Privatpatient trotz Gesetzlicher Krankenversicherung

Das Kostenerstattungsprinzip der Gesetzlichen Krankenversicherung ermöglicht jedem Mitglied die privatärztliche Behandlung als Privatpatient . Freie Arztwahl, Wegfall der Wartezeiten und verbesserte Behandlungsmöglichkeiten sind die Vorteile, doch es gibt auch Nachteile.

Das Sachleistungsprinzip – Gesundheitskarte, Wartezimmer, Abfertigung

Wer in der Gesetzlichen Krankenversicherung Mitglied ist kennt den normalen Ablauf. Man geht zum Arzt, legt die Karte vor und wird behandelt. Durch das Vorlegen der elektronischen Gesundheitskarte, Krankenkarte, Überweisungsschein oder Krankenschein besteht Anspruch auf eine Behandlung nach Sachleistungsprinzip, ohne dafür eine Rechnung zu erhalten. Dadurch erhält der Patient eine Behandlung die „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ ist, so sieht es das Gesetz vor. Die Ärzte in diesem System unterliegen den o.g. Einschränkungen und der ständigen Gefahr von Regressen. Für den Patienten äußert sich das unter anderem in langen Wartezeiten für Facharzttermine. Außerdem stehen wirtschaftliche Therapien im Vordergrund und nicht die, die am besten zur Heilung geeignet wären.

Das Kostenerstattungsprinzip – Privatpatient, freie Arztwahl, Heilung und Linderung

Seit dem 1.1.2004 bieten die gesetzliche Krankenversicherung alternativ das Abrechnungssystem der Kostenerstattung an. Dabei lässt sich das Mitglied als Privatpatient beim Arzt behandeln.
Dadurch kann der Arzt nun alle sinnvollen Behandlungen,die Heilung und Linderung verschaffen anwenden, die Einschränkungen des Sozialgesetzbuches und die Gefahr von Regressen entfallen. Die Behandlung nach „ärztlicher Kunst“ steht somit im Vordergrund. Das Kostenerstattungsprinzip bringt Patient und Arzt näher. Im Voraus müssen Arzt und Patient den Sinn und die Notwendigkeit der geplanten Maßnahmen klären, auch die Kosten sind hierbei ein Thema.
Dadurch wird klar, dass der Patient hier ein Mitspracherecht hat, die Freiheit hat, selbst zu wählen.

Kostenerstattungsprinzip – Mehrkosten, Verwaltungsaufwand,  Zusatzversicherung

Die Abrechnung erfolgt auf Basis der privatärztlichen Behandlung. Der Patient erhält hierzu eine Rechnung (Liquidation) vom Arzt. Diese Rechnung wird dann bei der Kasse eingereicht welche oft nur einen Anteil dieser Rechnung übernimmt. Gerade bei langwierigen oder chronischen Erkrankungen kann dieser Eigenanteil enorm hohe Kosten verursachen. Aufgrund dieser Tatsache sollte vorher geklärt werden, ob eine entsprechende private, ambulante Zusatzversicherung für das Kostenerstattungsprinzip abgeschlossen werden kann. Durch eine Gesundheitsprüfung bei Antragsstellung werden hier nur gesunde Personen aufgenommen. Für bereits in Behandlung befindliche Patienten wird eine solche Zusatzversicherung in den meisten Fällen unerreichbar sein.

Weitere Artikel:

Rückkehr in die Gesetliche Krankenversicherung -Status  Privatpatient mit Kostenerstattung und Zusatzversicherung

 

Wie man die Versicherungsagentur für den Internetvertrieb fit machen kann

Männchen Start-upEin Trendsetter ist, wer das macht, was später Mainstream wird.  Und wie so oft muss man gegen Wiederstände arbeiten, die die Zukunft nicht erkennen können oder wollen.
Ein erfreulicher Trend ist zu bemerken. Kunden informieren sich selbst! Dabei ist es egal welche Branche man sich anschaut. Ob in der Versicherung, in der Autobranche oder sonst wo. Ein neuer Horizont wird entdeckt. Wie man von dieser Entwicklung profitieren kann:

Veränderungen des Kundenkontaktes im Bereich Versicherungen

Fast jeder Vermittler erkennt mittlerweile das massive Veränderung im Versicherungs-bereich anstehen. Hinzu kommt, dass der traditionelle Vertrieb nicht mehr in dem Umfang funktioniert,wie das einmal der Fall war.

Die Konsequenzen daraus sind wahrscheinlich folgende:

  • für Vermittler: mittelfristige Einkommensreduzierung um ca. 50%
  • Agenturabbau- die Versicherungen benötigen nun selbst die Bestandsprovision um zu überleben
  • schlechterer Kundenservice, weniger Personal= weniger Service
  • Marken ziehen nicht mehr- längst hat der Kunde erkannt, dass es um Inhalte und nicht um Marken geht.

Die Chancen aus der Entwicklung können wie folgt aussehen:

– wer es versteht den Kunden „abzuholen“  wird gewinnen
– wer es versteht Kundenanfragen richtig zu beantworten wird gewinnen
– wer sich auf Inhalte (garantierte Leistungen) der Produkte konzentriert wird gewinnen
– wer kritisch hinterfragt und dann auch handelt wird gewinnen

Chancen für den Vertrieb

Nie waren die Veränderungen größer als in den letzten 5 Jahren. Nur wer jetzt richtig handelt, gewinnt in Zukunft die Kunden.

  1. Vertrieb über Leads: Ein Lead ist eine Kundenanfrage. Wer es versteht diese Kundenanfragen entsprechend zu bedienen wird langfristig Abschlussquoten von 25%-30% haben.Die Beantwortung von Kundenanfragen folgt bestimmten Gesetzen, wer diesen Algorithmus beherrscht, wird seine Umsätze immer machen.
  2. Leadgenerierung: Wer in der Lage ist Leads selbst zu generieren, wird auf Dauer erfolgreicher als der Leadkäufer sein. Denn nur dann weiß man wo die Kundenanfrage wirklich herkommt und welche Qualität sich dahinter verbirgt
  3. Steuerung der Kundenanfragen: Nur wer es versteht aus einem bestimmten Segment die Kundenanfragen zu ziehen, wird den dadurch gewonnen Kunden auch später ausbauen können.
  4. Fazit aus Punkt 1-3: Sorge dafür das der Kunde zu Dir kommt!

Wie man es nicht machen sollte (eine Anekdote, selbst erlebt aber etwas umschrieben):

Man stelle sich zwei Kutschenbauer vor. Seit 7 Generationen baut dieses traditionelle und alt ehrwürdige Unternehmen Kutschen. Es gab keine Neuerungen, kaum Veränderungen, warum auch, es läuft ja seit 7 Generationen. Eines Tages sitzen die Inhaber auf einer fast fertiggestellten Kutsche.
Die Mittagspause naht und man diskutiert über die große Weltpolitik. Ein merkwürdiges Geräusch unterbricht die Unterhaltung. Etwas auf 4 Rädern, sieht aus wie eine Kutsche ohne Pferde, kommt vorbeigerollt. Es ist laut, stinkt und sieht auch nicht besonders toll aus. Die Kutschenbauer fragen den Fahrer nach dem Sinn seiner Entwicklung. Seine Antwort war irgendwas mit „Automobil“. Das war alles was die Kutschenbauer verstanden bevor das Ding knatternd verschwand.
„Spinner gibt’s“ grinsten sich die beiden an bevor sie sich wieder um die Weltpolitik kümmerten.
Wer das Match „Auto vs. Kutsche“ gewonnen hat, zeigt die Geschichte. Die meisten Kutschenbauer im übertragenen Sinn sind meist fehlplatzierte Entscheidungsträger und Agenturen die eine Entwicklung scheuen.

Wie man es richtig machen kann – Überprüfung

Negativmerkmale:

Es gibt eindeutige Hinweise auf schlechte Agenturen, nur sucht man im Moment im Controlling nach den falschen Merkmalen. Im Gegenteil, die problematischen Agenturen der Zukunft können heute sogar positiv auffallen weil die falschen Parameter gesetzt sind. Es gibt 7 eindeutige Merkmale, woran die problematische Agentur der Zukunft zu erkennen ist. Eine Umstruckturierung solcher Agenturen ist überlebenswichtig. Auch der Trend, mit weniger Kunden mehr Beitragseinnahmen zu generieren kann nur kurzfristig lohnend sein.

Positivmerkmale:

  • wieviel Neukunden gewinnt die Agentur jährlich durch eigenen Antrieb?
  • Versucht die Agentur neue Wege zu gehen?
  • nutzt die Agentur die neuen Medien als Vertriebskanal?
  • kann die Agentur telefonisch Geschäftsabschlüsse generieren?

Die Agenturen mit Positivmerkmalen sollten unterstützt werden. Was kostet es denn diese Ideen zu prüfen? Was kostet eine Unterstützung eines motivierten Agenturinhabers der die Zeichen der Zeit erkannt hat? Die Antwort ist einfach: Es kostet weniger als die Überheblichkeit kostet, es nicht zu tun.

In diesem Sinne: Willkommen in der neuen Welt!