Neue Wege im betrieblichen Gesundheitsmanagement?

Betriebliche Krankenversicherung - neue Modelle

Die neue Initiative eines großen Autoherstellers bietet Angestellten mehr Geld, wenn Fehltage verringert werden. Neben dieser Option werden auch betriebsseitig Gesundheitchecks angeboten, die über die Präventionsleistungen gesetzlicher Kassen hinausgehen. Kann das Modell bestehen?

200 € im Jahr bei Verringerung der Fehlzeiten

Noch ist die Vereinbarung nicht in trockenen Tüchern, es wird noch verhandelt. Die Kombination aus Gesundheitsprämie und betrieblichen Gesundheitsangeboten bietet aus unserer Sicht einen gewissen Charme. Bisher sind die Gesundheitsleistungen wohl nur auf Rückenschulen, Ernährungsberatung und Entspannungstechniken beschränkt. Umfangreichere Präventions-maßnahmen sind jedoch durch Nutzung von Vorsorgeschecks möglich.

Gesundheitsmanagement in High End Bereich

Vorsorgeschecks sind eine spezielle Leistung aus dem Programm der betrieblichen Krankenversicherung. Unternehmen, die eine betriebliche Krankenversicherung einrichten, erhalten je nach Tarif- und Anbieterwahl umfangreiche Vorsorgeleistungen. Von Ergometrie über Pulswellenmessung bis hin zum personal genomic service gibt es viele weitere relevante Vorsorgeuntersuchungen, die dann den Mitarbeitern der Firma zur Verfügung stehen. Die Untersuchungen finden außerhalb der Firma bei nicht betriebszugehörigen Ärzten statt.

Betriebliches Gesundheitsmanagement über bKV

Das betriebliche Gesundheitsmanagement über die betriebliche Krankenversicherung stellt eine Möglichkeit dar, Fehlzeiten effektiv zu Reduzieren. Früherkennung heißt hier das Zauberwort. Besonders die Früherkennung im Bereich von Erschöpfungszuständen und psychologischen Belastungen verhindern lange Ausfallzeiten aufgrund Burnout.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!

Allein die Tatsache, dass immer mehr Frühverrentungen aufgrund psychologischer Beschwerden erfolgen, lässt auf Fehlzeiten am Arbeitsplatz aufgrund eben dieser Symptome schließen. Aktuell haben sich die Fehltage in diesem Bereich seit 2001 verdoppelt.

fruehverrentungenfehltage

Hier sind jedoch auch die Chancen am höchsten, effektiv zu handeln– Gefahr früh erkannt, Gefahr gebannt!
Vorsorgeprogramme, die den Erschöpfungsgrad zuverlässig messen können, existieren. Wer geringere Stress Resistenzen aufweist, könnte beispielweise mit speziellen Trainings stabilisiert werden. Die Kosten dafür, sowie die aufgewendete Zeit, sind um ein vielfaches geringer als ein späterer, langfristiger Auszufall.

Wie kommt man an diese Gesundheitsscheks heran?

Ganz einfach – über die Angebote der bKV. Hier Anfrage stellen:


MR Sellink – Untersuchung ohne lästige Sonde

MR Sellink als nichtinversive Untersuchungsmethode

Deutschland gehört zu den Ländern mit den fortschrittlichsten, medizinischen Verfügbarkeiten.Insbesondere in der High End Medizin stehen völlig neue Untersuchungsmethoden zur Verfügung.Wie sich dies darstellen kann, möchten wir mit einem realen Beispiel belegen.

Darmuntersuchungen von „außen“

Bei verschiedenen Symptomen ist es notwendig, auch den Darm des Patienten zu untersuchen. Normalerweise passiert das mit einer Darmspiegelung, die jedoch nur einen kleinen Teil des bis zu 7 Meter langen Organs. Speziell im Bereich des Dünndarms sind die Untersuchungsmethoden bisher umständlich und wahrscheinlich auch unangenehm gewesen.
Für eine solche Untersuchung war bisher eine Darmsonde notwendig. Diese wurde über Nase oder Mund durch den Magen bis in das zu untersuchende Areal gebracht. Dort angekommen, wurden bis zu 2 Liter einer Flüssigkeit namens Methylzellulose über die Sonde eingebracht. Die anschließende Computertomographie erzeugte dann das Bild zur weiteren Untersuchung. Es geht aber auch ohne Sonde und ohne Strahlenbelastung.

Krankenhauszusatzversicherung hilft

Eine Untersuchung ohne Strahlenbelastung und ohne Sonde ist möglich. Dieses Verfahren ist unter anderem als MR Sellink bekannt. Nach Eigenrecherchen stießen wir auch auf die Bezeichnung MR Enterographie- selber Ablauf mit vergleichbaren Vorteilen.

Hier bekommt der Patient 1 bis 2 Stunden vor der Untersuchung 1,5 Liter eine Flüssigkeit, die er in Intervallen zu sich nehmen soll. Ist dies geschehen erfolgt die Untersuchung im MRT wobei dabei das Kontrastmittel über die Vene zugeführt wird. Hier gab es klar die Wahrnehmung, dass der Puls bei Gabe des Kontrastmittels stark erhöhte. Ob es nun am Kontrastmittel selbst lag oder an den Umständen der Enge des CT´s kann nicht genau gesagt werden, der Puls fuhr kurze Zeit später wieder auf Normalniveau zurück.
Insgesamt war diese Untersuchung von den Ergebnissen her optimal. Die Bilder des CT waren sehr klar und gaben detailliert Auskunft über die Situation. Nicht alle Krankenhäuser verfügen jedoch über diese Möglichkeiten. Eine private Krankenhauszusatzversicherung hilft und übernimmt die Mehrkosten, die bei freier Krankenhauswahl und modernen Untersuchungsmethoden entstehen können.
Wichtig sind jedoch hier auch die Tarifinhalte. Diese Regeln die Leistungen, die eine vernünftige Zusatzversicherung zu erbringen bereit ist. Etwa 20 Prozent der verfügbaren Versicherungstarife verfügen über umfangreiche Leistungen.
Unser Kunde bekam die Mehrkosten, die von den gesetzlichen Kassen nicht getragen wurden, zu 100% ersetzt – immerhin ein 4 -stelliger Betrag.

Betrug bei Abrechnungen im Kassensystem?

Gesundheitsfonds

Ärzte schreiben einen Kassenpatienten kranker als er wirklich ist? Das kann passieren, gerade im Bereich chronischer Erkrankungen. Aufgefallen sind uns als Makler solche Dinge schon früher. Kunden, die sich bei uns privat versichern wollen, raten wir dazu, die Patientenakte beim Arzt einzuholen. Hintergrund ist die Gesundheitsprüfung im Antrag, die stimmig sein sollte um Ausfälle der Versicherung zu vermeiden.

Niedergeschlagenheit wird zum chronischen Erschöpfungszustand?

Exemplarisch ist ein Beispiel, bei dem ein Patient an leichtem Bluthochdruck litt. Sonst war er fit, es gab keine weiteren Befindlichkeiten. Als die Patientenakte angefordert wurde standen da aber ganz andere Sachen drin. So wurde von einem depressiven chronischen Erschöpfungszustand berichtet, einem Burnout-Vorläufer.
Der Kunde war völlig überrascht von dieser Diagnose. Er war natürlich nicht glücklich über den Bluthochdruck, aber Depressiv?

Keine Versicherungsleistung wegen vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung?

Was wäre passiert, wenn der Kunde den Vertrag abgeschlossen hätte, nur mit dem Punkt „leichter Bluthochdruck“? Der Vertrag wäre angenommen worden, vielleicht mit einem Zuschlag.
Prüft die Versicherung jedoch beim nächsten Leistungsfall genau nach und macht eine Anfrage beim Arzt, wäre diese Aussage in der Patientenakte ein entscheidender Punkt.
Auch wenn der Krankheitsgrund ein völlig anderer gewesen wäre, der mit dieser umschriebenen Depression nichts zu tun hatte, kann die Versicherung ärger machen.
Hätte der Kunde diese Diagnose im Antrag angegeben, wäre es wahrscheinlich nicht zur Annahme gekommen- so das Argument der Versicherung. Die Versicherung könnte dann die Leistung verweigern, sogar vom Vertrag zurücktreten.

Nun im großen Stil?

Doch nun kommt heraus, dass ganze Krankenkassen nachträglich die Arztrechnungen „überarbeitet“ haben um mehr Leistung aus dem staatlichen Gesundheitsfonds zu erhalten. Diese Mehrleistungen erhält die Kasse dann, wenn „einfache Kranke“ auf einmal zu „chronisch Kranken“ werden – wobei die Logik sagt, dass chronisch Kranke in der Versorgung einfach mehr Geld kosten.
Das gesamte System scheint irgendwie komplett aus den Fugen geraten zu sein. Wird es Zeit für einen Neustart?

Auftakt zum Neustart?

Die Bürgerversicherung ist in letzter Zeit wieder vermehrt auf dem Radar der Medien erschienen. Die Idee, eine Versicherung für alle, würde die Private Krankenvollversicherung beerdigen zu Gunsten der staatlichen Versorgungssysteme. Wenn jedoch die o.g. Probleme vorher nicht gelöst werden, betrifft es in Zukunft nur noch mehr Menschen. Die Manipulation von Patientenakten hört wohl nicht einfach durch die Bildung einer Bürgerversicherung auf.