Magenoperation zur Gewichtsreduzierung?

Übergewicht ist ein Phänomen unserer Zeit. Stark Übergewichtig ist man laut Definition ab einem BMI von 40. Ein 40-jähriger Mann mit einer Körpergröße von 1,75 wäre ab einem Gewicht von 124 Kg in diesem Bereich angelangt. Hier kämen Operationen zur Magenverkleinerung in Betracht, um nachhaltige Gewichtsreduktion zu gewährleisten. Doch zahlen Versicherungen Operationen wo Diäten helfen könnten?

Das Märchen der wirksamen Diät

Gebe es wirksame Diäten, bräuchte man keine Magenverkleinerungen- so schaut´s nun einmal aus. Die Gründe für extremes Übergewicht liegen nur selten an reinen Essgewohnheiten allein. Eine Kombination aus verschiedenen, auch psychischen Faktoren ist häufiger der Grund. Als Beispiel seinen hier die unterschiedlichen Auswirkungen von Stress genannt. Stress wirkt in den meisten Fällen kontraproduktiv und lässt das Gewicht ansteigen. In wenigen Fällen sorgt Stress zwar auch für eine Reduzierung, aber nur dadurch, dass die betroffene Person dann gar nichts mehr ist.
Bei extremen Übergewicht geht es um mehr als nur Ernährungspläne.

Magenverkleinerung – hoher Preis für Symptombekämpfung?

Es gibt verschiedene Arten von Magenverkleinerungen die sofort erfolgreich wirken, jedoch auch ein Risiko an sich sind. Wer mit diesem Übergewicht längere Zeit zu kämpfen hatte, dürfte körperliche Schäden aufweisen. Herz und Kreislaufprobleme, meist auch Verbunden mit Diabetes sowie Nierenproblemen, machen eine Operation zum Risiko für den Patienten. Krankenversicherer sehen das auch aus kaufmännischer Sicht. Ein minimalinvasiver Eingriff wo ein Magenband angelegt wird, kann ja nicht teuer sein, oder? Weit gefehlt!

85.000€ für eine Magen OP

Was kann passieren, dass ein Krankenhausaufenthalt für eine Magen OP dann doch einige 10.000 € kostet? Es hat etwas mit den möglicherweise auftretenden Komplikationen nach der Operation zu tun. In besagtem Fall benötigte der Patient nach der Operation einen ein wöchigen Aufenthalt auf der Intensivstation. Parallel versagte die letzte funktionierende Niere, sodass eine Dialyse notwendig wurde. Der gesamte Aufenthalt im Krankenhaus dauerte somit fast zwei Monate. Dank High End Medizin und des Könnens der Ärzte, ist der Patient heute, ein Jahr nach der Operation, wohlauf und rund 80 KG leichter.

Zu teuer für die Versicherung?

Der Patient war Selbstzahler, sodass es keine Abrechnungsprobleme mit einer gesetzlichen Krankenkasse gab. Aber wie würden die Kassen auf eine derartige Operation im Vorfeld reagieren? Überlebenschance gegeben, Wahrscheinlichkeit hoher Folgekosten (Intensivmedizin, 2-monatiger Krankenhausaufenthalt) ist enorm.
Ohne Operation hätte der Patient laut Arzt wohl keine zwei Monate mehr gelebt. In einer solchen Situation dann mit der Krankenversicherung über die Behandlungskosten zu verhandeln kann tödlich enden.

Vorsorge sollte ernster betrieben werden

Vorsorgeuntersuchungen helfen frühzeitig, gewisse Entwicklungen zu erkennen und zu korrigieren. Doch wie wird das Thema Vorsorge angegangen? Die gesetzlichen Kassen haben nur beschränkte Mittel. Private Krankenversicherungen liefern hingegen das komplette Programm. Wer diese Vorteile nutzen will, kann zum Beispiel private Zusatzversicherungen abschließen. Hiermit können dann gezielte Vorsorgeuntersuchungen außerhalb des Leistungsrahmens der Krankenkassen wahrgenommen werden.
Vielleicht ist die Zeit gekommen, eine gesunde Lebensführung zu fördern. Dazu gehört Bewegung und gesunde Ernährung aber auch Stressresistenzen aufzubauen bzw. Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu vermeiden. Es ist kaufmännisch wesentlich effizienter Vorsorge zu betreiben als nachher die großen Schäden zu kompensieren. Ständig steigende Versicherungsprämien bei privaten und gesetzlichen Versicherungen sind keine Lösung für die Zukunft, ein anderes Vorsorgekonzept schon.

Betriebliche Krankenversicherung – vielversprechender Ansatz

Einige Tarife der betrieblichen Krankenversicherung bieten erste nachhaltige Lösungsansätze in Sachen Prävention. Neben den Standards werden auch tiefgreifendere Untersuchungen bis hin zur Messung des Erschöpfungszustandes vorgenommen. Bei intensiven Blutuntersuchungen können frühzeitig Mangelerscheinungen erkannt werden. Die Untersuchungsmöglichkeiten sind so vielfältig, dass wir hierzu einen extra Beitrag erstellen werden.

Der Punkt ist aber der, dass Lösungen bereits existieren. Setzen sie sich durch, können die Kostenbelastungen der Krankenkassen nachhaltig reduziert werden.

 

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