Sind die Deutschen Vorsorgemuffel?

Die Großzahl der Deutschen sparen im Moment lieber für den Urlaub, anstatt für die Altersvorsorge. Auch für die Kinder werde viel zu wenig Geld investiert. Durch die aktuelle Zinslage sind die Bürger verunsichert und investieren lieber in Konsumgüter.

1000€ pro Person für Urlaub

43 Prozent der Bundesbürger haben für den kommenden Haupturlaub mehr als 1000 Euro pro Person ausgegeben. Ein Zehntel der Befragten sogar mehr als 5000 Euro. Bei der Frage ob für Urlaub oder die Altersvorsorge gesprat werden soll –  57 Prozent entscheiden sich für die Reisen. Die meisten von ihnen wissen jedoch, dass die spätere Rente nicht ausreichen wird, um über die Runden zu kommen oder den aktuellen Lebensstandard aufrecht zu erhalten.

Vorsorge für Kinder – wer braucht das schon?

Ähnlich ist es bei der Vorsorge der Kinder. Viele investieren entweder lieber in Konsumgüter. Andere geben an zu wissen das es nötig wäre, aber finanziell nicht in der Lage zu sein, noch Geld für die Kinder anzulegen. Nach wie vor ist das Sparbuch die beliebteste Anlage. Gefolgt von Immobilien sowie Renten-und Lebensversicherungen. Allerdings sind 78 Prozent unzufrieden mit ihrer Anlage, ändern aber nichts daran. Die Menschen setzen vor allem auf Sicherheit und möchten kaum in ein Risikogeschäft einsteigen.

Altersvorsorge vergleichbar mit Gesundheitsvorsorge?

Beim Gesundheitsbewusstsein der kommenden Rentner ist es ähnlich, sie wissen das sie mehr tun müssten, können aber meist den inneren Schweinehund nicht besiegen. Einigen fehlt die Zeit, andere geben an, aus gesundheitlichen Gründen eingeschränkt zu sein. Der Grundbedarf an Produkten und Dienstleistungen wie etwa wohnungsnahe Einkaufsmöglichkeiten, gesundheitliche Versorgung oder gute Verkehrsanbindung erfordern im Alter kaum Veränderungen.

Bildungsbereitschaft nimmt zu?

Anders sieht es bei der Nachfrage nach Fort-und Weiterbildungen aus, dieser steigt merklich an. Ebenso nimmt der Bedarf an kulturellen Angeboten  und der Vorsorge im Pflegefall zu. Lebensqualität und Zukunftsplanung müssen deutlich verändert werden. Als Alternative zur Heimpflege sollten mehr wohngruppenähnliche Einrichtungen geschaffen werden. Dies sollte anregen, um über neue Vorsorgeprodukte nachzudenken.