Pflegeversicherung – legt der Hausarzt die Pflegestufe fest?

 

Ein Pflegefall in der Familie bedeutet eine tiefgreifende Veränderung des Alltags. Den Unsicherheiten über die Versorgung des Familienmitgliedes folgen finanzielle Mehrbelastungen durch die Pflege.Hier springt in der Regel die Pflegepflichtversicherung ein. Die Pflegepflichtversicherung hat jedoch nur „Teilkasko Charakter“, die Versicherungsleistungen sind unzureichend.

Medizinischer Dienst, MEDICPROOF versus Hausarzt

Das Gutachten zur Pflegeeinstufung erfolgt über den medizinischen Dienst bzw. Medicproof, dem medizinischen Dienst der privaten Krankenkassen.
Letztlich entscheidet dieses Gutachten über die Höhe der Pflegestufe. Es werden Zeitaufwand und Umfang der Hilfsbedürftigkeit festgestellt, daher auch die Redewendung „Pflege nach Stoppuhr“.
Verschiedene Ursachen können bei diesem Prozess zur Verzerrung der tatsächlichen Situation führen. Als Patient möchte man sich vielleicht nicht die Blöße der Hilflosigkeit geben und strengt sich bei der Überprüfung besonders an, um nicht Hilfsbedürftig zu erscheinen. Antworten auf wichtige Fragen können bagatellisiert werden. Meist reicht es schon diesen Zustand um die 40 Minuten zu halten, länger dauert die Begutachtung selten. Ein zwölfseitiges Formular wird ausgefüllt. Angeblich aus Kostengründen ist eine Information beim behandelnden Hausarzt nicht vorgesehen!
Aus diesen Gründen kann es vorteilhaft sein, wenn die Einstufung in eine Pflegeklasse durch den behandelnden Hausarzt vorgenommen wird. Meist kennt der den Patienten schon länger und kann somit meist besser einschätzen, wo die tatsächlichen Beeinträchtigungen liegen. Weiterhin sind die Formulare zur Pflegeeinstufung nicht 12 Seitig sondern weisen maximal 3 Seiten auf. Eine leistungsstarke Pflegeversicherung interessiert auch keine Zeitintervalle, die Fragen sind entweder mit ja oder nein zu beantworten, braucht die Person Hilfe- ja oder nein. Pro Bereich der Hilfestellung erfordert, gibt es einen Punkt. Ab 3-5 Punkte erfolgt bereits Leistung. Im Falle von Demenz gibt es auch höhere Leistungen.
Leider weisen nur sehr wenige Pflegeversicherungen diesen Vorteil für Ihre Kunden auf. Wenn sie das jedoch tun, ist das in den Tarifbedingungen der Pflegeversicherung hinterlegt. Dort ist dann neben der regulären Methode auch die Bestimmung der Pflegestufe nach einer ADL Liste möglich.
ADL steht hierbei frei übersetzt für „ Aktivitäten des täglichen Lebens“.

Leistung hat ihren Preis – eine gute Pflegeversicherung darf etwas kosten

Geschenkt gibt es diese speziellen Pflegeversicherungen nicht. Allerdings kann man bei geschickter Vertragsgestaltung die eingezahlten Prämien für sich persönlich sichern ohne dass man auf Versicherungsschutz verzichten muss. Sprich, das eingezahlte Kapital kann zum Kunden zurückfließen ohne dass dadurch der Versicherungsschutz erlischt.

Keine Leistung aus der BU Versicherung – Gründe ändern sich

BU Versicherung- die Zahlen doch eh nicht Teil 2

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert zumindest die finanziellen Folgen von Krankheit oder Unfall ab. Kann der Betroffene daraufhin seinen Beruf nicht mehr ausüben, erhält er aus der BU Versicherung eine Rente zu Sicherung des finanziellen Lebensstandards – so der Plan zumindest.
War in der Vergangenheit noch der fehlerhafte Antrag der Grund für Leistungs-verweigerungen, sind in der Gegenwart die Kunden mit der Beantragung der Leistung einfach überfordert. Doch es geht auch anders.

Keine Betreuung ? BU – Versicherungen leisten ganze Arbeit.

Waren in der Vergangenheit noch falsche Angaben im Antrag der Hauptgrund von Leistungsablehnungen, liegt nun die Kapitulation des Kunden an erster Stelle.

BU Versicherung Ablehnungen2

Ablehungsgründe bei der BU Versicherung haben sich geändert

 

Diese Entwicklung hat Gründe. Seit 2008, dem Jahr welches für die Versicherungen tiefgreifende Veränderungen gebracht hat, bauen die Versicherer Personal ab. Es muss gespart werden, so die Marschrichtung der Versicherungen.
Personal kann im Innendienst sowie im Außendienst abgebaut werden. Hierbei entsteht besonderer Druck auf den Außendienst der Gesellschaften. Ausschließlichkeitsvermittler dürfen im Gegensatz zu Maklern nur für eine Versicherungsgesellschaft Verträge vermitteln.
Um den steigenden Umsatzforderungen auf Dauer gerecht zu werden, müssen somit auch weniger gute Versicherungsprodukte der Versicherung an den Kunden gebracht werden.
Hat ein Vermittler dabei Bedenken und verweigert er sich diesem Vorgehen, wird er seinen Geschäftsplan nicht erfüllen und steht somit unternehmensseitig irgendwann zur Disposition.

Negative Selektion unter Vermittlern?

Im Umkehrschluss bedeutet dieses Vorgehen im Prinzip eine bestimmte Selektion von Vermittlern.
Wer moralische Bedenken hat, sich vielleicht mit den Produkten intensiver beschäftigt und einige Produkte nicht verkaufen will, wird finanzielle Schwierigkeiten haben. Gerade wenn der seriös aufgebaute Bestand noch nicht allzu groß ist. Dieser Vermittler kann schließlich nur mit größeren Büros „fusionieren“ oder aufgeben. Nur leider hat diese “ Strukturschwäche“ einen negativen Einfluss auf die Kundenbetreuung.
Denn wenn der Kunde bei der Leistungsbeantragung einer BU Rente aufgibt liegt das meist auch an der mangelnden Betreuung durch den Vermittler oder Fachmann.
Entweder wurde dieser durch die Versicherung wegrationalisiert oder man hat halt einen Vermittler, dem der Abschluss wichtiger als die Betreuung ist. Zumindest könnte man das aus der o.g. Aufstellung herauslesen.

Leider bieten die Versicherungsgesellschaften hier auch noch keine Lösungen für die eigenen Vermittler an, obwohl die Lösungen offensichtlich sind. Es wird die Zeit kommen wo Wachstum nicht mehr so wichtig sein wird wie die Qualität der Arbeit dem Kunden gegenüber. Braucht es dazu einen Generationswechsel in den Chefetagen der Gesellschaften? Man weiß es nicht, wehren werden sich Versicherungen gegen diese Entwicklung nicht mehr können. Und das ist gut so!

Die Lösung

Die Lösung der Betreuungsprobleme für Kunden kann so aussehen, dass zur Beratung und Produktauswahl größere Maklergesellschaften genutzt werden. Diese haben den kompletten Marktüberblick. Aufgrund der Größe dieser Gesellschaften besteht hier auch stabiles Standing gegenüber den Versicherern.
Seriöse Makler legen die Zusammenarbeit mit dem Kunden auf Dauer aus, es lastet auch kein Umsatzdruck auf den Mitarbeitern. Somit ist der Grundstein für ein seriöse Beratung und Betreuung gelegt. Stimmen diese Faktoren, ist auch eine gemeinschaftliche Bearbeitung des Leistungsantrages bei der BU Versicherung möglich. Zu solch hohen Ausfallerscheinungen wegen entnervten Aufgebens des Kunden wird es dann nicht mehr kommen.

Zusatzversicherung Kostenerstattungsprinzip – die Wahrheit über Billigtarife

Medical tube with symbol biohazardHeute erhielten wir Unterlagen einer gesetzlichen Krankenkasse, die Ihre eigene  Zusatzversicherung zum Kostenerstattungsprinzip bewarb. Sofort auffällig waren die „günstigen“ Preise für 30 bis 50 jährige Personen. Diese liegen selbst bei fünfzigjährigen Personen unter 30€ im Monat. Wieso eine Versicherung zum Kostenerstattungstarif so günstig angeboten wird, haben wir untersucht.

Kostenerstattungsprinzip in der GKV?

 

Kurz gesagt-das Kostenerstattungsprinzip der gesetzlichen Krankenkassen ermöglicht dem Kassenpatienten eine Behandlung als Privatpatient. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie hier.

 

Gut und günstig versichert? Denkst Du – Vergleich lohnt immer!

Die Preise für Krankenversicherungen aller Art müssen nach fest vorgegebenen Kriterien kalkuliert werden. Will ein Unternehmen eine günstige Zusatzversicherung anbieten, müssen Leistungen entfallen. Eine Tarifüberprüfung mit diesem Hintergrundwissen fördert die Unterscheide schnell zu Tage.

Fazit vorab: Günstiger Versicherungsschutz kann eine Lösung sein, wenn man weiß, worauf man verzichtet. Doch weis der Kunde wirklich was er kauft, wenn die Details nur verklausuliert in den Versicherungsbedingungen enthalten sind?

Folgender Vergleich einiger Tarifleistungen der Zusatzversicherung für das Kostenerstattungsprinzip verdeutlicht die Unterschiede:

Leistung

Billigtarif

Leistungstarif

Honorarübernahme Arzt*

bis 90%

bis 100%

Arzneimittel

0%

bis 100%

Heilmittel

0%

bis 100%

Hilfsmittel

0%

bis 100%

Kündigungsverzicht

Nein

Ja

Freie Kassenwahl GKV

Nein

Ja

Heilpraktiker

Nein

Ja

 

*Bis Höchstsatz GOÄ

Hat der Kunde wirklich ohne weiteres einen unabhängigen Vergleich der Leistungen indem er die Versicherungsbedingungen studiert? Unter Umständen ja, es kostet nur etwas Zeit.

 

Honorarübernahme Arzt: Nach Umstellung auf das Kostenerstattungsprinzip bei der gesetzlichen Krankenkasse erfolgt die Abrechnung (Liquidation) der ärztlichen Leistung nach der deutschen Gebührenordnung für Ärzte. Die gesetzliche Kasse zahlt hier nur den Anteil, der bei herkömmlicher Behandlung gezahlt worden wäre. Den Rest erhält man über die Zusatzversicherung. Es sollte immer eine 100% Lösung angestrebt werden. Wer nur 90% Versicherungsleistung erhält zahlt jedes mal 10% selbst. Das wird teuer bei chronischen Erkrankungen.

Arzneimittel: Aus unserer Sicht ein sehr wichtiger Posten. Arzneien können sehr teuer werden, bei einigen Erkrankungen liegen die Kosten im 5 Stelligen Bereich pro Behandlungszyklus. Eine Zusatzversicherung sollte auch hier bis zu 100% der Leistung übernehmen. Macht es Sinn die ärztliche Beratung als Privatpatient zu bekommen, die Therapie aber dann als Kassenpatient fortzuführen weil die Medikamente eben nur „Kassenleistungen“ umfassen?

Heilmittel: Heilmittel umfassen zum Beispiel Physiotherapie, Ergo oder Lichttherapie, Massagen, Fangopackungen usw. Im Leistungstarif sind die Leistungen dafür enthalten, in der „günstigen“ Tarifvariante zahlt der Kunde selbst.

Hilfsmittel: Hilfsmittel sind Geräte oder Vorrichtungen, die körperliche Beeinträchtigungen ausgleichen. Hierzu gehören zum Beispiel Prothesen, Rollstühle oder lebenserhaltende Hilfsmittel. Diesen Punkt kann man in eine Zusatzversicherung einschließen. Es gibt hier jedoch unterschiedliche Standpunkte, da die Versorgung der Kasse mit HilfsmittelnIlfsmittel moderat funktioniert.

Kündigungsverzicht: Versicherungen neigen dazu, „schlechte“ Risiken aus den Beständen zu entfernen. Im Bereich der Krankenzusatzversicherung kann diese Einstellung fatale Folgen für den Kunden haben. Gute Zusatztarife verzichten daher auf das Kündigungsrecht seitens der Versicherung im Schadenfall. Der Versicherungskunde ist dann sicher, behält er auch bei kostspieligen Erkrankungen seinen Versicherungsschutz. Kunden, die weniger gute Versicherungsbedingungen haben, könnten in genau dieser Situation die Kündigung erhalten. Ein neuer Versicherungsschutz lässt sich dann aufgrund der Krankheitsgeschichte nicht wieder herstellen.

Freie Kassenwahl GKV: Manche Zusatzversicherung gelten nur in Verbindung mit einer speziellen gesetzlichen Krankenkasse. Will der Kunde die Kasse wechseln, entfällt der Schutz der Zusatzversicherung. Kassenwechsel werden in Zukunft wieder Thema werden, stehen doch erhebliche Zusatzbeiträge für die GKV Kunden im Raum. Sind solche Billigtarife ein Kundenbindungsmodell?
Leistungstarife bieten Versicherungsschutz unabhängig vom Namen der gesetzlichen Kassen. Hier werden auch Altersrückstellungen gebildet um die Prämien im Alter stabil zu halten. Dieses Thema wird zum Beispiel bei Billigtarifen völlig ausgeklammert. Die Prämien können jedes Jahr neu festgesetzt, im Zweifel auch verdoppelt werden.

Wer wirklich nur die ärztlichen Honorare absichern will kann auf einen „Billigtarif“ zurückgreifen. Wartezeiten würden entfallen, eine freie Arztwahl unter den zugelassen Ärzten bestünde, mehr aber auch nicht. Braucht es dafür überhaupt eine Versicherung?
Wie immer im Leben gilt: „you get what you paid for“-  was man bezahlt bekommt man auch. Wer bei der Prämie der Zusatzversicherung für das Kostenerstattungsprinzip spart, bei dem wird auch in der Leistung gespart – ein Vergleich lohnt also immer.

weitere Details : Kostenerstattungsprinzip Zusatzversicherung

 

Zusatzversicherung, Langzeitpflege kostet 250.000€ im Leistungsfall

Pflegefälle treffen mittlerweile jede Familie. Ist der Fall erst einmal eingetreten, gibt es zwei
grundsätzliche Probleme:

  1. 70 % der Betroffenen hätten nun gern eine zusätzliche Pflegeversicherung, wenn möglich sogar rückwirkend.
  2. Die Unklarheit, welche Kosten nun auf die Familien zukommen

Dabei sind diese Probleme hausgemacht und können sehr leicht ausgeräumt werden. Eine schützende Versicherungspolice ist im Gegensatz zum abgesicherten Risiko gar nicht so teuer. Leider ist diese Erkenntnis nicht weit verbreitet, so dass ein Pflegefall unnötigerweise die ganze Familie finanziell betrifft.

 Das Thema Pflegeversicherung wird falsch angegangen

Die erste Information, die ein Interessent zum Thema Pflegeversicherung bekommt, ist der Preis. Das dürfte dann etwa so ablaufen:  „Ich brauche eine Pflegeversicherung, was Kostet das? Oh, 100€? Ich glaube ich werde kein Pflegefall, Danke!“
Die falschen Informationsgrundlagen sind es, die zu diesem recht weitläufigen Resultat führen. Doch wie kann man dieses Thema anders angehen?

Wie kann ich 250.000€ Kostenrisiko im Pflegefall absichern? Das ist hier die Frage.

Bei einer heute 55 jährigen Versicherungsnehmerin beträgt das private Kostenrisiko eines Pflegefalls der Stufe 3 leicht einen Betrag von 250.000€.  Dieser Betrag wird wahrscheinlich als Eigenkostenbeteiligung anfallen.

Pflegekostenblau

Wer selbst rechnen möchte, kann das gern mit dem Pflegekostenrechner tun.

 

Das ist aber noch nicht alles, es gibt mehr Dinge zu beachten:

– bekommt man ein Pflegeheim in der näheren Umgebung?
– will man zu Hause gepflegt werden- kann jeder die Pflegearbeiten übernehmen?
– Demenz ist bei der Pflegepflichtversicherung noch ungenügend abgesichert- wie kann
die private Zusatzversicherung dort Ausgleich schaffen?
– wer stellt den Pflegefall eigentlich fest, ist man einer willkürlichen Entscheidung
ausgeliefert?
– bekomme ich die Leistung auch im Ausland?

mehr dazu hier

Kosten für eine Zusatzversicherung können auch geringer sein

Es müssen nicht 100€ Prämie sein, um das Kostenrisiko für eine 55 jährige Person abzudecken. Man kann auch weniger investieren. Verzichtet man zum Beispiel auf eine Pflegeplatzgarantie oder akzeptiert schlechtere Leistung bei Demenz kann sich die Prämie stark verringern.  Man kann auch die eigene Rente in die Kostenrechnung einbringen und die Höhe der Zusatzversicherung entsprechend senken. Aber ob man das nach genauer Kenntnis der Tatsachen noch will, darf bezweifelt werden.
Wie auch immer. Ein Kostenrisiko durch einen Pflegefall für die Angehörigen kann größtenteils ausgeschlossen werden. Die Kenntnis des Risikos und die Kenntnis der Versicherungslösungen sorgen für optimale Vorsorge.

Krankenhauszusatzversicherung -Ambulante Operationen werden nicht gezahlt?

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Trostpflaster bei Leistungsverweigerung? Fehlanzeige! Beratung schützt!

Eine private Krankenhauszusatzversicherung
ist sinnvoll. Über diese Versicherung können Mitglieder gesetzlicher Krankenversicherungen zum Beispiel die Behandlung und Diagnostik durch Spezialisten absichern, stationäre Kuren oder auch das Einbettzimmer abrechnen.  Durch Veränderungen in den Behandlungsmethoden bleiben nun einige Patienten auf Kosten sitzen. Ambulante Operationen werden immer häufiger in Krankenhäusern durchgeführt, nur Spezialpolicen bieten hier Kostendeckung.

Ambulante OP oder stationäre Aufnahme?

Eine ambulante Operation ist dadurch definiert, dass der Patient weder die Nacht vor noch nach der OP im Krankenhaus verbringt. Eine stationäre Behandlung hingegen zieht sich mindestens über einen Tag und eine Nacht hin.
Aus Kostengründen einerseits und der Erschließung neuer Umsatzmöglichkeiten für Krankenhäuser andererseits, nimmt die Anzahl der ambulanten Operationen stetig zu.

1,9 Mio. Operationen – Zusatzversicherungen verweigern Kosten für Facharzt

Immer häufiger werden Operationen, zum Beispiel komplizierte Knieoperationen, ambulant und nicht stationär durchgeführt. 1,9 Mio. ambulante Operationen waren es allein im Jahr 2011. Schließt die Krankenhauszusatzversicherung definitiv das Merkmal „ ambulante Operation“ in den Leistungsumfang ein, übernimmt die Zusatzversicherung auch die Folgekosten durch die privatärztliche Behandlung. Das können einige tausend Euro sein, je nach Eingriff und Schwierigkeitsgrad.
Fehlt die Leistungserweiterung, verweigert die Zusatzversicherung in der Regel die Kostenübernahme.

Inhaltsbezogene Beratung sichert Kostenübernahme

Wer als Privatpatient trotz Kassenmitgliedschaft auf Nummer sicher gehen will, sucht die Krankenhauszusatzversicherung nach Tarifinhalten aus. In diesen Tarifinhalten garantieren die Versicherungen verschiedene Kostenübernahmen. Spezialmakler können diese Tarifinhalte transparent darstellen.
Nicht nur ambulante Operationen sind dabei ein Thema. Unter anderem werden auch Transportkosten, die Gebührenordnung für Ärzte, freie Krankenhauswahl, homöopathische Behandlungen oder auch Leistungen bei Reha oder Kur durchleuchtet.
Nur eine transparente Beratung zu garantierten Versicherungsleistungen ermöglicht dem Interessenten eine präzise Tarifauswahl. Die Entscheidung für einen speziellen Tarif basiert dann auf nichts anderem als auf Fakten.

Fazit: Privatpatient trotz Kassenmitgliedschaft funktioniert – es kommt wie immer auf die Qualität der Zusatzversicherung an. Interessenten sollten bei der Beratung auf die Darstellung der Tarifinhalte achten.

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Privatpatient Arzt, Zahnarzt, Krankenhaus

Leistungsübersicht Stationäre Zusatzversicherung

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So bleiben Sie Privatpatient beim Wechsel in gesetzliche Krankenversicherung

Der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung erfolgt meist durch einen Statuswechsel. Dieser kann zum Beispiel dann eintreten, wenn Angestellte unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze „rutschen“.
Immer häufiger wird dieser „rutsch“ bewusst ausgelöst um den Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung zu ermöglichen. Die Vorteile sind dabei zum Beispiel die kostenlose Mitversicherung von Kindern. Die Nachteile sind jedoch auch klar: Bei Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung wird man nicht mehr nach „ärztlicher Kunst“ behandelt sondern nach Schema „F“ : ausreichend und zweckmäßig! Wir zeigen Ihnen wie Sie trotz Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung Privatpatient bleiben können.

Private Krankenversicherung bietet manchmal Wechselgarantie

Wer sich für die Private Krankenversicherung eines Premiumanbieters entschieden hat, geniest gewisse Vorteile wenn es um den Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung geht. Die Wechselgarantie ermöglicht dem Kunden, die Krankenvollversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung in entsprechende Zusatzversicherungen umzuwandeln. Bekannt sind meist die gängigen Zahnzusatzversicherungen, auch die Zusatzversicherung für das Krankenhaus kennen die meisten. Den Vorteil im ambulanten Bereich, also beim Arzt des Vertrauens, bringen jedoch die ambulanten Restkostenversicherungen.
Hier wird die frei Arztwahl und die damit verbundene privatärztliche Behandlung sowie der Wegfall der Wartezeiten bezahlbar. Denn die gesetzliche Kasse kann auch „ Privatarzt“! Jedoch wird bei diesem Kassenmodell nur ein Teil der Behandlungskosten übernommen. Die entstehenden Restkosten, die je nach Therapie einige 10.000€ betragen können, erhält der Patient dann von der Zusatzversicherung erstattet.

 Privatpatient Schema Wechsel PKV zur GKV

 

Die gesetzliche Krankenversicherung  kann auch „ Privatpatient “!

Seit 2007 können Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung zwischen der herkömmlichen Abrechnungsart (Sachleistungsprinzip) und dem Kostenerstattungsprinzip wählen. Beim Kostenerstattungsprinzip wird das Mitglied beim Arzt als Privatpatient wahrgenommen und erhält die entsprechenden Vorteile.
Wer den Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung angehen will, muss also nicht auf die privatärztliche Behandlung verzichten. Es ist jedoch vorher zu prüfen, ob die bisherige Private Krankenversicherung einen solchen Wechsel zum KOstenerstattungsprinzip unterstütz. Tut sie das indem Zusatztarife ohne erneute Gesundheitsprüfung angeboten werden, müssen die Versicherungen untereinander noch synchronisiert werden um keine Versicherungsfreien Zeiträume entstehen zu lassen.

Unter normalen Umständen sollte somit der Status Privatpatient nach dem Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung erhalten bleiben.

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Unterschiedliche Behandlungskosten Kassenpatient / Privatpatient

Rückkehr in die GKV  und trotzdem Privatpatient

Krankenzusatzversicherung – Privatpatient beim Arzt, Zahnarzt und im Krankenhaus

Kurzmitteilung

Privatpatient trotz GKV ? Möglich machen das die Krankenzusatzversicherungen für gesetzlich versicherte Patienten.

Ambulante Krankenzusatzversicherung Kostenerstattungsprinzip GKV

Für gesetzlich Versicherte kann der Status Privatpatient beim ambulanten Arztbesuch hergestellt werden. Somit sind privatärztliche Therapien für gesetzlich Krankenversicherte möglich. Der Wegfall von Wartezeiten und Budgetierungen der Gesetzlichen Krankenversicherung sind mit dieser Krankenzusatzversicherung möglich.

Privatpatient beim Zahnarzt

Der Zahnarzt kann eine privatärztliche Behandlung bei Kassenpatienten durchführen. Die dadurch erhöhten Kosten können über eine Krankenzusatzversicherung abgedeckt werden.Eine 100% Kostenübernahme beim Zahnarzt für Zahnersatz und Zahnbehandlung sind möglich.

 Privatpatient im Krankenhaus

Für die privatärztliche Behandlung im Krankenhaus gibt es für GKV Versicherte eine Zusatzversicherung für das Krankenhaus. Diese Leistet neben der Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer noch die privatärztliche Behandlung durch den Arzt nach Wahl des Patienten. Dadurch sind auch weitreichende diagnoseverfahren abgesichert die man im System der gesetzlichen Krankenkasse nur erschwert erhält.

Krankenzusatzversicherung Krankenhaus11 Zahnarzt

 

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Rückkehr zur gesetzlichen Krankenkasse – trotzdem Privatpatient!

Gesetzlich Versichert und trotzdem Privatpatient

Rückkehr aus der privaten Krankenversicherung oder aus dem Ausland in die gesetzliche Krankenkasse- man kann trotzdem weiterhin eine privatärztliche Behandlung erhalten.

Ab und zu trägt sich ein Privatversicherter mit dem Gedanken in die gesetzliche Kasse zurückzukehren. Die Gründe können unterschiedlich sein, von Veränderungen im Job über persönlichen Veränderungen ist so ziemlich alles vertreten. Wer zurück ins gesetzliche System wechselt verliert jedoch den Status eines Privatpatienten. Eine Behandlung nach ärztlicher Kunst wäre dann ausgeschlossen. Man kann jedoch den Status Privatpatient mit eine Sondervereinbarung erhalten.

 2 Klassenmedizin

Wer gesetzlich Versichert ist, erhält eine Mitgliedskarte, geht zum Arzt und lässt sich entsprechend Behandeln. Von der Abrechnung bekommt der Patient in der Regel nichts mit. Dafür bekommt der Patient aber auch nur die Leistungen, „die ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind und das Maß des notwendigen nicht überschreiten“.
Außerdem hat der Arzt nur bestimmte Budgets zur Patientenbehandlung zur Verfügung. Dies kann z.B. bei chronischen Erkrankungen dazu führen, dass die gewählte Behandlung nicht die wirksamste ist. Durch das Wirtschaftlichkeitsgebot können auch Behandlungen erfolgen die mehr Nebenwirkungen haben als moderne, teurere Behandlungen.

 Kostenerstattungsprinzip

Man hat jedoch die Wahl. Wer gesetzlich versichert ist, hat das Recht den Kassenvertrag auf das Kostenerstattungsprinzip umstellen zu lassen. Dadurch wird man bei Arzt wieder zum Privatpatienten und erhält eine Behandlung nach ärztlicher Kunst, ohne Einschränkungen und Budgetzwang.
Abgerechnet wird dann die privatärztliche Behandlung nach der Gebührenordnung für Ärzte. Die gesetzliche Kasse übernimmt dann den Teil der Kosten, der im „normalen“ Abrechnungssystem angefallen wäre.  Den Restbetrag lässt man von einer privaten Zusatzversicherung erstatten.

Umstellung der privaten Krankenvollversicherung in eine Zusatzversicherung

Diese private Zusatzversicherung für eine privatärztliche Behandlung bieten zurzeit nur wenige private Krankenversicherungen an.
Wer eine Krankenvollversicherung hat und nun Umstellen möchte, muss erst einmal prüfen ob „seine“ Versicherungsgesellschaft eine solche Zusatzversicherung überhaupt anbietet.
Die Qualitätsversicherer haben darüber hinaus noch zugunsten ihrer Kunden eine Vereinbarung, dass ein Wechsel in so einen Zusatztarif ohne erneute Gesundheitsprüfung erfolgen kann. Eine solche Gesellschaft ist zum Beispiel die Barmenia. Der Vorteil ist klar. Sollten Vorerkrankungen bestehen würden diese nicht ins Gewicht fallen.

Privatpatient mit Kostenerstattung – Zukunftsmodell?

Auf alle Fälle wird der Patient beim Kostenerstattungsprinzip in die Therapieauswahl mit einbezogen. Es entsteht eine wesentlich engere Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient. Die Eigenverantwortung des Patienten wird gestärkt, die Leistungsabrechnungen werden transparenter.
Der Patient erhält eine privatärztliche Behandlung nach den Regeln der Kunst, die medikamentöse Behandlung ändert sich auch.

Aus diesem Grund wird das Kostenerstattungsprinzip mit privater Zusatzversicherung eine Zukunft haben. Hier liegt auch der Schlüssel zur kosteneffizienten Verwaltung in den gesetzlichen Kassen, die Leistungsabrechnung wäre stark vereinfacht, ganze Prüfungskommissionen wären überflüssig.

 

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Kostenfalle Kostenerstattungsprinzip?

Wechsel in die Gesetzliche KV – trotzdem Privatpatient

Angebote zur entsprechenden Zusatzversicherung finden Sie hier: Privatpatient beim Arzt

Privatpatient trotz Gesetzlicher Krankenversicherung

Das Kostenerstattungsprinzip der Gesetzlichen Krankenversicherung ermöglicht jedem Mitglied die privatärztliche Behandlung als Privatpatient . Freie Arztwahl, Wegfall der Wartezeiten und verbesserte Behandlungsmöglichkeiten sind die Vorteile, doch es gibt auch Nachteile.

Das Sachleistungsprinzip – Gesundheitskarte, Wartezimmer, Abfertigung

Wer in der Gesetzlichen Krankenversicherung Mitglied ist kennt den normalen Ablauf. Man geht zum Arzt, legt die Karte vor und wird behandelt. Durch das Vorlegen der elektronischen Gesundheitskarte, Krankenkarte, Überweisungsschein oder Krankenschein besteht Anspruch auf eine Behandlung nach Sachleistungsprinzip, ohne dafür eine Rechnung zu erhalten. Dadurch erhält der Patient eine Behandlung die „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ ist, so sieht es das Gesetz vor. Die Ärzte in diesem System unterliegen den o.g. Einschränkungen und der ständigen Gefahr von Regressen. Für den Patienten äußert sich das unter anderem in langen Wartezeiten für Facharzttermine. Außerdem stehen wirtschaftliche Therapien im Vordergrund und nicht die, die am besten zur Heilung geeignet wären.

Das Kostenerstattungsprinzip – Privatpatient, freie Arztwahl, Heilung und Linderung

Seit dem 1.1.2004 bieten die gesetzliche Krankenversicherung alternativ das Abrechnungssystem der Kostenerstattung an. Dabei lässt sich das Mitglied als Privatpatient beim Arzt behandeln.
Dadurch kann der Arzt nun alle sinnvollen Behandlungen,die Heilung und Linderung verschaffen anwenden, die Einschränkungen des Sozialgesetzbuches und die Gefahr von Regressen entfallen. Die Behandlung nach „ärztlicher Kunst“ steht somit im Vordergrund. Das Kostenerstattungsprinzip bringt Patient und Arzt näher. Im Voraus müssen Arzt und Patient den Sinn und die Notwendigkeit der geplanten Maßnahmen klären, auch die Kosten sind hierbei ein Thema.
Dadurch wird klar, dass der Patient hier ein Mitspracherecht hat, die Freiheit hat, selbst zu wählen.

Kostenerstattungsprinzip – Mehrkosten, Verwaltungsaufwand,  Zusatzversicherung

Die Abrechnung erfolgt auf Basis der privatärztlichen Behandlung. Der Patient erhält hierzu eine Rechnung (Liquidation) vom Arzt. Diese Rechnung wird dann bei der Kasse eingereicht welche oft nur einen Anteil dieser Rechnung übernimmt. Gerade bei langwierigen oder chronischen Erkrankungen kann dieser Eigenanteil enorm hohe Kosten verursachen. Aufgrund dieser Tatsache sollte vorher geklärt werden, ob eine entsprechende private, ambulante Zusatzversicherung für das Kostenerstattungsprinzip abgeschlossen werden kann. Durch eine Gesundheitsprüfung bei Antragsstellung werden hier nur gesunde Personen aufgenommen. Für bereits in Behandlung befindliche Patienten wird eine solche Zusatzversicherung in den meisten Fällen unerreichbar sein.

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