Wann besteht Anspruch auf Heilmittel / Hilfsmittel

Versicherte der gesetzlichen KV haben einen Anspruch auf medizinisch notwendige Heilmittel. Verschrieben werden sie nur vom jeweiligen Arzt bzw. der zuständigen Ärztin. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass diese Heilmittel zur Heilung oder Linderung der Krankheit beitragen. Oder aber es sind Vorsorgeleistungen, um eine Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder um der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegenzuwirken. Versicherte mit einem langfristigem Heilmittelbedarf haben dann die Möglichkeit diesen bei Ihrer KV zu beantragen und für einen längeren Zeitraum genehmigen zu lassen. Erbracht werden dürfen dann die Leistungen nur von zugelassenen Heilmittelerbringern wie Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden sowie Sprachtherapeuten. Beispiele für Heilmittel sind Massagen, Krankengymnastik, Sprech-und Sprachtherapie oder Ergotherapie.

Heilmittel können von den Ärzten nur verschrieben werden, der therapeutische Nutzen anerkannt wird und die Qualität bei der Leistungserbringung gewährleistet ist. Welche das sind, ist in den Heilmittel-Richtlinien im Heilmittelkatalog festgelegt. Bei Fragen dazu können sich die Versicherten an ihre Krankenkasse oder ihren jeweiligen Arzt wenden.

In der Gesetzlichen nicht Kostenlos

Die Zuzahlung bei Heilmitteln beträgt zehn Prozent der Kosten des Heilmittels zuzüglich zehn Euro je Verordnung, wobei diese aber mehrere Anwendungen umfassen können.

Die Krankenkassen zahlen Hilfsmittel, wenn sie im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine bereits vorhandene Behinderung auszugleichen. Auch bestehen kann sie, wenn ansonsten eine Pflegebedürftigkeit entstehen könnte. Hilfsmittel sind zum Beispiel Inkontinenzhilfen, Kompressionsstrümpfe, Schuheinlagen, Prothesen, Rollstühle oder Hörgeräte. Diese Hilfsmittel müssen grundsätzlich vorher von der Krankenkasse genehmigt werden, da es gewisse Preisgrenzen gibt. Dies gilt auch wenn die Hilfsmittel von ihrem Arzt verordnet werden.

Messgeräte zur Messung des Blutdruckes werden nur erstattet, wenn es aus medizinischen Gründen zwingend erforderlich ist. Etwa wenn der Patient es zur dauerhaften Überwachung seines Blutdruckes zwingend benötigt.

Einen Leistungsanspruch auf Brillen und Sehhilfen haben nur Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Wer über 18 ist, zahlt außer einigen Ausnahmen alles selbst.

Für Hilfsmittel zahlen Versicherte zehn Prozent der jeweiligen Packung dazu, maximal aber 10 Euro für den gesamten Monatsbedarf.