„Fühlende“ Prothesen – in 5 Jahren Markteinführung?

Fühlende Prothesen ermöglichen ein fast normales Leben trotz des Verlustes von Körperteilen. Eine Firma aus Wien stellte nun eine „fühlende Beinprothese“ vor, mit der sogar das Klettern möglich wird. In 5 Jahren sollen die Modelle am Markt erhältlich sein, doch übernimmt die Krankenversicherung die Kosten für die Hightech Prothesen?

Mit dem Hightech Bein an der Kletterwand

Mit einer Beinprothese die Kletterwand zu erklimmen sieht nicht nur beeindruckend aus. Es ist auch Hoffnung für alle Betroffenen auf einen enormen Entwicklungssprung in Bereich prothetischer Versorgung. ( https://youtu.be/IV7PUePlLRk )
Die Prothese „fühlt“ mit Sensoren. Diese sind mit den Nervenansätzen im Bein verbunden und geben die ertasteten Informationen weiter. Durch die Verbindung mit den Nervensträngen ist es möglich, die Informationen der Sensoren direkt an das Gehirn weiterzugeben.
So entsteht eine wesentlich verbesserte Einsatzmöglichkeit der Prothese bei schwierigen Aufgaben.

Zahlt die Versicherung diese Prothese ? Das „Kleingedruckte“ entscheidet

Diese Frage wird bis auf wenige Ausnahmen nur in direktem Dialog mit den Versicherungen zu beantworten sein.  Die gesetzliche Krankenkasse könnte die Kosten sicherlich übernehmen, bestehen doch milliardenschwere Rücklagen. Einem positiven Kostenbescheid entgegen könnte jedoch das Sozialgesetzbuch stehen. Dort werden die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse unter anderem wie folgt vorgegeben: Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein. Außerdem darf das Maß des notwendigen nicht überschritten werden.
Wie eine „fühlende“ Prothese in diese gesetzliche Vorgabe passt, muss sicherlich von Fall zu Fall geklärt werden.

Bei den „Privaten“ könnte man meinen, dass diese Prothesen problemlos bezahlt werden, doch auch hier gibt es im Kleingedruckten tückische Formulierungen.
So gibt es Formulierungen, die zwar sagen, dass alle Hilfsmittel – und dazu gehören die Prothesen, bezahlt werden, jedoch nur in „funktionaler Standartausführung“.  Andere formulieren Höchstgrenzen oder vorherige Prüfungen in die Bedingungen hinein. Nur ganz wenige Premiumtarife
lassen bedingungsgemäß erkennen, dass die prothetische Versorgung mit solch „fühlenden“ künstlichen Gliedmaßen nicht konträr läuft.

Alternative Versicherung für die Kostenübernahme bei Prothesen?

Wenn die Krankenversicherung die Kosten nicht übernimmt, können andere Versicherungspolicen die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Vorstellbar wären verschiedene Formen der Invaliditätsabsicherung.

Hilfsmittel bei der privaten Krankenversicherung

Kapitalleistung bei körperlicher Funktionsbeeinträchtigung

 

Zusatzversicherung, Langzeitpflege kostet 250.000€ im Leistungsfall

Pflegefälle treffen mittlerweile jede Familie. Ist der Fall erst einmal eingetreten, gibt es zwei
grundsätzliche Probleme:

  1. 70 % der Betroffenen hätten nun gern eine zusätzliche Pflegeversicherung, wenn möglich sogar rückwirkend.
  2. Die Unklarheit, welche Kosten nun auf die Familien zukommen

Dabei sind diese Probleme hausgemacht und können sehr leicht ausgeräumt werden. Eine schützende Versicherungspolice ist im Gegensatz zum abgesicherten Risiko gar nicht so teuer. Leider ist diese Erkenntnis nicht weit verbreitet, so dass ein Pflegefall unnötigerweise die ganze Familie finanziell betrifft.

 Das Thema Pflegeversicherung wird falsch angegangen

Die erste Information, die ein Interessent zum Thema Pflegeversicherung bekommt, ist der Preis. Das dürfte dann etwa so ablaufen:  „Ich brauche eine Pflegeversicherung, was Kostet das? Oh, 100€? Ich glaube ich werde kein Pflegefall, Danke!“
Die falschen Informationsgrundlagen sind es, die zu diesem recht weitläufigen Resultat führen. Doch wie kann man dieses Thema anders angehen?

Wie kann ich 250.000€ Kostenrisiko im Pflegefall absichern? Das ist hier die Frage.

Bei einer heute 55 jährigen Versicherungsnehmerin beträgt das private Kostenrisiko eines Pflegefalls der Stufe 3 leicht einen Betrag von 250.000€.  Dieser Betrag wird wahrscheinlich als Eigenkostenbeteiligung anfallen.

Pflegekostenblau

Wer selbst rechnen möchte, kann das gern mit dem Pflegekostenrechner tun.

 

Das ist aber noch nicht alles, es gibt mehr Dinge zu beachten:

– bekommt man ein Pflegeheim in der näheren Umgebung?
– will man zu Hause gepflegt werden- kann jeder die Pflegearbeiten übernehmen?
– Demenz ist bei der Pflegepflichtversicherung noch ungenügend abgesichert- wie kann
die private Zusatzversicherung dort Ausgleich schaffen?
– wer stellt den Pflegefall eigentlich fest, ist man einer willkürlichen Entscheidung
ausgeliefert?
– bekomme ich die Leistung auch im Ausland?

mehr dazu hier

Kosten für eine Zusatzversicherung können auch geringer sein

Es müssen nicht 100€ Prämie sein, um das Kostenrisiko für eine 55 jährige Person abzudecken. Man kann auch weniger investieren. Verzichtet man zum Beispiel auf eine Pflegeplatzgarantie oder akzeptiert schlechtere Leistung bei Demenz kann sich die Prämie stark verringern.  Man kann auch die eigene Rente in die Kostenrechnung einbringen und die Höhe der Zusatzversicherung entsprechend senken. Aber ob man das nach genauer Kenntnis der Tatsachen noch will, darf bezweifelt werden.
Wie auch immer. Ein Kostenrisiko durch einen Pflegefall für die Angehörigen kann größtenteils ausgeschlossen werden. Die Kenntnis des Risikos und die Kenntnis der Versicherungslösungen sorgen für optimale Vorsorge.

Krankenhauszusatzversicherung -Ambulante Operationen werden nicht gezahlt?

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Trostpflaster bei Leistungsverweigerung? Fehlanzeige! Beratung schützt!

Eine private Krankenhauszusatzversicherung
ist sinnvoll. Über diese Versicherung können Mitglieder gesetzlicher Krankenversicherungen zum Beispiel die Behandlung und Diagnostik durch Spezialisten absichern, stationäre Kuren oder auch das Einbettzimmer abrechnen.  Durch Veränderungen in den Behandlungsmethoden bleiben nun einige Patienten auf Kosten sitzen. Ambulante Operationen werden immer häufiger in Krankenhäusern durchgeführt, nur Spezialpolicen bieten hier Kostendeckung.

Ambulante OP oder stationäre Aufnahme?

Eine ambulante Operation ist dadurch definiert, dass der Patient weder die Nacht vor noch nach der OP im Krankenhaus verbringt. Eine stationäre Behandlung hingegen zieht sich mindestens über einen Tag und eine Nacht hin.
Aus Kostengründen einerseits und der Erschließung neuer Umsatzmöglichkeiten für Krankenhäuser andererseits, nimmt die Anzahl der ambulanten Operationen stetig zu.

1,9 Mio. Operationen – Zusatzversicherungen verweigern Kosten für Facharzt

Immer häufiger werden Operationen, zum Beispiel komplizierte Knieoperationen, ambulant und nicht stationär durchgeführt. 1,9 Mio. ambulante Operationen waren es allein im Jahr 2011. Schließt die Krankenhauszusatzversicherung definitiv das Merkmal „ ambulante Operation“ in den Leistungsumfang ein, übernimmt die Zusatzversicherung auch die Folgekosten durch die privatärztliche Behandlung. Das können einige tausend Euro sein, je nach Eingriff und Schwierigkeitsgrad.
Fehlt die Leistungserweiterung, verweigert die Zusatzversicherung in der Regel die Kostenübernahme.

Inhaltsbezogene Beratung sichert Kostenübernahme

Wer als Privatpatient trotz Kassenmitgliedschaft auf Nummer sicher gehen will, sucht die Krankenhauszusatzversicherung nach Tarifinhalten aus. In diesen Tarifinhalten garantieren die Versicherungen verschiedene Kostenübernahmen. Spezialmakler können diese Tarifinhalte transparent darstellen.
Nicht nur ambulante Operationen sind dabei ein Thema. Unter anderem werden auch Transportkosten, die Gebührenordnung für Ärzte, freie Krankenhauswahl, homöopathische Behandlungen oder auch Leistungen bei Reha oder Kur durchleuchtet.
Nur eine transparente Beratung zu garantierten Versicherungsleistungen ermöglicht dem Interessenten eine präzise Tarifauswahl. Die Entscheidung für einen speziellen Tarif basiert dann auf nichts anderem als auf Fakten.

Fazit: Privatpatient trotz Kassenmitgliedschaft funktioniert – es kommt wie immer auf die Qualität der Zusatzversicherung an. Interessenten sollten bei der Beratung auf die Darstellung der Tarifinhalte achten.

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Leistungsübersicht Stationäre Zusatzversicherung

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