Stimulationshandschuh stellt Tastsinn wieder her

TastsinnEin medizinisches Hilfsmittel ermöglicht Schlaganfallpatienten das wiedererlenen des Tastsinns. Auch eine beeinträchtigte Feinmotorik kann durch diese Methode verbessert werden. Neurowissenschaftler haben einen speziellen Handschuh entwickelt, der durch Stimulation der Fingerspitzen positive Veränderungen in Gehirn erzeugen. Doch zahlt das auch die Krankenversicherung?

Handschuh aus leitfähigem Material mit elektronischen Kontakten

Der Handschuh ist aus eine leitfähigen Material gefertigt. In den Fingerspitzen befinden sich elektronische Kontakte die leichte Impulse abgeben. Der Träger empfindet diese als leichte Massage der Fingerspitzen. Durch den neuronalen Stimulationshandschuh finden positive Veränderungen im Gehirn statt. Bewegungsabläufe, Feinmotorik und Tastsinn können so auf andere Gehirnregionen übertragen und praktisch neu gelernt werden.
Testpersonen berichten, dass Bewegungsabläufe wieder möglich sind die vorher, wenn überhaupt nur eingeschränkt funktionierten. Tastsinn und Feinmotorik verbesserten sich. Zum Beispiel konnten einfache Essbewegungen wieder ausgeführt werden.
Trotz dem der Handschuh 5-mal pro Woche zu Therapiezwecken eingesetzt wurde, konnten Besserungen teilweise erst Monate später eintreten.

Zahlt die Krankenversicherung?

Das kommt auf den Fall an. Es gibt sicherlich Unterschiede zwischen gesetzlichen und privaten Versicherungen. Ausschlaggebend dürfte auch die Grunderkrankung und die Prognose sein. Bei Privatversicherten ist ein offener Hilfsmittelkatalog eine Voraussetzung die Leistung zu erhalten.
Geschlossene Hilfsmittelkataloge hingegen zählen abschließende auf, welche Hilfsmittel versichert sind. Es kann sein, dass dieser Handschuh aufgrund der relativ neuen Technologie nicht im Hilfsmittelkatalog aufgeführt ist und somit die Kostenübernahme nicht möglich ist. Werden die Kosten nicht übernommen, gibt es Alternativen.

Methode seit dem 12. Jahrhundert bekannt

Es ist erstaunlich was zum Beispiel die chinesische Medizin schon vor hunderten von Jahren wusste.Akkupunktur der Fingerspitzen und bestimmte Massagetechniken erreichen vergleichbare Effekte. Personen, deren Feinmotorik weniger eingeschränkt ist können zum Beispiel mit Qi Gong Kugeln Fortschritte erzielen. Sollte eine Krankenversicherung die Kostenübernahme eines Stimulationshandschuhs nicht übernehmen, gibt es Alternativen. Zumindest der Privaten Krankenversicherung kann dann eine Kostenbeteiligung je nach Tarif abgerungen werden, und sei es nur für eine naturheilkundliche Behandlung.

 

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In der Patientenakte steht nicht alles drin

Kurzmitteilung

frog-1339904_1920Immer mehr gesetzliche Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern Auskünfte über Behandlungsverläufe an. Solche Auskünfte werden unter anderem benötigt, um private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen sicher zu beantragen. Private Krankenversicherungen benötigen im Gegensatz zu gesetzlichen Versicherungssystemen Auskunft über die Gesundheit der Kunden. Ob ein Antrag angenommen wird oder nicht, ist unter anderem abhängig von den im Antrag angegebenen Gesundheitsauskünften. Immer mehr Kunden möchten die Gesundheitsfragen mit Hilfe dieser Patientenauskunft beantworten. Doch die Patientenakte der Kasse ist nicht immer vollständig.

Keine Datenerhebung beim Kostenerstattungsprinzip

In den Aufzeichnungen der gesetzlichen Kassen sind Behandlungstermine und die behandelnden Ärzte genannt. Diese Aufzeichnungen stellen jedoch nur den Behandlungsverlauf in der Sachleistung dar. Das Sachleistungsprinzip ist Standard in der gesetzlichen Kasse und ermöglicht dem Mitglied die Behandlung auf Krankenkarte. Wählt das Kassenmitglied jedoch das Kostenerstattungsprinzip und wird somit zum Privatpatienten, entfallen diese Aufzeichnungen.

Patientenakte direkt vom Arzt

Die Alternative ist die Patientenakte direkt vom Arzt. Dort sind auch Informationen zu Diagnosen, Behandlungsverläufen und Medikamenten enthalten. Die Patientenakte direkt vom Arzt hilft unter Umständen mehr bei der Beantwortung von Gesundheitsfragen.

Kostenerstattung Krankenkasse

Alle Selbstständigen in die GKV? Bürgerversicherung?

GKV Bürgerversicherung für Alle?

Die Bertelsmann Stiftung empfiehlt aktuell, alle Selbstständigen, deren Einkommen unter einer gewissen Grenze liegt, in die gesetzliche Krankenversicherung zu überführen. Die Private Krankenversicherung steht indirekt in der Kritik, berechtigt oder auch nicht. Das Thema Bürgerversicherung lauert im Hintergrund. Es tut sich was, man kann es fast fühlen. Verschließen kann und sollte man die Augen vor dem kommenden nicht, die berechtigte Frage: Wie machen es die anderen, gibt es Lösungsansätze?

Andere Länder, andere Lösungen?

In einigen, auch europäischen Ländern wird ein recht simpler Ansatz seit Jahren umgesetzt. Bis auf eine kleine Gruppe von Personen ( Richter, Staatsanwälte, und leitende Beamte) gibt es für die Bevölkerung eine Basisversorgung. Nur absolute Grundbedürfnisse werden abdeckt, nur das notwendigste geleistet. Der Rest läuft über private Zusatzpolicen. Darstellbar ist dies für die Bevölkerung deshalb, weil die Prämien für die gesetzliche Grundabsicherung gering sind.
Ein Modell für Deutschland? Die Private Krankenversicherung könnte sich, zumindest aus meiner Sicht, entsprechend umstellen: die Vollkostentarife in Zusatztarife umwandeln und ambulante, stationäre und zahnmedizinische Versorgung auf Privatpatientenniveau sicherstellen. Da könnten sogar Alterrückstellungen berücksichtig werden. Ob aber eine notwendige Veränderung der gesetzlichen Kassen auch funktionieren würde?

Demnächst 25% des Einkommens nur für die Krankenversicherung?

Der Bruttolohn in Deutschland lag im Jahr 2015 durchschnittlich bei ca. 3600€ monatlich pro Arbeitnehmer. Ohne Pflegeversicherung entspricht das einen Krankenkassenbeitrag von über 500€ monatlich- da ist auch der Anteil dabei, den der Arbeitgeber bezahlt. Kommen Pflegeversicherung und Zusatzbeitrag hinzu, können 600€ Monatsprämie zügig überschritten werden.

Würden nun Einheitsversicherungen kommen, bei denen sich jeder nochmal extra mit Zusatzpolicen absichern müsste, würde das bei einer 40-jährigen Person wie folgt aussehen:

  • Ambulante Zusatzversicherung: ca 170€ / Monat
  • Stationäre Zusatzversicherung:  ca    50€ / Monat
  • Zahnzusatzversicherung         :  ca    55€ / Monat

In Summe: 275€ ( ja, es geht auch billiger, dann aber mit weniger Leistung), jeden Monat, zusammen mit der GKV (rund 600€) fehlen nicht mehr viel zu 900€ Gesamtprämie. Nun mag man einräumen, dass der Arbeitgeberanteil ja nicht zur Gesamtprämie hinzuzurechnen ist, das zahlt ja der Arbeitgeber und nicht der Angestellte. Aus meiner Sicht muss jeder Arbeitnehmer natürlich mit seinem Arbeitsertrag diesen Posten, wenn auch indirekt, miterwirtschaften. Die Nettovariante sieht je nach Steuerklasse noch schlechter aus, bei Mitversicherung von Kindern ist der Ofen dann ganz aus. Pro Kind werden, wenn auch geringere, Prämien für die private Zusatzversicherung fällig.

GKV in Kombination mit der betrieblichen Krankenversicherung?

Ein neues Versicherungssystem ist sicherlich notwendig. Dafür muss sich jedoch das System der gesetzlichen Krankenkassen massiv und nachhaltig ändern.
Folgende Fragen können in einem solchen Prozess eine Rolle spielen:

  • Ist die momentane Beitragshöhe gerechtfertigt?
  • Brauchen wir wirklich 118 gesetzliche Krankenkassen in Deutschland?
  • Wie hoch ist das tatsächliche Budget, welches allein für die Behandlung von Patienten benötigt wird?
  • Wieso sind in Deutschland die Medikamentenpreise um ein vielfaches höher als in anderen Ländern?
  • Ist das System einer herkömmlichen Versicherung überhaupt noch das richtige?
  • Kann die private, betriebliche Krankenversicherung gefördert werden um leistungsstarke Zusatztarife zu günstigen Prämien anzubieten?
  • Sollte gesunder Lebenswandel belohnt werden?
  • Welchen Stellenwert hat Prävention?

Die Forderung nach mehr GKV statt PKV taucht hin und wieder auf, doch ohne Veränderungen auf beiden Seiten wird es nicht funktionieren. Ein konstruktiver Dialog kann helfen, vielleicht wird in so einem Prozess das große Potential der privaten, betrieblichen Krankenversicherung erkannt. Zu wünschen wäre es.

Vielleicht interessant : Privatpatient trotz GKV  oder Privatpatient im Krankenhaus – die Versicherung

Folgen von Schönheitsoperationen – keine Versicherung?

Private Krankenversicherung SchönheitsoperationenDie Private Krankenversicherung sichert Kostenübernahme im Rahmen des jeweiligen Tarifes für medizinisch notwendige Heilbehandlungen. Die Krankenversicherung kommt nicht für vorsätzlich herbeigeführte Krankheiten und Unfälle. Der „Einbau“ von Brustimplantaten ist daher nicht Gegenstand der Versicherung, erst recht nicht, wenn später Komplikationen eine zweite OP nach sich zieht. Echt? Weit gefehlt!

Erstaunliches Urteil betrifft Private Krankenversicherung

In einem BGH Urteil vom 15.02.2016 (Az. IV ZR 353/14; VersR 2016, 720) sahen die Richter tatsächlich die Leistungspflicht bestehen. Nicht für die Brust OP an sich, sehr wohl aber für die Behandlung, die notwendig war, weil Komplikationen eingetreten sind.

Muss die Krankenversicherung demnächst alles zahlen?

Die Frage ist nicht ganz abwegig. Trotz Leistungsausschluss in den Versicherungsbedingungen findet ein Gericht nun einen Ausweg. Was eigentlich nicht versichert werden kann, ist nun doch, zumindest hypothetisch, versichert. Muss man nun zu einer Krankenversicherung gleich eine Rechtsschutzversicherung abschließen? Vielleicht keine schlechte Idee. Aber auch da komt es auf die Inhalte an, sonst gibt es unter Umständen zwei Versicherungen die nicht bezahlen wollen.

Ungewollter Effekt

Eine Private Krankenversicherung auf Leistung zu verklagen kann Vorteile bringen. Es gibt Versicherer, die immer wieder dadurch auffallen, dass Klagen über eigentlich selbstverständliche aber dennoch abgelehnte Leistungszusagen öffentlich werden.
Durch Meidung solcher Anbieter erspart sich der Makler ärger, auch der Kunde ist bestens beraten, qualitativ hochwertige Tarife zu wählen. Häufen sich jedoch oben genannte richterliche Entscheidungen, kann es zu einem starken Prämienanstieg auch bei Qualitätsversicherern führen. Es bleibt zu beobachten und abzuwarten.
Oft genug haben Versicherung Leistungen verweigert und kamen vielleicht damit durch, weil sich der Kunde nicht mehr darum gekümmert hat.
Aus diesem Grund wird diese eine Entscheidung contra Versicherung sicherlich keine starken Auswirkungen haben. Ein Zeichen wurde aber dennoch gesetzt: Versicherungsbedingungen können auf den ersten Blick wasserdicht sein- am Ende entscheiden aber die Richter.

 

Weitere Artikel zum Thema Privatpatient : Privatpatient im Krankenhaus

Krankenzusatzversicherung – Zahlen Sie bitte selbst!

Stationäre Zusatzversicherungen bieten gesetzlich Versicherten Personen die Möglichkeit, bei freier Krankenhauswahl eine privatärztliche Behandlung zu wählen. Je nach Grund des Krankenhausaufenthaltes kann man sich so den Facharzt oder den Spezialisten aussuchen. Die Zusatzversicherung zahlt dann den Teil der Rechnung, die von der GKV nicht übernommen wird. Wirklich?

Krankenhäuser sind nicht gleich Krankenhäuser

Private Zusatzversicherungen folgen den Grundbedingungen der Privaten Krankenversicherung. In diesen Muster- und Tarifbedingungen sind die Voraussetzungen
für die Kostenübernahme aufgeführt.
Die Behandlung in Akutkrankenhäusern ist demnach kein Problem, häufig werden aber neben Akutpatienten auch andere Fälle im selben Gebäude behandelt. Werden zum Beispiel auch Kuren im selben Gebäude durchgeführt, kann die Zusatzversicherung die Leistung verweigern. Das kann dann der Fall sein, wenn in den Tarifbedingungen
der Kunde aufgefordert wird, vor Behandlung in einem solchen Krankenhaus ( gemischte Heilanstalt ) eine schriftliche Bestätigung von der Versicherung einzuholen.
Welcher Kunde kennt schon die Tarifbedingungen so detailliert, welcher Kunde weiß schon, ob sein Krankenhaus in diese Kategorie fällt?
Hier setzt Beratung ein, Beratung die wichtig ist um Inhalte zu erkennen und die richtige Versicherung zu wählen.

Gemischte Heilanstalt oder Privatklinik?

Reine Privatkliniken, also Kliniken die keine Kassenpatienten aufnehmen und nicht nach Bundespflegesatzverordnung abrechnen, sind meist vom Versicherungsschutz der Zusatzversicherung ausgeschlossen.
Wenn man es weiß, ist das kein Problem. Stellt man jedoch erst nach der Krankenhausbehandlung fest, dass die Versicherung nicht zahlt, wird es teuer.
Je nach Behandlung können sich die Kosten auf einige zehntausend Euro belaufen.

Spezialisten ja, geht auch ohne Limitierung?

Eine privatärztliche Behandlung sollte über eine Krankenhauszusatzversicherung
immer abgesichert sein. So können Spezialisten und Fachärzte, auch Chefärzte
für die Behandlung engagiert werden.
Doch es gibt weitere Details, die wichtig sind, um eine vollumfängliche Kostenerstattung über die Zusatzversicherung zu erhalten: Die Höhe der Honorare.
Es gibt Versicherungen die auch über den Höchstsätzen liegende Honorare der Privatärzte zahlen. Ein wichtiges Detail. Behandlungsverträge von absoluten Spezialisten können den üblichen Höchstsatz schon um 100% überschreiten. Gut wenn man dann keine Limitierung in seinem Versicherungsvertrag hat.

Welche Leistung für welchen Preis am Markt zu haben ist können Sie mit unserem
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2 Klassenmedizin im Praxistest

Gibt es Sie wirklich, die 2 Klassenmedizin? Oder handelt es sich hier einfach nur um einen Verkaufstrick geschäftstüchtiger Versicherungsverkäufer?
Versprochen wird eine Behandlung auf dem Niveau eines Privatpatienten bei Abschluss von entsprechenden Zusatzversicherungen. Doch gibt es wirklich Vorteile?

Höhere Behandlungsstandarts für Privatpatienten?

In einigen Bereichen gibt es praktische Erfahrungen, die Belegen, dass optimale Behandlungsmethoden Privatversicherten eher zur Verfügung stehen als gesetzlich Versicherten Patienten. Ein Doktor berichtet:

Können GKV Patienten privatärztliche Leistungen erhalten?

Seit Einführung des Kostenerstattungsprinzips in der gesetzlichen Krankenkasse
ist eine privatärztliche Behandlung für jeden Patienten möglich.
Ein Wechsel vom „normalen“ Sachleistungsprinzip zum Kostenerstattungsprinzip
ist jedoch genau zu überlegen. Privatärztliche Behandlungen verursachen wesentlich mehr Kosten im Vergleich zu Kassenleistungen. Diese Mehrkosten zahlt der Patient aus eigener Tasche.
Gerade im Bereich von Medikamentenverordnungen können die Kosten erheblich sein.
Private Krankenzusatzversicherungen können  im Rahmen der Tarifbedingungen
auch Kosten für derartige Medikamente übernehmen.

2 Klassenmedizin ade

Mit privaten Restkostenversicherungen kann das Kostenrisiko bei privatärztlicher Behandlung aufgefangen werden. Auch die Wahlärztliche Behandlung im Krankenhaus ist möglich, inklusive der dabei verwendeten Materialien und Medikamente.
Eine Behandlung auf dem aktuellen Stand der Medizin ist somit auch für Kassenpatienten zu haben.

Antwort auf Kassenleistungskürzungen

Der Kampf beider Versicherungssystem, der gesetzlichen Krankenkasse und der Privaten Krankenversicherung, wird medial geführt. Frontal 21 zeigt, wie die Kosten-
einsparung zu lasten der Versicherten vorangetrieben wird.
Welche Möglichkeiten es für den einzelnen in betracht kommen um sich in Zukunft vor weiteren Kürzungen zu schützen, möchten wir aufzeigen.

Frontal 21 Bericht – Hilfsmittel – es wird gespart

Ein Erfahrungsbericht aus erster Hand, es macht bestürzt, traurig – es regt zum nachdenken an.

Gesetzlicher Versicherungsschutz wird sich verringern

Es liegt auf der Hand, dass sich der Umfang der Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung auch weiterhin verringern wird.
Die Hintergründe sind vielfältig, aufhalten lässt sich diese Entwicklung wahrscheinlich nicht.
Andere Länder in der EU haben diese Entwicklung bereits hinter sich. Recht stabil
läuft eine Variante, die einen Basisschutz für alle vorsieht, der dann wahlweise um
private Leistungsmodule erweitert werden kann.

Zusatzbausteine für eine optimale, private Absicherung

In Deutschland stehen den Versicherten gesetzlicher Krankenkassen immer mehr
Möglichkeiten offen, privat den Schutz zu ergänzen.
Die radikalste, leistungsstärkste aber auch kostenintensivste Möglichkeit sieht das Kostenerstattungsprinzip vor.
Hier wird der Patient bei der Behandlung als Privatpatient angesehen. Behandlungsmethoden, Therapien und Hilfsmittel werden jetzt anders verordnet.
Die Folge ist ein starker Anstieg der Behandlungskosten welcher vom Patienten zu bezahlen ist.
Immer mehr private Anbieter übernehmen gegen eine Versicherungsprämie diese Mehrkosten zum Teil zu 100%.
Zur Zeit können unter anderem folgende Zusatzleistungen privat gebucht werden:

  • Restkostenabsicherung Kostenerstattung ambulant
  • Psychologische Behandlungen
  • Vorsorge über GKV Niveau
  • Hilfsmittelübernahme ( Rollstühle, Prothesen, Inkontinenzartikel usw..)
  • Kostenerstattung bei Heilmittelverordnungen ( Ergo oder Physiotherapie usw.)
  • Privatärztliche, ambulante und stationäre Behandlung
  • Naturheilkundeverfahren, ambulant und stationär
  • Brillen
  • stationäre Kuren
  • und vieles mehr

Zusatzversicherungen nach Leistung auswählen

Die privaten Zusatzversicherungen können die Lösung in der Frage nach bestmöglicher, medizinischer Versorgung sein.
Wie immer kommt es jedoch auf die Tarifinhalte an. Leistungsversprechen sind schön, eine Leistungsgarantie stellen jedoch nur die in den Tarifbedingungen zugesagten Leistungen dar. Wir bieten daher eine Leistungskalkulation. Wir selektieren auf Wunsch die Versicherungen, die bestimmte Leistungsmerkmale Ihrer Wahl garantiert bieten.

Weitere interessante Artikel: Krankenhauszusatzversicherung Vergleich

Hirnimplantat überbrückt Rückenmarksverletzung

Ein Bericht der New York Times vom 13.04.2016 stellt den ersten funktionierenden Fall einer überbrückten Rückenmarksverletzung durch ein Hirnimplantat vor. Sensoren geben Hirnströme und somit Denkprozesse direkt an die Muskeln des Patienten weiter. Im beschriebenen Fall kann ein Patient mit einer massiven Rückenmarksverletzung (Quadriplegia) nun seine Hand so bewegen, dass er sogar ein Gitarren Videospiel beherrscht. Eine Sensation, wenn man bedenkt, dass der Patient eigentlich nur Bewegungen in den Schultern und den Oberarmmuskeln ausführen kann.

Mobilitätsproblem in wenigen Jahren gelöst

Die Übertragung der Informationen an die Muskeln des Patienten sind nun zwar möglich, weitere Entwicklungen sind aber dennoch notwendig.
Im Moment ist ein ganzes Labor notwendig um die Datenübertragung zu gewährleisten. Aufgrund der rasanten, technischen Entwicklungen könnte in wenigen Jahren eine mobile Version dieser Technologie zur Verfügung stehen.

Zahlt die Krankenversicherung die Behandlung?

Nun, genau lässt sich so etwas im Vorfeld nicht klar darstellen. Jedoch gibt es positive Entwicklungen im Bereich Kostenübernahme durch die Krankenversicherungen. Für einige gelähmte Personen kommt die Nutzung eines Exoskelettes in Frage. Dieses Hilfsmittel erlaubt Personen mit bestimmten Rückenmarksverletzungen das selbstständige laufen. Dadurch wird der gesamte Organismus des Patienten positiv beeinflusst.
Es sind bereits 5 Fälle bekannt, in denen Krankenkassen die 60.000€ teuren Hilfsmittel bezahlten, inklusive der Reha Maßnahme die zusätzlich pro Monat 15.000€ kosten kann.
Es wird also fallabhängige Entscheidungen zu Kostenübernahmen geben. Bei Privaten Krankenversicherungen entscheidet darüber hinaus auch der Inhalt der Versicherungsbedingungen über die Bereitschaft zur Zahlung. Ein Ausschluss wäre zum Beispiel ein geschlossener oder beschränkter Hilfsmittelkatalog.

Hilfsmittel in der Privaten Krankenversicherung

Privatpatienten können bessergestellt sein als gesetzlich versicherte, müssen es aber auch nicht sein. Schließt eine private Krankenversicherung zum Beispiel geschickt den medizinischen Fortschritt in den Tarifbedingungen aus, gibt es für solche Neuentwicklungen sicher keine Leistungszusage.
Verfügt jedoch der Versicherungsvertrag über eine „offene Formulierung“ sieht es für den Patienten besser aus:

Erstattungsfähig sind die Aufwendungen für technische Mittel und Körperersatzstücke, die Behinderungen, Krankheits- oder Unfallfolgen unmittelbar mildern oder ausgleichen sollen, sowie für Behandlungs- und Kontrollgeräte….

 

Es sollten keine Einschränkung auf bestimmte, namentlich bezeichnete Hilfsmittel bestehen und auch keine Beschränkungen wie „einfache oder mittlere Ausführung / Standard“ enthalten sein.

Schön wäre natürlich, wenn dieser Fortschritt jedem Patienten gleichermaßen zur Verfügung stehen könnte, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Wichtig für Kassenpatienten: Ambulante Zusatzversicherung Privatpatient beim Arzt

Private Krankenversicherung vergleich gesetzliche Krankenversicherung

Private Krankenversicherung Vergleich gesetzliche KrankenversicherungWie jedes Jahr, ca. im März, liest man in der Presse Artikel über die teure Private Krankenversicherung und die Wechselmöglichkeiten in die gesetzliche Krankenversicherung.
Argumentation: die Private Krankenversicherung erhöht ständig die Preise… arme Privatversicherte!

Ja, die Private Krankenversicherung hat Tarifanpassungen. Doch ist die gesetzliche Krankenversicherung vor den Gesetzen der Marktwirtschaft befreit?

Wir haben uns einmal die Vergangenheit der gesetzlichen Krankenkassen angesehen, da gab es einige Reformen die Leistungskürzungen verursachten. Man bekommt also pro Reform weniger Leistung für das Geld, was man in Form von Beiträgen an die GKV zahlt.

 

1977: Kostendämpfungsgesetz- Zuzahlung zu Medikamenten, Heilmitteln oder
Verbandmaterial  Begonnen wurde mit einer Mark – wo stehen wir heute?
(zwischen 5€ und 10 € pro  Medikament).
1983: Auch Rentner müssen jetzt eigene Beiträge zahlen.

1989: Gesundheitsreformgesetz – unter anderem werden Festbeträge (Maximalbeträge)
für Medikamente festgesetzt. Der Kunde zahlt die Differenz zu eventuell teureren
Medikamenten selbst. Auch Zahnersatz kommt in das Visier der Kosten-
einsparungen. Trotzdem konnte keine Stabilisierung der Beiträge nicht erreicht
werden.

1993: Budgetierung der Leistungen- für einen begrenzten Zeitraum sind die Leistungen der
gesetzlichen Krankenversicherung budgetiert.
1997: GKV – Neuordnungsgesetze…. bitte zahlen Sie den Großteil der Kosten für
Zahnersatz selbst…

2004: Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung:
10€ Praxisgebühr

2005: Bisherige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung kann nicht gehalten
werden. Die paritätische Finanzierung (Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen hälftig
den Beitrag) wird gekippt, Zusatzbeiträge für den Arbeitnehmer erhoben.

2009: Der Gesundheitsfonds wird aufgelegt. Dadurch sollen die Beiträge der gesetzlichen
Kassen auf gleichem und stabilem Niveau gehalten werden

2011: Beitragssatz der gesetzlichen Kassen steigt trotz Gesundheitsfonds.

Auch wenn die Praxisgebühr wieder abgeschafft wurde, andere zusätzliche Kosten wurden beibehalten. Der Zusatzbeitrag für Versicherte ist ein Merkmal welches immer wieder auftaucht und für nicht unerheblich Mehrausgaben beim Versicherten sorgt.

Ist die gesetzliche Kasse also pauschal günstiger oder besser? Das liegt im Auge des Betrachters.
Für jede Person kann die Antwort anders ausfallen, hängt eine Empfehlung klar von den individuellen Voraussetzungen ab.

Neue Berufsperspektiven für Versicherungsvermittler – so geht es nicht weiter!

Heute morgen steht wieder ein bemerkenswerter Artikel im Handelsblatt über die Zukunft der Versicherungsunternehmen und somit auch der Versicherungsvermittler.
Frank Grund, Executive bei der Bafin, konnte sich laut Handelsblatt Artikel nicht vorstellen, dass die Krise der Lebensversicherer länger anhalten würde. Jetzt
kam es aber so, die Auswirkungen werden massiv sein.

Ein zweites 2008 und eine neue Sparrunde bei den Vertriebsstrukturen?

Als Lehman Brothers 2008 Insolvenz anmeldete, muss das auch auf den deutschen Versicherungsmarkt massive Auswirkungen gehabt haben. Offensichtlich gab es Versicherungen, die bei Finanzgeschäften, weit ab vom eigentlichen Geschäftsfeld, bis zu 50% ihrer Gewinne einfuhren.
Damit war ab 2008 wohl Schluss. Nun haben wir 2016 und es kracht wieder im Gebälk, die Krise aus 2008 ist wieder zurück, war sie jemals überwunden?

Provisionsreduzierung, Ratenzahlung und Innovationsflauten

Die Folgen der Krise aus 2008 sind heute erst in größerem Umfang beim Versicherungsvermittler spürbar geworden. Und es geht noch weiter. Provisionen werden für den kleinen Vertriebler gedeckelt, und in Raten ausgezahlt. Ist ja auch vernünftig, wer kann schon für die Solvenz seines Kunden 5 und demnächst wohl 10 Jahre garantieren, wir schrieben darüber. Welche Kundenbestände sind dem Vermittler eigentlich sicher? In der Ausschließlichkeit stellt sich diese Frage ganz besonders, die Kunden gehören dem Unternehmen.
Welche Versicherungsunternehmen sorgen durch Innovationen für ein Umsatzplus beim Vermittler, als Ausgleich für die Verwerfungen am Markt?  Kaum eines, es fehlt an funktionierenden Ideen und an Wissen.

Vorschlag für Versicherungsvermittler

Nichts ist so beständig wie der Wandel. Doch der Wandel vollzieht sich gefühlt immer schneller.
Die guten und motivierten Vermittler könnten irgendwann am Ende der Fahnenstange ankommen, im Prinzip dann, wenn das Unternehmen aus Kostengründen auf die Bestandsprovision zurückgreift. Technische Innovationen, wie autonomes Fahren, werden in Zukunft Versicherungsprämien in den Keller steigen lassen- die Provision ist dann übrigens auch dort zu finden…..
Versicherungsvermittler, die das erkennen, sollten sich nach innovativen Partnern umsehen. Es gibt Wege im Versicherungsbereich gute, stornosichere Umsätze zu erzielen.
Spezialisierung ist nur ein Wort, ein Begriff der viele Fragen beantwortet. Einhergehend damit ist die Frage nach dem Status, gebundener Vermittler oder Versicherungsmakler, auch zu klären. Der dritte Baustein heißt Kundenkontakt. Sorgen Sie dafür, dass der Kunde zu Ihnen kommt und nicht umgekehrt. Drei einfache Regeln die die Zukunft sichern.