Kürzung bei Pensionskassen – Haftung durch Arbeitgeber?

team-spirit-207319_1920Senkt eine Pensionskasse die Rentenhöhe, haftet unter Umständen der Arbeitgeber für den Differenzbetrag. Bereits 2012 bestätigte ein Gericht diesen Sachverhalt.
Gerade heute wird beim vorherrschenden Niedrigzins an den Finanzmärkten die Frage nach der Finanzierbarkeit der gegebenen Leistungszusagen laut. Pensionskassen dürfen ihre Leistungen kürzen, doch haben das Arbeitgeber bei Abschluss der Verträge bedacht?

Verwendung von Arbeitsendgeld

Der Arbeitgeber vereinbart mit dem Arbeitnehmer, einen Teil des Lohnes erst später, bei Rentenbeginn auszuzahlen. Dafür wird heute ein Lohnanteil vom Arbeitgeber in eine Pensionskasse überwiesen in der Hoffnung, später die zugesagte Leistung auch zu erhalten. Doch was passiert, wenn nur 50% der bei Beginn zugesagten Leistung ausgezahlt werden? Laut Urteil steht der Arbeitgeber für diese Differenz ein, zumindest für das eingezahlte Gehalt des Mitarbeiters.

Haftung durch den Vermittler oder durch die Pensionskasse?

Wenn Leistungen gekürzt werden, beginnen automatisch die Schuldzuweisungen. Relativ schnell können rechtliche Auseinandersetzungen folgen. Ob nun der Vermittler oder die Pensionskasse oder am Ende der Arbeitgeber haftet entscheidet sich sicherlich von Fall zu Fall.
Im aktuellen Rechtsstreitigkeiten um gekündigte Bausparverträge wird dies deutlich. Es zeichnet sich noch kein eindeutiger Trend ab. Bausparkassen haben in der Niedrigzinsphase Verträge gekündigt, die teilweise noch 4-5% Guthabenszins p.a. garantierten. Auch hier klagten die Betroffenen gegen die Bausparkassen. Das Ergebnis war durchwachsen, einige Kunden bekamen recht, andere nicht. Interessanterweise liefen die Verhandlungen in Mitteldeutschland eher gegen den Kunden, in Süddeutschland eher für den Kunden. Also „Nix genaues weiß man nicht“.
Haftet der Vermittler? Kann sein, kann aber auch nicht sein. Konnte denn ein Vermittler ahnen, dass es 2008 zu einer Finanzkrise kommt auf deren Grundlage nun die Zinssätze abgesenkt werden mussten? Konnten das die Manager der Penisonskassen voraussehen? Thema D&O Versicherung?

D&O Versicherung

D&O Versicherungen treten in der Regel für Schäden ein, die ein Manager, Geschäftsführer oder leitender Angestellter hervorruft. Wählt der Geschäftsführer einer GmbH zum Beispiel die Pensionskasse aus, kann durchaus auch das Thema der D&O Versicherung werden. Der Angestellte, der später auf den Differenzbetrag klagt, verklagt das Unternehmen bei dem er beschäftigt war.
Das Unternehmen könnte sich dann das Geld beim Geschäftsführer wiederholen. Vorstellbar wäre dieser Sachverhalt sicherlich auch bei einer Pensionskasse wenn falsche Anlageentscheidungen getroffen wurden.

Onlinevertrieb für Versicherungslösungen

Der Vertriebsansatz Internet ist bei vielen Versicherern zwar auf der Uhr, aber wie es genau gehen kann ist unklar. Es fehlt an Strukturen.

Der Weg zum Onlinevertrieb

Auf dem Weg zum Onlinevertrieb gibt es klar einzuhaltende Schritte für den späteren Erfolg:

  • Am Anfang steht wie immer die Überlegung: Welche Kunden will ich? Will ich dien Kunden die KFZ Versicherungen online abschließen oder will ich Kunden die nach Speziallösungen suchen?

Tipp: Letztere Klientel, also die, die nach Speziallösungen sucht, sollte das Ziel sein.

 

  • Recherche: welche Produkte aus meinem Haus sind ganz weit vor in Leistung (know how) und Preis?
  • Recherche : kann ich mich mit der Konkurrenz messen?
  • Recherche: Wie häufig wird im Netz nach diesem oder vergleichbaren Produkten gesucht?
  • Recherche: Sind die richtigen Leute am Start?

 

Ertrag wird von Anzeigenkosten meist „aufgefressen“

Wenn diese 4 Schritte Ergebnisse geliefert haben kann man in etwa abschätzen, wie der Kostenrahmen für die Onlinestrategie aussieht. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit über Adwords, einem speziellen Anzeigenservice bei Google, online zu gehen- aber ganz Ehrlich- der Ertrag wird von den Anzeigenkosten aufgefressen- die Zeiten dürften vorbei sein wo sofortiges, ertragreiches Arbeiten über Anzeigendienste möglich ist. Natürlich, wer immer wiederkehrende Provisionen erzielt kann sich trösten – im 2. oder 3. Jahr ist der Ertrag ja da. Aber:Die Werbung und damit verbundene Kosten sind dann auch noch da, oder soll die Werbung nicht mehr geschaltet werden? Theoretisch kann sogar die Werbung eingestellt werden, wenn man in der Lage ist, die gewonnenen Kunden zu behalten und auszubauen.

 

Weiter im Teil2: Wie man ohne Anzeigenkampagnen kontinuierlich Neukunden erhält

Demnächst auf Transparent24

Folgen von Schönheitsoperationen – keine Versicherung?

Private Krankenversicherung SchönheitsoperationenDie Private Krankenversicherung sichert Kostenübernahme im Rahmen des jeweiligen Tarifes für medizinisch notwendige Heilbehandlungen. Die Krankenversicherung kommt nicht für vorsätzlich herbeigeführte Krankheiten und Unfälle. Der „Einbau“ von Brustimplantaten ist daher nicht Gegenstand der Versicherung, erst recht nicht, wenn später Komplikationen eine zweite OP nach sich zieht. Echt? Weit gefehlt!

Erstaunliches Urteil betrifft Private Krankenversicherung

In einem BGH Urteil vom 15.02.2016 (Az. IV ZR 353/14; VersR 2016, 720) sahen die Richter tatsächlich die Leistungspflicht bestehen. Nicht für die Brust OP an sich, sehr wohl aber für die Behandlung, die notwendig war, weil Komplikationen eingetreten sind.

Muss die Krankenversicherung demnächst alles zahlen?

Die Frage ist nicht ganz abwegig. Trotz Leistungsausschluss in den Versicherungsbedingungen findet ein Gericht nun einen Ausweg. Was eigentlich nicht versichert werden kann, ist nun doch, zumindest hypothetisch, versichert. Muss man nun zu einer Krankenversicherung gleich eine Rechtsschutzversicherung abschließen? Vielleicht keine schlechte Idee. Aber auch da komt es auf die Inhalte an, sonst gibt es unter Umständen zwei Versicherungen die nicht bezahlen wollen.

Ungewollter Effekt

Eine Private Krankenversicherung auf Leistung zu verklagen kann Vorteile bringen. Es gibt Versicherer, die immer wieder dadurch auffallen, dass Klagen über eigentlich selbstverständliche aber dennoch abgelehnte Leistungszusagen öffentlich werden.
Durch Meidung solcher Anbieter erspart sich der Makler ärger, auch der Kunde ist bestens beraten, qualitativ hochwertige Tarife zu wählen. Häufen sich jedoch oben genannte richterliche Entscheidungen, kann es zu einem starken Prämienanstieg auch bei Qualitätsversicherern führen. Es bleibt zu beobachten und abzuwarten.
Oft genug haben Versicherung Leistungen verweigert und kamen vielleicht damit durch, weil sich der Kunde nicht mehr darum gekümmert hat.
Aus diesem Grund wird diese eine Entscheidung contra Versicherung sicherlich keine starken Auswirkungen haben. Ein Zeichen wurde aber dennoch gesetzt: Versicherungsbedingungen können auf den ersten Blick wasserdicht sein- am Ende entscheiden aber die Richter.

 

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