zu teuer für die Versicherung?

Der Patient war Selbstzahler, sodass es keine Abrechnungsprobleme mit einer gesetzlichen Krankenkasse gab. Aber wie würden die Kassen auf eine derartige Operation im Vorfeld reagieren? Überlebenschance gegeben, Wahrscheinlichkeit hoher Folgekosten (Intensivmedizin, 2-monatiger Krankenhausaufenthalt) ist enorm.
Ohne Operation hätte der Patient laut Arzt wohl keine zwei Monate mehr gelebt. In einer solchen Situation dann mit der Krankenversicherung über die Behandlungskosten zu verhandeln kann tödlich enden.

Vorsorge sollte ernster betrieben werden

Vorsorgeuntersuchungen helfen frühzeitig, gewisse Entwicklungen zu erkennen und zu korrigieren. Doch wie wird das Thema Vorsorge angegangen? Die gesetzlichen Kassen haben nur beschränkte Mittel. Private Krankenversicherungen liefern hingegen das komplette Programm. Wer diese Vorteile nutzen will, kann zum Beispiel private Zusatzversicherungen abschließen. Hiermit können dann gezielte Vorsorgeuntersuchungen außerhalb des Leistungsrahmens der Krankenkassen wahrgenommen werden.
Vielleicht ist die Zeit gekommen, eine gesunde Lebensführung zu fördern. Dazu gehört Bewegung und gesunde Ernährung aber auch Stressresistenzen aufzubauen bzw. Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu vermeiden. Es ist kaufmännisch wesentlich effizienter Vorsorge zu betreiben als nachher die großen Schäden zu kompensieren. Ständig steigende Versicherungsprämien bei privaten und gesetzlichen Versicherungen sind keine Lösung für die Zukunft, ein anderes Vorsorgekonzept schon.

Betriebliche Krankenversicherung – vielversprechender Ansatz

Einige Tarife der betrieblichen Krankenversicherung bieten erste nachhaltige Lösungsansätze in Sachen Prävention. Neben den Standards werden auch tiefgreifendere Untersuchungen bis hin zur Messung des Erschöpfungszustandes vorgenommen. Bei intensiven Blutuntersuchungen können frühzeitig Mangelerscheinungen erkannt werden. Die Untersuchungsmöglichkeiten sind so vielfältig, dass wir hierzu einen extra Beitrag erstellen werden.

Der Punkt ist aber der, dass Lösungen bereits existieren. Setzen sie sich durch, können die Kostenbelastungen der Krankenkassen nachhaltig reduziert werden.

 

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Chefarzt und 1 Bettzimmer für Kassenpatienten? : Krankenhauszusatzversicherung vergleichen

Stammzellentherapie – Gefahr oder Segen?

stammzellenMit wiederkehrender Regelmäßigkeit werden medizinische Durchbrüche bei der Behandlung von Querschnittslähmungen, Krebs, Multiple Sklerose, Diabetes oder sogar Parkinson gemeldet. Ist die Stammzellentherapie tatsächlich die nächste „Wunderheilung“ des 21. Jahrhunderts?
Ja zum Teil schon und nein, weil nicht alles „Versprochene“ möglich ist.

Was ist die Stammzellentherapie?

Der Mensch verfügt über viele verschiedene Zellarten im Körper, beispielsweise Nervenzellen, Muskelzellen oder auch Hautzellen. Ganz grob gesagt sind Stammzellen die „Urzellen“ aus denen sich die unterschiedlichen Zelltypen entwickelt haben. Sie können bei verschiedenen Therapien zur Heilung eingesetzt werden. Bekannte Therapieverfahren existieren zum Beispiel bei der Behandlung von Leukämie. Aber auch bei speziellen Verletzungen des Rückenmarks können vergleichbare Verfahren eingesetzt werden um Körperfunktionen wiederherzustellen.
In einem Fall gelang es sogar, eine Querschnitzlähmung so zu behandeln, dass der Patient ein fast normales Leben weiterführen konnte. Hierfür wurden besondere Zellen im Rückenmark verpflanzt, die unterbrochene Nervenbahnen praktisch überbrücken. Außerhalb der bekannten Therapien bei Leukämie oder bei der Hodgkin-Krankheit befindet sich die Stammzellentherapie jedoch in einem experimentellen Stadium.

Stammzellentourismus

Schwer kranke Menschen lassen sich jedoch vom experimentellen Stand in der Stammzellenforschung nicht abschrecken. Meist als „letzte Hoffnung“ angesehen werden dort 20.000 bis 50.000 $ pro Behandlung auf den Tisch gelegt. In China, Israel oder auch den USA werden solche BBehandlungen angeboten, gegen Vorkasse natürlich.

Leistet die Krankenversicherung?

Bei den von der Schulmedizin anerkannten und erfolgreichen Therapiearten würden zumindest die Privaten Krankenversicherungen die Leistungen übernehmen. Gesetzliche Kassen würden noch prüfen, ob es eine andere „ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche“ Methode gibt. Die Privaten bringen jedoch noch den Vorteil der freien Arztwahl mit, sodass man im Fall der Fälle den Spezialisten selbst auswählen kann. Gesetzlich versicherte haben da nur die Chance über eine private Krankenhauszusatzversicherung den Ort der Behandlung zumindest in Deutschland selbst zu bestimmen. Wer in eine Uniklinik möchte kann die dort entstehenden Mehrkosten übrigens auch über die Zusatzversicherung abdecken.

Stimulationshandschuh stellt Tastsinn wieder her

TastsinnEin medizinisches Hilfsmittel ermöglicht Schlaganfallpatienten das wiedererlenen des Tastsinns. Auch eine beeinträchtigte Feinmotorik kann durch diese Methode verbessert werden. Neurowissenschaftler haben einen speziellen Handschuh entwickelt, der durch Stimulation der Fingerspitzen positive Veränderungen in Gehirn erzeugen. Doch zahlt das auch die Krankenversicherung?

Handschuh aus leitfähigem Material mit elektronischen Kontakten

Der Handschuh ist aus eine leitfähigen Material gefertigt. In den Fingerspitzen befinden sich elektronische Kontakte die leichte Impulse abgeben. Der Träger empfindet diese als leichte Massage der Fingerspitzen. Durch den neuronalen Stimulationshandschuh finden positive Veränderungen im Gehirn statt. Bewegungsabläufe, Feinmotorik und Tastsinn können so auf andere Gehirnregionen übertragen und praktisch neu gelernt werden.
Testpersonen berichten, dass Bewegungsabläufe wieder möglich sind die vorher, wenn überhaupt nur eingeschränkt funktionierten. Tastsinn und Feinmotorik verbesserten sich. Zum Beispiel konnten einfache Essbewegungen wieder ausgeführt werden.
Trotz dem der Handschuh 5-mal pro Woche zu Therapiezwecken eingesetzt wurde, konnten Besserungen teilweise erst Monate später eintreten.

Zahlt die Krankenversicherung?

Das kommt auf den Fall an. Es gibt sicherlich Unterschiede zwischen gesetzlichen und privaten Versicherungen. Ausschlaggebend dürfte auch die Grunderkrankung und die Prognose sein. Bei Privatversicherten ist ein offener Hilfsmittelkatalog eine Voraussetzung die Leistung zu erhalten.
Geschlossene Hilfsmittelkataloge hingegen zählen abschließende auf, welche Hilfsmittel versichert sind. Es kann sein, dass dieser Handschuh aufgrund der relativ neuen Technologie nicht im Hilfsmittelkatalog aufgeführt ist und somit die Kostenübernahme nicht möglich ist. Werden die Kosten nicht übernommen, gibt es Alternativen.

Methode seit dem 12. Jahrhundert bekannt

Es ist erstaunlich was zum Beispiel die chinesische Medizin schon vor hunderten von Jahren wusste.Akkupunktur der Fingerspitzen und bestimmte Massagetechniken erreichen vergleichbare Effekte. Personen, deren Feinmotorik weniger eingeschränkt ist können zum Beispiel mit Qi Gong Kugeln Fortschritte erzielen. Sollte eine Krankenversicherung die Kostenübernahme eines Stimulationshandschuhs nicht übernehmen, gibt es Alternativen. Zumindest der Privaten Krankenversicherung kann dann eine Kostenbeteiligung je nach Tarif abgerungen werden, und sei es nur für eine naturheilkundliche Behandlung.

 

Weiter Beiträge: Zusatzversicherung Privatpatient beim Arzt

In der Patientenakte steht nicht alles drin

Kurzmitteilung

frog-1339904_1920Immer mehr gesetzliche Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern Auskünfte über Behandlungsverläufe an. Solche Auskünfte werden unter anderem benötigt, um private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen sicher zu beantragen. Private Krankenversicherungen benötigen im Gegensatz zu gesetzlichen Versicherungssystemen Auskunft über die Gesundheit der Kunden. Ob ein Antrag angenommen wird oder nicht, ist unter anderem abhängig von den im Antrag angegebenen Gesundheitsauskünften. Immer mehr Kunden möchten die Gesundheitsfragen mit Hilfe dieser Patientenauskunft beantworten. Doch die Patientenakte der Kasse ist nicht immer vollständig.

Keine Datenerhebung beim Kostenerstattungsprinzip

In den Aufzeichnungen der gesetzlichen Kassen sind Behandlungstermine und die behandelnden Ärzte genannt. Diese Aufzeichnungen stellen jedoch nur den Behandlungsverlauf in der Sachleistung dar. Das Sachleistungsprinzip ist Standard in der gesetzlichen Kasse und ermöglicht dem Mitglied die Behandlung auf Krankenkarte. Wählt das Kassenmitglied jedoch das Kostenerstattungsprinzip und wird somit zum Privatpatienten, entfallen diese Aufzeichnungen.

Patientenakte direkt vom Arzt

Die Alternative ist die Patientenakte direkt vom Arzt. Dort sind auch Informationen zu Diagnosen, Behandlungsverläufen und Medikamenten enthalten. Die Patientenakte direkt vom Arzt hilft unter Umständen mehr bei der Beantwortung von Gesundheitsfragen.

Kostenerstattung Krankenkasse

Antwort auf Kassenleistungskürzungen

Der Kampf beider Versicherungssystem, der gesetzlichen Krankenkasse und der Privaten Krankenversicherung, wird medial geführt. Frontal 21 zeigt, wie die Kosten-
einsparung zu lasten der Versicherten vorangetrieben wird.
Welche Möglichkeiten es für den einzelnen in betracht kommen um sich in Zukunft vor weiteren Kürzungen zu schützen, möchten wir aufzeigen.

Frontal 21 Bericht – Hilfsmittel – es wird gespart

Ein Erfahrungsbericht aus erster Hand, es macht bestürzt, traurig – es regt zum nachdenken an.

Gesetzlicher Versicherungsschutz wird sich verringern

Es liegt auf der Hand, dass sich der Umfang der Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung auch weiterhin verringern wird.
Die Hintergründe sind vielfältig, aufhalten lässt sich diese Entwicklung wahrscheinlich nicht.
Andere Länder in der EU haben diese Entwicklung bereits hinter sich. Recht stabil
läuft eine Variante, die einen Basisschutz für alle vorsieht, der dann wahlweise um
private Leistungsmodule erweitert werden kann.

Zusatzbausteine für eine optimale, private Absicherung

In Deutschland stehen den Versicherten gesetzlicher Krankenkassen immer mehr
Möglichkeiten offen, privat den Schutz zu ergänzen.
Die radikalste, leistungsstärkste aber auch kostenintensivste Möglichkeit sieht das Kostenerstattungsprinzip vor.
Hier wird der Patient bei der Behandlung als Privatpatient angesehen. Behandlungsmethoden, Therapien und Hilfsmittel werden jetzt anders verordnet.
Die Folge ist ein starker Anstieg der Behandlungskosten welcher vom Patienten zu bezahlen ist.
Immer mehr private Anbieter übernehmen gegen eine Versicherungsprämie diese Mehrkosten zum Teil zu 100%.
Zur Zeit können unter anderem folgende Zusatzleistungen privat gebucht werden:

  • Restkostenabsicherung Kostenerstattung ambulant
  • Psychologische Behandlungen
  • Vorsorge über GKV Niveau
  • Hilfsmittelübernahme ( Rollstühle, Prothesen, Inkontinenzartikel usw..)
  • Kostenerstattung bei Heilmittelverordnungen ( Ergo oder Physiotherapie usw.)
  • Privatärztliche, ambulante und stationäre Behandlung
  • Naturheilkundeverfahren, ambulant und stationär
  • Brillen
  • stationäre Kuren
  • und vieles mehr

Zusatzversicherungen nach Leistung auswählen

Die privaten Zusatzversicherungen können die Lösung in der Frage nach bestmöglicher, medizinischer Versorgung sein.
Wie immer kommt es jedoch auf die Tarifinhalte an. Leistungsversprechen sind schön, eine Leistungsgarantie stellen jedoch nur die in den Tarifbedingungen zugesagten Leistungen dar. Wir bieten daher eine Leistungskalkulation. Wir selektieren auf Wunsch die Versicherungen, die bestimmte Leistungsmerkmale Ihrer Wahl garantiert bieten.

Weitere interessante Artikel: Krankenhauszusatzversicherung Vergleich

Kostenerstattung – 6 Tipps für Privatpatient trotz Kassenmitgliedschaft

Kostenerstattung privatpatient pkv beste behandlung bester serviceKassenpatienten warten lange auf einen Termin bei Fachärzten und Spezialisten und erhalten nur die kostengünstigste Behandlung.
Seit 2007 gibt es jedoch einen Rechtsanspruch auf eine Behandlung als Privatpatient, die Kostenerstattung. Wer die Kostenerstattung wählt, wird beim Arzt als Privatpatient nach ärztlicher Kunst behandelt mit dem Ziel der Heilung oder zumindest Linderung.
Der Patient erhält dann die Behandlungsrechnung welche zum Teil von der Krankenkasse beglichen wird. Den Restbetrag bezahlt eine private Krankenzusatzversicherung. Wenn Sie auf folgende Punkte achten, habe Sie in Zukunft eine bessere ärztliche Versorgung.

 

  1. Stellen Sie vor dem Wechsel in das Kostenerstattungsprinzip sicher, dass Sie privat versicherbar sind (Gesundheitsfragen/ Gesundheitsprüfung).
  2. Private Krankenversicherungen können leistungsfreie Wartezeiten aufweisen, stellen Sie bei Abschluss einen nahtlosen Versicherungsverlauf sicher.
  3. Wählen Sie nur Anbieter aus, die auch 100% der Kosten für Arzt (mit Kassenzulassung), Arzneimittel, Heilmittel und Hilfsmittel übernehmen.
  4. Sinnvoll ist es darauf zu achten, dass auch Privatärzte ohne Kassenzulassung im Versicherungsschutz enthalten sind.
  5. Psychotherapie ist auch versicherbar und sollte eingeschlossen sein.
  6. Einige Versicherungsgesellschaften übernehmen den pauschalen Verwaltungskostenabschlag.

 

Weitere Tipps zum Thema Krankenzusatzversicherung erhalten Sie unter: TK Zusatzversicherung Kostenerstattung

 

Zusatzversicherung Kostenerstattungsprinzip – die Wahrheit über Billigtarife

Medical tube with symbol biohazardHeute erhielten wir Unterlagen einer gesetzlichen Krankenkasse, die Ihre eigene  Zusatzversicherung zum Kostenerstattungsprinzip bewarb. Sofort auffällig waren die „günstigen“ Preise für 30 bis 50 jährige Personen. Diese liegen selbst bei fünfzigjährigen Personen unter 30€ im Monat. Wieso eine Versicherung zum Kostenerstattungstarif so günstig angeboten wird, haben wir untersucht.

Kostenerstattungsprinzip in der GKV?

 

Kurz gesagt-das Kostenerstattungsprinzip der gesetzlichen Krankenkassen ermöglicht dem Kassenpatienten eine Behandlung als Privatpatient. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie hier.

 

Gut und günstig versichert? Denkst Du – Vergleich lohnt immer!

Die Preise für Krankenversicherungen aller Art müssen nach fest vorgegebenen Kriterien kalkuliert werden. Will ein Unternehmen eine günstige Zusatzversicherung anbieten, müssen Leistungen entfallen. Eine Tarifüberprüfung mit diesem Hintergrundwissen fördert die Unterscheide schnell zu Tage.

Fazit vorab: Günstiger Versicherungsschutz kann eine Lösung sein, wenn man weiß, worauf man verzichtet. Doch weis der Kunde wirklich was er kauft, wenn die Details nur verklausuliert in den Versicherungsbedingungen enthalten sind?

Folgender Vergleich einiger Tarifleistungen der Zusatzversicherung für das Kostenerstattungsprinzip verdeutlicht die Unterschiede:

Leistung

Billigtarif

Leistungstarif

Honorarübernahme Arzt*

bis 90%

bis 100%

Arzneimittel

0%

bis 100%

Heilmittel

0%

bis 100%

Hilfsmittel

0%

bis 100%

Kündigungsverzicht

Nein

Ja

Freie Kassenwahl GKV

Nein

Ja

Heilpraktiker

Nein

Ja

 

*Bis Höchstsatz GOÄ

Hat der Kunde wirklich ohne weiteres einen unabhängigen Vergleich der Leistungen indem er die Versicherungsbedingungen studiert? Unter Umständen ja, es kostet nur etwas Zeit.

 

Honorarübernahme Arzt: Nach Umstellung auf das Kostenerstattungsprinzip bei der gesetzlichen Krankenkasse erfolgt die Abrechnung (Liquidation) der ärztlichen Leistung nach der deutschen Gebührenordnung für Ärzte. Die gesetzliche Kasse zahlt hier nur den Anteil, der bei herkömmlicher Behandlung gezahlt worden wäre. Den Rest erhält man über die Zusatzversicherung. Es sollte immer eine 100% Lösung angestrebt werden. Wer nur 90% Versicherungsleistung erhält zahlt jedes mal 10% selbst. Das wird teuer bei chronischen Erkrankungen.

Arzneimittel: Aus unserer Sicht ein sehr wichtiger Posten. Arzneien können sehr teuer werden, bei einigen Erkrankungen liegen die Kosten im 5 Stelligen Bereich pro Behandlungszyklus. Eine Zusatzversicherung sollte auch hier bis zu 100% der Leistung übernehmen. Macht es Sinn die ärztliche Beratung als Privatpatient zu bekommen, die Therapie aber dann als Kassenpatient fortzuführen weil die Medikamente eben nur „Kassenleistungen“ umfassen?

Heilmittel: Heilmittel umfassen zum Beispiel Physiotherapie, Ergo oder Lichttherapie, Massagen, Fangopackungen usw. Im Leistungstarif sind die Leistungen dafür enthalten, in der „günstigen“ Tarifvariante zahlt der Kunde selbst.

Hilfsmittel: Hilfsmittel sind Geräte oder Vorrichtungen, die körperliche Beeinträchtigungen ausgleichen. Hierzu gehören zum Beispiel Prothesen, Rollstühle oder lebenserhaltende Hilfsmittel. Diesen Punkt kann man in eine Zusatzversicherung einschließen. Es gibt hier jedoch unterschiedliche Standpunkte, da die Versorgung der Kasse mit HilfsmittelnIlfsmittel moderat funktioniert.

Kündigungsverzicht: Versicherungen neigen dazu, „schlechte“ Risiken aus den Beständen zu entfernen. Im Bereich der Krankenzusatzversicherung kann diese Einstellung fatale Folgen für den Kunden haben. Gute Zusatztarife verzichten daher auf das Kündigungsrecht seitens der Versicherung im Schadenfall. Der Versicherungskunde ist dann sicher, behält er auch bei kostspieligen Erkrankungen seinen Versicherungsschutz. Kunden, die weniger gute Versicherungsbedingungen haben, könnten in genau dieser Situation die Kündigung erhalten. Ein neuer Versicherungsschutz lässt sich dann aufgrund der Krankheitsgeschichte nicht wieder herstellen.

Freie Kassenwahl GKV: Manche Zusatzversicherung gelten nur in Verbindung mit einer speziellen gesetzlichen Krankenkasse. Will der Kunde die Kasse wechseln, entfällt der Schutz der Zusatzversicherung. Kassenwechsel werden in Zukunft wieder Thema werden, stehen doch erhebliche Zusatzbeiträge für die GKV Kunden im Raum. Sind solche Billigtarife ein Kundenbindungsmodell?
Leistungstarife bieten Versicherungsschutz unabhängig vom Namen der gesetzlichen Kassen. Hier werden auch Altersrückstellungen gebildet um die Prämien im Alter stabil zu halten. Dieses Thema wird zum Beispiel bei Billigtarifen völlig ausgeklammert. Die Prämien können jedes Jahr neu festgesetzt, im Zweifel auch verdoppelt werden.

Wer wirklich nur die ärztlichen Honorare absichern will kann auf einen „Billigtarif“ zurückgreifen. Wartezeiten würden entfallen, eine freie Arztwahl unter den zugelassen Ärzten bestünde, mehr aber auch nicht. Braucht es dafür überhaupt eine Versicherung?
Wie immer im Leben gilt: „you get what you paid for“-  was man bezahlt bekommt man auch. Wer bei der Prämie der Zusatzversicherung für das Kostenerstattungsprinzip spart, bei dem wird auch in der Leistung gespart – ein Vergleich lohnt also immer.

weitere Details : Kostenerstattungsprinzip Zusatzversicherung

 

So bleiben Sie Privatpatient beim Wechsel in gesetzliche Krankenversicherung

Der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung erfolgt meist durch einen Statuswechsel. Dieser kann zum Beispiel dann eintreten, wenn Angestellte unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze „rutschen“.
Immer häufiger wird dieser „rutsch“ bewusst ausgelöst um den Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung zu ermöglichen. Die Vorteile sind dabei zum Beispiel die kostenlose Mitversicherung von Kindern. Die Nachteile sind jedoch auch klar: Bei Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung wird man nicht mehr nach „ärztlicher Kunst“ behandelt sondern nach Schema „F“ : ausreichend und zweckmäßig! Wir zeigen Ihnen wie Sie trotz Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung Privatpatient bleiben können.

Private Krankenversicherung bietet manchmal Wechselgarantie

Wer sich für die Private Krankenversicherung eines Premiumanbieters entschieden hat, geniest gewisse Vorteile wenn es um den Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung geht. Die Wechselgarantie ermöglicht dem Kunden, die Krankenvollversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung in entsprechende Zusatzversicherungen umzuwandeln. Bekannt sind meist die gängigen Zahnzusatzversicherungen, auch die Zusatzversicherung für das Krankenhaus kennen die meisten. Den Vorteil im ambulanten Bereich, also beim Arzt des Vertrauens, bringen jedoch die ambulanten Restkostenversicherungen.
Hier wird die frei Arztwahl und die damit verbundene privatärztliche Behandlung sowie der Wegfall der Wartezeiten bezahlbar. Denn die gesetzliche Kasse kann auch „ Privatarzt“! Jedoch wird bei diesem Kassenmodell nur ein Teil der Behandlungskosten übernommen. Die entstehenden Restkosten, die je nach Therapie einige 10.000€ betragen können, erhält der Patient dann von der Zusatzversicherung erstattet.

 Privatpatient Schema Wechsel PKV zur GKV

 

Die gesetzliche Krankenversicherung  kann auch „ Privatpatient “!

Seit 2007 können Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung zwischen der herkömmlichen Abrechnungsart (Sachleistungsprinzip) und dem Kostenerstattungsprinzip wählen. Beim Kostenerstattungsprinzip wird das Mitglied beim Arzt als Privatpatient wahrgenommen und erhält die entsprechenden Vorteile.
Wer den Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung angehen will, muss also nicht auf die privatärztliche Behandlung verzichten. Es ist jedoch vorher zu prüfen, ob die bisherige Private Krankenversicherung einen solchen Wechsel zum KOstenerstattungsprinzip unterstütz. Tut sie das indem Zusatztarife ohne erneute Gesundheitsprüfung angeboten werden, müssen die Versicherungen untereinander noch synchronisiert werden um keine Versicherungsfreien Zeiträume entstehen zu lassen.

Unter normalen Umständen sollte somit der Status Privatpatient nach dem Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung erhalten bleiben.

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Kostenerstattungsprinzip: Privatpatient trotz Kasse

Kostenfalle Kostenerstattungsprinzip?

Unterschiedliche Behandlungskosten Kassenpatient / Privatpatient

Rückkehr in die GKV  und trotzdem Privatpatient

Rückkehr zur gesetzlichen Krankenkasse – trotzdem Privatpatient!

Gesetzlich Versichert und trotzdem Privatpatient

Rückkehr aus der privaten Krankenversicherung oder aus dem Ausland in die gesetzliche Krankenkasse- man kann trotzdem weiterhin eine privatärztliche Behandlung erhalten.

Ab und zu trägt sich ein Privatversicherter mit dem Gedanken in die gesetzliche Kasse zurückzukehren. Die Gründe können unterschiedlich sein, von Veränderungen im Job über persönlichen Veränderungen ist so ziemlich alles vertreten. Wer zurück ins gesetzliche System wechselt verliert jedoch den Status eines Privatpatienten. Eine Behandlung nach ärztlicher Kunst wäre dann ausgeschlossen. Man kann jedoch den Status Privatpatient mit eine Sondervereinbarung erhalten.

 2 Klassenmedizin

Wer gesetzlich Versichert ist, erhält eine Mitgliedskarte, geht zum Arzt und lässt sich entsprechend Behandeln. Von der Abrechnung bekommt der Patient in der Regel nichts mit. Dafür bekommt der Patient aber auch nur die Leistungen, „die ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind und das Maß des notwendigen nicht überschreiten“.
Außerdem hat der Arzt nur bestimmte Budgets zur Patientenbehandlung zur Verfügung. Dies kann z.B. bei chronischen Erkrankungen dazu führen, dass die gewählte Behandlung nicht die wirksamste ist. Durch das Wirtschaftlichkeitsgebot können auch Behandlungen erfolgen die mehr Nebenwirkungen haben als moderne, teurere Behandlungen.

 Kostenerstattungsprinzip

Man hat jedoch die Wahl. Wer gesetzlich versichert ist, hat das Recht den Kassenvertrag auf das Kostenerstattungsprinzip umstellen zu lassen. Dadurch wird man bei Arzt wieder zum Privatpatienten und erhält eine Behandlung nach ärztlicher Kunst, ohne Einschränkungen und Budgetzwang.
Abgerechnet wird dann die privatärztliche Behandlung nach der Gebührenordnung für Ärzte. Die gesetzliche Kasse übernimmt dann den Teil der Kosten, der im „normalen“ Abrechnungssystem angefallen wäre.  Den Restbetrag lässt man von einer privaten Zusatzversicherung erstatten.

Umstellung der privaten Krankenvollversicherung in eine Zusatzversicherung

Diese private Zusatzversicherung für eine privatärztliche Behandlung bieten zurzeit nur wenige private Krankenversicherungen an.
Wer eine Krankenvollversicherung hat und nun Umstellen möchte, muss erst einmal prüfen ob „seine“ Versicherungsgesellschaft eine solche Zusatzversicherung überhaupt anbietet.
Die Qualitätsversicherer haben darüber hinaus noch zugunsten ihrer Kunden eine Vereinbarung, dass ein Wechsel in so einen Zusatztarif ohne erneute Gesundheitsprüfung erfolgen kann. Eine solche Gesellschaft ist zum Beispiel die Barmenia. Der Vorteil ist klar. Sollten Vorerkrankungen bestehen würden diese nicht ins Gewicht fallen.

Privatpatient mit Kostenerstattung – Zukunftsmodell?

Auf alle Fälle wird der Patient beim Kostenerstattungsprinzip in die Therapieauswahl mit einbezogen. Es entsteht eine wesentlich engere Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient. Die Eigenverantwortung des Patienten wird gestärkt, die Leistungsabrechnungen werden transparenter.
Der Patient erhält eine privatärztliche Behandlung nach den Regeln der Kunst, die medikamentöse Behandlung ändert sich auch.

Aus diesem Grund wird das Kostenerstattungsprinzip mit privater Zusatzversicherung eine Zukunft haben. Hier liegt auch der Schlüssel zur kosteneffizienten Verwaltung in den gesetzlichen Kassen, die Leistungsabrechnung wäre stark vereinfacht, ganze Prüfungskommissionen wären überflüssig.

 

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Wechsel in die Gesetzliche KV – trotzdem Privatpatient

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