Pflegerente oder Pflegetagegeld?

Der zusätzliche Versorgungsbedarf im Pflegefall ist unbestritten. Die durchschnittliche Versorgungslücke beträgt um die 1000€ im Monat für den Pflegefall.
Diese 1000€ müssen dann jeden Monat aus dem Vermögen oder durch Angehörige aufgebracht werden. Nur wenn keine Angehörigen oder keine Masse vorhanden ist, übernimmt (zumindest im Moment) der Steuerzahler, also wir, die zusätzlichen Kosten für die Pflege.

Wer privat vorsorgen will hat nicht nur die Wahl zwischen vielen verschiedenen Anbietern, er hat auch die Wahl zwischen zwei grundsätzlichen Absicherungswegen, der Pflegerente und dem Pflegetagegeld.

Grundsätzliche Unterschiede der Pflegerente und des Pflegetagegeldes

Es gibt etliche Unterschiede dieser beiden Absicherungsformen, jedoch sollen heute die aus unserer Sicht entscheidenden Unterschiede aufgezeigt werden.

 

  1. Die Pflegetagegeldversicherung wird von einer Krankenversicherung angeboten, die Pflegerente ist ein Produkt der Lebensversicherung. Somit werden bei der Pflegetagegeldversicherung nur die  Beiträge für die Risikoabsicherung verlangt und die Prämien sind anfangs deutlich günstiger als die Prämien bei der Pflegerente. Krankenversicherungen erhöhen jedoch teilweise jährlich die Beiträge.Bei der Pflegerente sind die Beiträge über die gesamte Laufzeit garantiert, es werden zusätzlich Rückkaufswerte aufgebaut und es gibt zusätzlich eine Todesfallleistung.
  2. Zugang zur Pflegetagegeldversicherung hat man nur, wenn bereits eine Pflegepflichtversicherung vorhanden ist. Das ist in der Regel der Fall, wenn eine gesetzliche oder private Krankenvollversicherung vorhanden ist.Zugang zur Pflegerente  erhält man ohne diese Voraussetzung.
  3. Assistenzleistungen sind bei beiden Versicherungsformen erhältlich. Dort gibt es zum Beispiel Unterstützung im Pflegefall oder Hilfe bei der Suche nach einem Pflegeplatz oder geeignetem Pflegepersonal.
  4. Auslandsleistungen: Hier gibt es große Unterschiede. Während die Pflegetagegeldversicherung hier Einschränkungen vorsieht, hat der auslandsaffine Kunde bei der Pflegerentenversicherung die besseren Karten, wenn eine Pflegeleistung  auch im Ausland bestehen soll.
  5. Wichtigster Punkt: Feststellung der Pflegebedürftigkeit!
    Die Pflegetagegeldversicherung richtet sich nach der Pflegeeinstufung durch den medizinischen Dienst nach den Vorgaben des SGB. Wahlweise kann  der Kunde auch ein „Gutachten!“ über den eigenen Pflegezustand einreichen. Hier stellt sich jedoch die Frage, wer das Gutachten dann zuletzt zahlt.
    Die Pflegerente bietet Tarife, bei denen der eigene Hausarzt die Pflegebedürftigkeit nach einer Liste der täglichen Aktivitäten einstuft.

Fazit:

Das Pflegetagegeld hat in der Regel einen geringeren Beitrag als die Pflegerentenversicherung, wer gesundheitlich stark vorbelastet ist, sollte jedoch immer die
Pflegeversicherung ohne Gesundheitsprüfung wählen.
Im Leistungsfall hat jedoch die Pflegerente ganz klar die Nase vorn durch die Art der Pflegeinstufung durch den Hausarzt über die Liste der täglichen Aktivitäten.
Ob eine Pflegerente oder eine Pflegetagegeldversicherung für Sie persönlich die beste Lösung darstellt lässt sich am Besten in einer Beratung herausstellen.

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Pflege Bahr- Pflegeversicherung ohne Gesundheitsprüfung

Eine Pflegeversicherung ohne Gesundheitsprüfung ist für viele Menschen die einzige Möglichkeit, einen zusätzlichen Schutz für den Fall der Pflege aufzubauen und somit die Familie vor den finanziellen Folgen eines Pflegefalls zu schützen.
Seit dem 1.1.2013 ist durch das Pflegeneuausrichtungsgesetz die Grundlage dafür geschaffen worden. Hintergrund für diese Reform ist die Tatsache, dass viele Familien einen Pflegefall gar nicht bezahlen könnten.
Die Leistungen der Pflegepflichtversicherung sind einfach zu gering. Die durchschnittlichen Kosten  für eine Pflege bei Pflegestufe 3 belaufen sich auf 3790€ im Monat.

durchschnittliche Pflegekosten
Über die Pflegepflichtversicherung sind 1550 € Sachleistung pro Monat abgedeckt. Die Differenz, die durch die Altersrente des zu Pflegenden gedeckt werden muss, kann somit bei stolzen 2240€ im Monat.

Durchschnittliche Rentenhöhen in Deutschland

Die durchschnittlichen Rentenhöhe Ost beträgt zurzeit 1121,40€ pro Monat, die Rentenhöhe West beträgt im Moment 1263,15€ im Monat. (Quelle : Statistik der DRV rv_in_zahlen_2012 )

Die Ermittlung einer Versorgungslücke im Pflegefall ist sehr heikel, da es keine grundsätzlich auf
jeden übertragbares Konzept vorliegt.  Jeder Haushalt hat unterschiedliche Situationen zu Umstände zu beachten.  Durchschnittsrenten haben meist den Charme, dass es meist viele Personen gibt die darunter Liegen und wenige Personen die stark über diesen Werten liegen. Leben zwei Personen im Haushalt, kann es sogar sein, dass der Partner aufgrund Kindererziehung wesentlich weniger Rente erhält.

 

Mit Pflegebahr sichert man 600€ zusätzliches Pflegegeld im Monat ab, ganz ohne Gesundheitsprüfung, auf diese Weise lässt sich der größte Teil der Versorgungslücke schließen.
Mit jährlich 60 € fördert der Staat eine solche Pflegeabsicherung. Die verbleibenden Kosten für den Versicherungsnehmer sind abhängig vom Eintrittsalter und liegen
zwischen 15€ und 30€ im Monat.

Vorhandene Erkrankungen sind versichert.

Bei der Pflegeversicherung ohne Gesundheitsfragen sind auch die bei Antragsstellung vorhandenen Erkrankungen mit abgesichert. Sollte eine dieser Erkrankungen zum Pflegefall führen, gibt es auch dort volle Leistung, jedoch mit Wartezeiten.
Trotz der Wartezeiten ist dieses Angebot ein wichtiger finanzieller Grundpfeiler für die Familienangehörigen. Tritt der Pflegefall später ein, ist die Versorgungslücke wesentlich kleiner und man verbaut der nachfolgenden Generation durch die wesentlich geringeren Pflegekosten nicht die finanzielle Zukunft.

Fazit

Nun haben auch gesundheitlich vorbelastete Personen die Möglichkeit die Lücke im Pflegefall stark zu verkleinern. Die Preise für die Pflegeversicherung ohne Gesundheitsprüfung sind so überschaubar, dass der zusätzlichen Absicherung nichts mehr im Wege steht.

 

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Kinderinvaliditätsversicherung oder Kinderunfallversicherung ?

Sollte man eine Kinderinvaliditätsversicherung wählen, oder eine Kinderunfallversicherung, vielleicht noch mit etlichen Zusatzpaketen? Um diese Frage zu klären muss man die Leistungsunterschiede beider Versicherungsarten kennen und die Häufigkeit, mit der eine Invalidität bei Kindern auftritt.

Die Kinderunfallversicherung leistet bei Invalidität durch Unfall, die Kinderinvaliditätsversicherung leistet bei Invalidität durch Unfall und Krankheit.

Der Bund der Versicherten rät, es ist sinnvoll eine Kinderunfallversicherung abzuschließen, rät aber von einer Kinderinvaliditätsversicherung ab. Man zweifelt am Sinn einer Kinderinvaliditätsversicherung, da lediglich ein geringer Teil der Bevölkerung unter 18 Jahren zum Invaliden wird.

 Die Zahlen:

Im Jahr 2011 wurden laut RKI 146.000 Mädchen und Jungen  zum Invaliden. Weitere Studien aus 2009 zeigen die Gründe für Invalidität bei Kindern und Jugendlichen auf:
Ca. 1% wurde durch einen Unfall zum Invaliden, 63% durch eine Krankheit und 36% kamen mit Behinderungen, die zur Invalidität führten, zur Welt.

In Zahlen:

  •  ca. 1460 Kinder wurden 2011 durch einen Unfall zum Invaliden
  • ca.91980 Kinder wurden 2011 durch eine Erkrankung zum Invaliden
  • die restlichen Invaliditätsfälle waren angeboren, entfallen somit aus der Betrachtung da ein zusätzlicher Versicherungsschutz im Sinne der Unfall und Invaliditätsversicherung nicht möglich ist.

Die Kinderinvaliditätsversicherung zahlt in beiden Fällen, also bei Invalidität durch Krankheit und durch Unfall. Die Kinderunfallversicherung leistet lediglich bei Invalidität durch Unfall. Unter diesen Voraussetzungen ist eine  Kinderinvaliditätsversicherung absolut notwendig.

Leistungsvoraussetzung:

Eine Kinderinvaliditätsversicherung  leistet ab einem Grad der Behinderung von 50. Ist dieser Grad erreicht, wird die vereinbarte monatliche Rente für die Dauer der Behinderung gezahlt, notfalls ein Leben lang.  Auch vorrübergehende Behinderungen sind im Leistungskatalog vorgesehen. Zusätzlich zur Invaliditätsrente gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 12 Monatsrenten.
Der Grad der Behinderung sollte bedingungsgemäß vom Versorgungsamt bestimmt werden. Somit erspart man sich zeitaufreibende Diskussionen über die Leistungspflicht mit der Versicherung.

Immer häufiger treten zum Beispiel folgende Erkrankungen als Grund für einen „GdB “von 50 und mehr in Erscheinung:

  • Diabetes mit instabiler Stoffwechsellage
  • Asthma
  • Neurodermitis
  • Epileptische Anfälle

Diese o.g. Aufzählung stellt nur einen geringen Teil der beobachteten Fälle dar.
Typischerweise treten die Stoffwechselerkrankungen aufgrund Bewegungsmangel und falscher Essgewohnheiten immer mehr in den Vordergrung.

 

Die Folgen einer Invalidität bei Kindern.

Neben den enormen seelischen Leiden kommt hinzu, dass je nach Schweregrad der Invalidität ein Elternteil zu Hause bleiben wird, um sich der Aufgabe der Betreuung zu Hause widmen zu können. Die Pflegepflichtversicherung kann in einer solchen Situation je nach Höhe der Pflegestufe hier ein monatliches Pflegetagegeld den Angehörigen zahlen. In Pflegestufe 1 sind das zum Beispiel  235€ / Monat in Pflegestufe 2  sind es 440€ im  Monat. Ein Tropfen auf den heißen Stein- mehr nicht, aber besser als gar nichts. Hier
bietet sich die zusätzliche Leistung der Kinderinvaliditätsversicherung an.1500€ können
monatlich auf diesem Weg zusätzlich den Betroffenen gezahlt werden.

Das spätere Einkommen des Kindes

Besteht die Invalidität ein Leben lang, stellt sich auch die Frage nach dem späteren Einkommen des Kindes. Gibt es Arbeitsplätze und wie wird die Arbeit entlohnt? In einer Zeit wachsenden Sozialabbaus keine einfache Frage!

Mit der Kinderinvaliditätsversicherung sichert man durch die lebenslange Rente auch das nun nicht mehr erzielbare Arbeitseinkommen ab. Leider ist bei 1500€ im Monat lebenslange Rentenzahlung die Höchstleistung erreicht, aber wer verdient das auf dem heutigen freien Arbeitsmarkt unter diesen Voraussetzungen?

 Kosten:

Die Kosten für eine Kinderinvaliditätsversicherung sind mit 300 € bis 700€ im Jahr vergleichbar mit den Kosten einer guten Kinderunfallversicherung.

Leistungen:

Die Kinderunfallversicherung leistet bei einer schweren Invalidität durch Unfall eine Einmalzahlung, diese beträgt  typischerweise zwischen 30.000 und 150.000€. Diese Leistung gibt es bei der Kinderinvaliditätsversicherung nicht.  An dieser Stelle können aber beide Versicherungsformen miteinander kombiniert werden, die Mehrkosten für die Invaliditätsleistung bei Unfall als Einmalzahlung sind minimal, tritt ein solcher Fall gerade einmal bei 1 % der Invaliditätsfälle auf.
Ansonsten leistet die Kinderinvaliditätsversicherung eine monatliche Rente (max. 1500€) bei Unfall oder krankheitsbedingter Invalidität.

Zusätzlich werden bei der Kinderinvaliditätsversicherung Junior Schutz Plus noch folgende Leistungen erbracht:

  • Kosmetische Operationen
  • Kurkostenbeihilfe
  • Sofortleistungen bei Schwerverletzungen
  • Bergungskosten
  • Kinderbetreuungsgeld
  • Schulausfallgeld
  • Rooming-In und Mehrkosten im Einzelzimmer bis

 Fazit:

Eine Kinderinvaliditätsversicherung leistet bei Unfall und bei Krankheit, eine Kinderunfallversicherung leistet nur bei Unfall.
63 % aller Invaliditätsfälle bei Kindern entstehen durch Krankheit, 1 % entsteht durch Unfall.

weitere Artikel: Angebote zur Kinderinvaliditätsversicherung- Übersicht Versicherungsgesellschaften

 

 

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