Welche Arten von Krankenhäusern gibt es eigentlich?

Unterschieden wird erst einmal zwischen zugelassenen Krankenhäusern und Privatkrankenhäusern. Als Versicherter der gesetzlichen Krankenkasse können sie sich in jeder zugelassenen Klinik auf Kosten ihrer Krankenkasse behandeln lassen, allerdings sind reine Privatkliniken meist nur für Selbstzahler zugänglich. Privatkliniken können ihre Preise weitgehend selbst gestalten. Zugelassene Krankenhäuser hingegen unterliegen einer Preisbindung durch das Krankenhausentgeltgesetz. Weiterhin kann man unter folgenden KH-Typen unterscheiden, was sich vor allem im versorgungsumfang und ihren Tätigkeitsschwerpunkten widerspiegelt.

Zuschlag bei Unikliniken

Die Universitätskliniken spezialisieren sich hauptsächlich auf Forschung und Lehre sowie ärztliche Weiterbildung. Meist werden hier alle medizinischen Fachrichtungen abgedeckt.Allgemeinkliniken sind ebenfalls für eine umfassende stationäre Versorgung ausgelegt. Hier variiert die Anzahl der medizinischen Fachrichtungen je nach Größe der Kliniken.Die Fachkliniken haben sich auf einige Fachgebiete spezialisiert, wie etwa reine Kinderkliniken oder Zentren für seltene Erkrankungen.

In einer Belegklinik werden die ärztlichen Leistungen von Belegärzten erbracht. Dies sind meist Vertragsärzte, die diese Leistung neben ihrer Praxis tätigen. So ist es den Patienten möglich sich weiter von ihrem Hausarzt behandeln zu lassen. Die Klinik sorgt nur für die Räumlichkeiten, Verpflegung und die pflegerische Betreuung.

Die Tages-und Nachtkliniken bieten eine teilstationäre Behandlung sowie die Betreuung an. Hier findet eine längere Behandlung statt, ohne das die Patienten ununterbrochen in der Klinik anwesend sein müssen. Dies trifft oft auf Behandlungsfelder in der Psychiatrie und der Altersmedizin zu.

Krankenhäuser in vier Versorgungsstufen einteilbar

Krankenhäuser der Grundversorgung bieten auf den Gebieten innere Medizin und der allgemeinen Chirurgie eine Grundversorgung an.Krankenhäuser der Regelversorgung müssen zusätzlich Fachabteilungen betreiben für Gynäkologie und Geburtshilfen sowie Augenheilkunde und Hals-Nasen-Ohren Heilkunde.KH der Schwerpunktversorgung bieten ein noch breiteres Spektrum an, dazu zählen Fachabteilungen für Kinderheilkunde und Neurologie.

Weiterhin gibt es noch die Krankenhäuser der Maximalversorgung. Dies sind Universitätskliniken die ein sehr breites Spektrum anbieten, Schwerpunkt liegt hier bei seltenen oder besonders schweren Erkrankungen.

Hier finden Sie passende Zusatzversicherungen für das Krankenhaus

Krankenhauskeime – so schützt man sich davor

Krankenhauskeime

Um eine Infektion mit Krankenhauskeimen zu vermeiden, kommen den Hygienestandards einer Klinik eine wesentliche Bedeutung zu. Dies umfasst nicht nur das Personal sondern jeder einzelne selbst kann zu einer besseren Hygiene beitragen.
An erster Stelle steht eine gründliche Desinfektion der Hände. Wo zu Hause das Waschen mit Wasser und Seife vollkommen ausreichend ist, sollte man im Krankenhaus extra zu Händedesinfektionsmitteln greifen. Nur so werden nicht nur Erreger sondern auch multiresistente Bakterien abgetötet.

Mindestens 30 Sekunden, lieber einmal mehr als zu wenig

Wichtig-richtig einwirken lassen. Das Desinfektionsmittel sollte für mindestens 30 Sekunden auf ihren trockenen Händen in der Handinnenfläche sowie auf dem Handrücken verrieben werden. Auch die Fingerzwischenräume, Daumen, Fingerkuppen und Nagelränder dürfen hierbei nicht vergessen werden. Wirkt das Desinfektionsmittel nun ein, müssen ihre Hände nass sein. Desinfizieren sie lieber einmal zu oft als zu wenig. Nutzen sie das Desinfektionsmittel bei sichtbarer Verschmutzung der Hände, nach jedem Toilettengang und natürlich bevor sie zum Essen greifen.

Egal ob sie als Patient oder nur zu Besuch um Krankenhaus sind – jeder der sich im Krankenhaus aufhält, muss auf eine ordentliche Hygiene achten, um den keimen keine Chance zu geben. Dies schützt nicht nur die Krankenhauspatienten vor Keimen von außen, sondern verhindert gleichzeitig dass die Erreger mit hinausgetragen werden.

Achten sie auch auf das Klinikpersonal, denn für die Patienten ist es nicht immer gut ersichtlich wann Ärzte oder Pflegekräfte ihre Hände desinfizieren sollten. In den Krankenhäusern herrscht oft Hektik, so dass dies schon mal in Vergessenheit geraten kann. Dringend notwendig ist es aber bevor ein Hautkontakt mit ihnen bevorsteht- dies kann sein das Waschen, Blutentnahmen, Spritzen Verband wechseln oder ähnliches. Ganz wichtig natürlich auch nach Kontakt mit Blut, Wundsekreten oder Fäkalien.

Hält sich das Personal nicht daran, scheuen sie sich nicht davor es gezielt darauf anzusprechen, denn für Ärzte und Pflegekräfte gelten die gleichen Regeln bei der Krankenhaushygiene. Auch wenn es manchem schwerfällt einen Arzt darauf anzusprechen-tun sie es einfach.

 

Wichtiger Hinweis: Freie Krankenhauswahl für Kassenpatienten