Invaliditätsversicherung für Deutsche im Ausland – Rente bei Krankheit und Unfall

Deutsch im Ausland - leistungsfähiger,privater VersicherungschutzDeutsche, die im Ausland arbeiten, können eine spezielle Invaliditätsversicherung für sich und Ihre Familien beantragen. In diesem Kompaktschutz einer „Invaliditätsversicherung“ sind Rentenzahlungen vorgesehen, wenn Körper – oder Organschäden durch Unfall oder Krankheit auftreten. Da auch bei einer Krebserkrankung sowie bei Pflegebedürftigkeit geleistet wird, eignet sich diese Versicherung als Multirisk – Absicherung im biometrischen Bereich. Für wen diese Versicherungsform besonders geeignet ist, wo diese Versicherung erhältlich ist und wo eventuelle Nachteile liegen, soll im Folgenden beleuchtet werden.

Deutsche im Ausland – kein Versicherungsschutz über die Sozialversicherung?

Immer mehr leistungsstarke Konzernmitarbeiter verlassen für eine längere Zeit ihr Heimatland um im Ausland Arbeitserfahrungen zu sammeln. Wer durch eine spezielle Konstellation des Arbeitsvertrages dann temporär keine Sozialabgaben und Steuern in Deutschland mehr leistet, hat auch keine Ansprüche auf Leistungen der Sozialversicherung, weder bei Krankheit noch bei Unfall. In dieser Zeit ruhen die Versicherungsverhältnisse.
Ungeachtet der Diskussion, ob die Sozialversicherung nun überhaupt ausreichend zum Schutz der versicherten Person geeignet ist oder nicht, besteht zum Beispiel bei Berufsunfähigkeit überhaupt kein Versicherungsschutz.

Privater Versicherungsschutz für Deutsche im Ausland?

Wenn die Sozialversicherung nicht leistet, muss privater Versicherungsschutz diese Aufgabe übernehmen und vor den finanziellen Folgen von Unfall und Krankheit schützen. Im Bereich der Einkommenssicherung kann eine solche Aufgabe zum Beispiel eine spezielle, funktionelle Invaliditätsversicherung übernehmen. Diese Versicherung zahlt eine Rente bei Körperschädigung ( Krankheit / Unfall), wenn nötig sogar ein Leben lang. Die Versicherung deckt folgende Bereiche ab:

  • Körperschäden durch Unfall
  • Körperschäden durch Krankheit

Weiterhin wird Leistung fällig wenn:

  • Pflegebedürftigkeit eintritt
  • der Verlust von Grundfähigkeiten eintritt
  • wenn eine Krebserkrankung eintritt

 

Transparente Vertragsbedingungen, unkomplizierte Handhabung

 

Transparente Tarifbedingungen erleichtern die Übersicht. Körperschäden durch einen Unfall lassen sich anhand einer Gliedertaxte nachvollziehen. Die Leistungsfähigkeit wird jedoch im Bereich der Köperschäden aufgrund Krankheit verdeutlicht. Krankheiten führen am häufigsten zu anhaltenden Köperschäden. Gemeint sind hier zum Beispiel Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Nierenerkrankungen. Die Tarifbedingungen sind so transparent und nachvollziehbar formuliert, dass sogar der eigene Hausarzt eine Leistungseinschätzung vornehmen könnte. Als Beispiel sei hier die Definition eines Lungenschadens  ( z.B. chronisch obstruktive Lungenerkrankung = COPD) genannt, der wie folgt nachgewiesen werden kann (nur 1 Merkmal muss erfüllt sein):

– Forciertes expiratorisches Volumen (FEV1)

kleiner gleich 40 % oder

– Vitalkapazität (VK) kleiner gleich 40 % oder

– die arterielle Sauerstoffsättigung SpO2

kleiner gleich 50 % ist.

In diesem Beispiel sagt der Anbieter sogar schriftlich zu, dass  eine Verbesserung der Sauerstoffwerte durch ein Sauerstoffgerät (oder andere künstliche Zuführung von O2) nicht als Funktionsverbesserung der Lunge gewertet wird. Also- Rentenzahlung trotz Sauerstoffgerät! Ein Fehlen dieser oder anderer Klauseln würde zur Leistungsverweigerung der Versicherung führen.

Die Invaliditätsversicherung  – Was sind  „Grundfähigkeiten“

Ein weiterer Leistungsbaustein der Versicherung betrifft die „Grundfähigkeiten“. Der Kunde erhält die vereinbarte Rente, wenn ein Verlust von Grundfähigkeiten eintritt, unabhängig ob durch Krankheit oder Unfall.
Was sind Grundfähigkeiten? Ganz einfach, Grundfähigkeiten sind zum Beispiel Sehen, Sprechen, Hören, Treppen steigen oder etwas vergleichbares- eben etwas was man jeden Tag tut, ohne besonders darüber nachzudenken. Leider ist die Leistungsdefinition nicht ganz so klar. Im Gegensatz zu den Tarifbedingungen im Krankheitsfall wie oben erwähnt, gibt es Raum zur Interpretation.
Zwar kann die Versicherung nicht pauschal die Leistung ablehnen, es muss sich jedoch um einen nicht reversiblen Schaden handeln. Nicht reversibel bedeutet aber auch, dass der Schaden nicht durch ein Hilfsmittel zu kompensieren sein darf. Ein Beispiel:

Ein Versicherter verliert 95% seines Hörvermögens (Krankheit oder Unfall). Laut Definition der Versicherung ein Leistungsfall der Invaliditätsversicherung. Kann jedoch durch ein Hörgerät der Hörverlust  auf zum Beispiel 70% begrenzt werden, entfällt die Leistung. Jedoch können Einschränkungen der Grundfähigkeiten „addiert“ werden. Kommt also zum Hörverlust noch Sehverlust oder eine Bewegungseinschränkung hinzu, zahlt die Versicherung wieder.

Bis zu 3000€ monatlich ohne Einkommensnachweis

Mit der Invaliditätsversicherung können auch Familienmitglieder abgesichert werden. Bei Antragsstellung wird eine monatliche Rente im Leistungsfall vereinbart. Tritt der Leistungsfall ein, wird die Rentenzahlung fällig. Hierbei spielen die Einkommensverhältnisse keine Rolle, somit können auch Familienangehörige versichert werden, die zwar über kein festes Einkommen verfügen, jedoch trotzdem unentbehrliche Arbeit leisten.

Nur wenige Versicherungen bieten ausreichend Schutz im Ausland

Bei vorübergehenden, aber längeren Auslandsaufenthalten ( z.B. bei Entsendung ) sind die Tarifbedingungen entsprechend ausgelegt. Im Leistungsfall kann auch die Zahlung der Rente ins Ausland erfolgen, Bankgebühren sind jedoch dann vom Empfänger zu übernehmen.
Bei Krieg oder bürgerkriegsähnlichen Zuständen gilt Versicherungsschutz (14 Tagesklausel), auch bei terroristischen Anschlägen leistet die Invaliditätsversicherung bedingungsgemäß.

Abschluss im Ausland, Leistung im Ausland – Prüfung in Deutschland

Die Beantragung einer solchen Invaliditätsversicherung ist vom Ausland aus möglich, die Betreuung in allen Fragen läuft über die Spezialisten von Transparent24.
Es liegen Erfahrungen vor, dass im Leistungsfall der Arzt der jeweiligen deutschen Botschaft im Aufenthaltsland des Kunden die notwendigen Untersuchungen vornehmen kann. Es gelten jedoch letztendlich die Vertragsbestimmungen der funktionellen Invaliditätsversicherung. Nach diesen ist eine Untersuchung der Person in Deutschland im Leistungsfall vorgeschrieben um Leistung zu erhalten.

Wiederum erfahrungsgemäß ist es aber so, dass im Falle von Krankheit oder Unfall sowieso die Rückkehr in die Heimat angetreten wird.  Hier wird zugleich die Wichtigkeit einer privaten Absicherung deutlich. Während man bei Rückkehr nach Deutschland in die gesetzliche Krankenkasse zurückkehren kann und sofort Leistung erhält, sieht das bei den restlichen Absicherungen anders aus. Leistungen aufgrund von Körperschäden oder Berufsunfähigkeit stehen dem Rückkehrer in der Regel nicht zu.
Hier kann man sich dann aber auf die unter Umständen lebenslange Rentenzahlung der Invaliditätsversicherung verlassen.

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