Beiträge in der Krankenversicherung nicht gezahlt? Behandlung gibt’s trotzdem!

Die letzten Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht gezahlt, keine Krankenkarte mit Bildchen bekommen und die alte Karte wird abgelehnt?  Besteht vielleicht eine chronische Krankheit die bei Nichtbehandlung eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes bewirkt?

Ausgangslage:

-eine Person mit 2 chronischen Erkrankungen,

-gesetzliche Kasse verlangte Höchstbeiträge für die freiwillige Versicherung

-Beiträge wurden daraufhin sehr lange nicht bezahlt

-alte Versichertenkarte wurde 2015 nicht mehr akzeptiert ( kein Bild der VP )

Behandlungsscheine verweigert? Nochmal nachfragen bitte!

Diese Person wendete sich an uns mit der Bitte um Unterstützung in diesem Fall. Nach Rücksprache mit der Sachbearbeiterin der Krankenkasse war ein versenden von Behandlungsscheinen nicht möglich. Behandlungsscheine erlauben den Arztbesuch und ersetzen praktisch die Versichertenkarte. Diese dienen als Abrechnungsgrundlage damit der Arzt auch seine Leistung bezahlt bekommt.

Laut Mitarbeiterin ruhte aufgrund der Nichtzahlung der Beiträge der Versicherungsschutz wonach das Ausgeben von Behandlungsscheinen nicht möglich ist. Nur Notfall-behandlungen seinen möglich, der Tipp, „jeden Tag ins Krankenhaus fahren und sich behandeln lassen“- das würde wohl gehen.

Was ist eingeschränkter Versicherungsschutz

Was sagt eigentlich der Gesetzgeber dazu?  Im SGB V § 16 sind die Themen zum eingeschränkten Versicherungsschutz klar gegliedert. Notfallbehandlungen und Vorsorgeuntersuchungen fallen unter die Leistungen, die auch bei Nichtzahlung erbracht werden müssen. Die Behandlung von chronischen Erkrankungen ist nicht erwähnt, somit aus unserer Sicht auch nicht ausgeschlossen. Sind Versicherungsleistungen für chronisch Kranke nicht schon deswegen zu erbringen um einen Notfall oder gar den Tod bei Nichtbehandlung zu vermeiden?

Mit dieser Frage wendeten wir uns schriftlich an die Sachbearbeiterin und baten um Aufklärung.
Die Antwort- dem säumigen Beitragszahler wurden kommentarlos die Behandlungsscheine zugesendet.

 

Gesetzliche Krankenversicherung – schon wieder weniger in der Brieftasche?

Gesetzliche Krankenversicherung- ein KatzenjammerKaum einen Monat vergeht ohne dass mit Vehemenz auf die „teure“ private Krankenversicherung medial eingeprügelt wird. Nun ist der Grund dafür wohl an die Öffentlichkeit gedrungen, die Katze aus dem Sack.

 AOK Chef erwartet deutliche Preissteigerungen

Klar war schon länger, dass die gesetzlichen Kassen wohl einen Zusatzbeitrag wieder einführen müssen. Wo sind eigentlich die vor Monaten in den Medien beschworenen Milliardengewinne hin? Gute Frage, nächste Frage.
Wie immer wenn das Geld nicht reicht werden die Beitragszahler herangezogen, wobei heute schon festzustehen scheint, dass ein Zusatzbeitrag in 2016 von 1% erhoben wird und 2017 da noch einmal eine deutliche Steigerung zu erwarten sei. (Quelle dpa.infocom 22.1.2015)

Wo sind die 16,6 Milliarden Euro Rücklagen der Krankenkassen eigentlich hin die noch 2013 zum Beispiel im Managermagazin vom 11.10.2013 erwähnt wurden. Und wenn tatsächlich innerhalb von einem Jahr 16,6 Milliarden Euro „verbraucht“ wurden, reicht dann für die Zukunft eine Beitragssteigerung von nur 1% bei den gesetzlichen Kassen aus? Man darf gespannt sein.

Die Private Krankenversicherung ist immer eine Alternative

Die privaten Kassen haben den Grundsatz der „Heilung und/ oder Linderung“, die ärztliche Kunst liegt hier der Behandlung zu Grunde, Therapiefreiheit ist vorhanden.

Die gesetzlichen Kassen leisten nach dem Prinzip „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“.
Wer leistet nun mehr, wer darf höhere Prämien verlangen weil mehr Leistungen nach den Bedingungen erbracht werden?

In beiden Systemen gibt es Preissteigerungen, wo gibt es die nicht. Die unbezahlbare Krankenversicherung im Alter ist Realität, die PKV bietet dafür jedoch Lösungen! Zur Realität gehört aber auch zu erkennen, dass unbezahlbar auch für die gilt, die keine Leistung erhalten. Dafür gibt es dann keine Lösung mehr. Wer eben bei schwerer Krankheit mehr braucht als ausreichend, wirtschaftlich und zweckmäßig kommt schnell an den Punkt der Unbezahlbarkeit.

Sturmschäden im Gewerbebetrieb – eine Versicherung reicht meist nicht.

heftige Stürme ziehen über Deutschland hinweg und hinterlassen hohe Sachschäden. Doch welche Police zahlt für welchen Schaden zum Beispiel bei Gewerbebetrieben?
Verschiedene Versicherungen in Synchronisation bringen 100% Schutz.

Gebäude:

Schäden an Betriebsgebäuden, Hallen oder Lagern aufgrund Sturm können hier abgesicher5t werden. Typische Schäden sind zum Beispiel Dachabdeckungen oder auch Schäden durch Bäume die auf das Gebäude kippen.

 Inhalt:

Ist erst einmal ein Gebäudeschaden durch ein Sturmereignis vorhanden, wird meist der Inhalt des Gebäudes im gleichen Moment in Mitleidenschaft gezogen. Sei es durch herabfallende Trümmer oder durch den dann eindringenden Regen.

Ertragsausfall:

Werden die Betriebsgebäude oder die Produktionsanlagen durch das Unwetter geschädigt, zahlt diese Police die entgangenen Umsätze. Somit werden für die Zeit des Wiederaufbaus sämtliche laufenden Betriebskosten von der Versicherung übernommen. Sogar der entgangene Gewinn
kann abgesichert werden

 

Das Zusammenspiel der einzelnen Versicherung ist entscheidend für eine schnelle und zufriedenstellende Regulierung der Schäden. Viel wichtiger als die Jahresprämie sollten hier die Vertragsinhalte sein. Versteckte Selbstbehalte und überraschende Ausschlüsse können bei besonders günstigen Angeboten am Markt existenzgefährdend sein.
Ein zweiter Anhaltspunkt sollte der bisherige Umgang mit Schäden sein. Fallen Versicherungen regelmäßig negativ auf, braucht man diesen Schutz nicht. Wer möchte Versicherungsprämien bezahlen, wenn von vornherein feststeht, dass nur ein Gang vor Gericht die Entschädigung bringt?

Gibt es Versicherungsschutz bei Terroranschlägen und deren Folgen?

Versicherungsschutz bei Terroranschlägen weltweitGibt es Versicherungsschutz bei Terroranschlägen?

Paris 7.1.2015, Madrid 11.3.2004, London 7. Juli 2005

Gibt es Krankenversicherungen, die die Folgen von Krieg und Terror explizit vom Versicherungsschutz ausschließen? Leider Ja! Bei einigen privaten Anbietern existiert dieser Ausschluss tatsächlich, einige erwähnen Terrorereignisse gar nicht.

Doch was passiert, wenn man als Deutscher im europäischen Ausland unterwegs ist, und bei einem Terroranschlag verletzt wird?

Folgen von Terroranschlägen

Welche folgen kann ein Terroranschlag aus Versicherungssicht haben?

Physische Verletzungen, die oftmals je nach Art des Anschlages erheblich und vor allem dauerhaft sein können.  In solchen Fällen entstehen neben den akuten Behandlungskosten sehr hohe Folgekosten.  Dauernde körperliche Einschränkungen werden durch Hilfsmittel ausgeglichen, ein entsprechender Hilfsmittelkatalog ist in fast jeder Krankenversicherung hinterlegt. Hilfsmittel sind zum Beispiel Körperersatzstücke, Rollstühle oder auch Netzhautimplantate.
Diese Hilfsmittel sind in der Anschaffung kostspielig und müssen zudem alle Jahre angepasst werden.

Psychische Schäden, können bei solchen Ereignissen natürlich auch entstehen. Oftmals hilft dort nur eine jahrelange Therapie um die Beschwerden zu lindern.

Folgen von Leistungsausschlüssen

Wer keinen Rechtsanspruch auf Leistung hat, wird eben keine Leistung erhalten. Im Zweifel muss der Versicherte die Kosten der medizinischen Folgen eines Terroranschlags selber tragen.

Ist Terror in meinem Versicherungsschutz enthalten?

Wer unsicher ist, kann seine Tarifbedingungen selbst überprüfen. In den Musterbedingungen (MB /KK) sollte in etwa der Satz enthalten sein …“ Terroristische Anschläge und deren Folgen zählen nicht zu den Kriegsereignissen…“

Dieser Satz befindet sich in den Ergänzungen zum §5 „ Einschränkung der Leistungspflicht“.

Unser täglich Spam gib uns heute…..

spam Super, endlich kann ich mal so richtig Geld sparen. Eine Krankenvollversicherung für 59€ im Monat, das ist super! Und all die großen Versicherungen sind dort mit abgebildet…. Stehen die hinter dieser Werbekampagne?
Das Impressum gibt viel her: Besser versichern AG Bellerive Straße 11 CH-8008 Zürich

Der Deutsche Ring steht auch auf der frohen Werbebotschaft, ist das wegen der Kooperation mit der Basler Versicherung die eine Tochter der schweizer baloise ist? Wahrscheinlich nicht, aber komisch ist das schon.

Eine Krankenversicherung für 59€ im Monat?

Hervorragend, 2 KG Lasagne für nur 1,99€ bei Ihrem Discounter- das muss lecker sein (vermisst jemand Pferde?). Kann eine Versicherung die nur ¼  des üblichen Budgets kostet schlecht sein?
Wir ersparen uns mal die Ausführungen an dieser Stelle. Was passiert eigentlich mit den Daten, die man, wenn man umnachtet genug ist, dort abgibt.

Datenschutz??

Der übliche Weg solcher Datensätze ist der Weiterverkauf an eine Art Börse. Dort können Unternehmen oder Versicherungsmakler diese Datensätze für viel Geld erwerben- zwischen 150€ und 180€ inkl. Steuer pro Datensatz dürften die Preise nun betragen.

Anruf

Wenn man Glück hat, gelangen die eingegebenen Daten an einen seriösen Berater, der ordentliche, nach Tarifinhalten ausgewählte Angebote abgibt. Diese liegen dann im Preis wesentlich höher als 59€ und bieten tatsächlich Leistung wenn es darauf ankommt. Der gestrige Anschlag in Paris beweist wieder einmal deutlich, wie wichtig Vertragsinhalte sind- z.B. zum Thema Terror.

In diesem Sinne, für 59€ kann man sicherlich viele gute Dinge erwerben, eine gute Krankenvollversicherung jedoch nicht.

Jahresmeldung zur Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Zu einer Prüfung der Familienversicherung seitens der gesetzlichen Krankenversicherung kommt es regelmäßig dann, wenn in Familien ein Elternteil privat versichert ist, während der Partner gesetzlich versichert ist und die gemeinsamen Kinder dort kostenfrei in der Familienversicherung versichert sind.

Unter bestimmten Voraussetzungen bleiben die Kinder beitragsfrei versichert

Entscheiden ist unter anderem die Höhe des Einkommens des selbstständigen Partners. Ist dieses zu hoch entfällt die Familienversicherung und es sind Beiträge für jedes Kind in der gesetzlichen Krankenversicherung zu zahlen. In diesem Moment macht es aus der Sicht der Leistung sowie aus der Sicht der monatlichen Prämie keinen Sinn die Kinder in der gesetzlichen Kasse zu belassen.

Was ist zu Zahlen?

GKV Beitrag pro Kind ab 2015   :  140- 160€ im Monat

PKV Beitrag Kind                       :   140-160€ im Monat

 

Leistung:

GKV :  „ ausreichend , wirtschaftlich und zweckmäßig“

PKV:   „ Behandlung nach ärztlicher Kunst – Heilung und Linderung“

 

Die Beantwortung des Schreibens an die Krankenkasse

Neben den üblichen Angaben nach Familienstand und Ehe oder Lebenspartner werden auch die Angaben zu den Kindern benötigt. Angaben zum Wehr und Zivildienst sowie zum Studium sind separat zu betrachten, da dort andere Regelungen gelten.
Interessant werden die Angaben dann beim Einkommen.
Liegt zum Beispiel der privatversicherte Partner mit seinen regelmäßigen Einkünften über der Versicherungspflichtgrenze, sind für die Kinder eigene Beiträge auch in der gesetzlichen Kasse zu entrichten. Die Versicherungspflichtgrenze liegt in 2015 bei 54.900€.
Selbiges gilt, wenn einer oder beide Ehepartner aufgrund dieses Einkommens freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.

 

Generalverdacht der falschen Angaben

Wie üblich werden die Fragebögen von Jahr zu Jahr immer länger und die Aussagen müssen u.a. durch einen aktuellen Steuerbescheid nachgewiesen werden. Akribisch wird dann bei der GKV nachgeprüft ob auch wirklich die richtigen Angaben gemacht wurden.