Jahresmeldung zur Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Zu einer Prüfung der Familienversicherung seitens der gesetzlichen Krankenversicherung kommt es regelmäßig dann, wenn in Familien ein Elternteil privat versichert ist, während der Partner gesetzlich versichert ist und die gemeinsamen Kinder dort kostenfrei in der Familienversicherung versichert sind.

Unter bestimmten Voraussetzungen bleiben die Kinder beitragsfrei versichert

Entscheiden ist unter anderem die Höhe des Einkommens des selbstständigen Partners. Ist dieses zu hoch entfällt die Familienversicherung und es sind Beiträge für jedes Kind in der gesetzlichen Krankenversicherung zu zahlen. In diesem Moment macht es aus der Sicht der Leistung sowie aus der Sicht der monatlichen Prämie keinen Sinn die Kinder in der gesetzlichen Kasse zu belassen.

Was ist zu Zahlen?

GKV Beitrag pro Kind ab 2015   :  140- 160€ im Monat

PKV Beitrag Kind                       :   140-160€ im Monat

 

Leistung:

GKV :  „ ausreichend , wirtschaftlich und zweckmäßig“

PKV:   „ Behandlung nach ärztlicher Kunst – Heilung und Linderung“

 

Die Beantwortung des Schreibens an die Krankenkasse

Neben den üblichen Angaben nach Familienstand und Ehe oder Lebenspartner werden auch die Angaben zu den Kindern benötigt. Angaben zum Wehr und Zivildienst sowie zum Studium sind separat zu betrachten, da dort andere Regelungen gelten.
Interessant werden die Angaben dann beim Einkommen.
Liegt zum Beispiel der privatversicherte Partner mit seinen regelmäßigen Einkünften über der Versicherungspflichtgrenze, sind für die Kinder eigene Beiträge auch in der gesetzlichen Kasse zu entrichten. Die Versicherungspflichtgrenze liegt in 2015 bei 54.900€.
Selbiges gilt, wenn einer oder beide Ehepartner aufgrund dieses Einkommens freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.

 

Generalverdacht der falschen Angaben

Wie üblich werden die Fragebögen von Jahr zu Jahr immer länger und die Aussagen müssen u.a. durch einen aktuellen Steuerbescheid nachgewiesen werden. Akribisch wird dann bei der GKV nachgeprüft ob auch wirklich die richtigen Angaben gemacht wurden.