Unfallversicherungen, Gruppenunfallversicherungen und Invaliditaetsversicherungen

Die Kinderinvaliditaetsversicherung, die Invaliditaetsversicherung für Erwachsene und die herkömmliche Unfallversicherung können größtenteils hier auch im Rahmen einer Gruppenunfallversicherung vereinbart werden.

Gruppenunfallversicherung, Invaliditätsversicherung und Kinderinvaliditätsversicherung

 

Funktionelle Invaliditaetsversicherung

Die Invaliditaetsversicherung umfasst die Leistungen der Unfallversicherung und schütz zusätzlich gegen Invaliditaet aufgrund Krankheit- für Kinder gibt es die spezielle Kinderinvaliditaetsversicherung. So haben Erwachsene nicht nur finanzielle Sicherheit im Falle eines Unfalls, auch bei Organschäden zum Beispiel durch Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs besteht Versicherungsschutz. Auch bei Pflege zahlt die Invaliditätsversicherung: Bei Verlust von Grundfähigkeiten wie Laufen, Treppen steigen, Sprechen oder Sehen wird Leistung fällig, genau wie im Fall von Pflegebedürftigkeit. Diese Invaliditaetsversicherung kann auch im Rahmen einer Gruppenunfallversicherung abgeschlossen werden.

Kinderinvaliditaetsversicherung

Die Kinderinvaliditaetsversicherung ist einer Sonderform der Unfallversicherung. Eine herkömmliche Unfallversicherung zahlt nur bei Körperschäden, die aufgrund eines Unfalls eintreten. Die Kinderinvaliditaetsversicherung leistet bei Eintritt einer Invalidität, unabhängig von der Ursache. Somit sind auch Erkrankungen in den Versicherungsschutz eingeschlossen. Für Erwachsene bietet sich hier die funktionelle Invaliditaetsversicherung an.

Gruppenunfallversicherung

Die Gruppenunfallversicherung stellt einen Sammelbegriff für Kollektivrahmenverträge für die Invaliditätsversicherung dar. Sowohl die einfache Unfallversicherungen als auch funktionelle Invaliditätsversicherung können für Betriebskollektive oder Vereinskollektive angeboten werden. Die Vorteile beginnen im Bereich der Prämie die sich verringert, den eventuellen Wegfall von Gesundheitsfragen und reichen bis zur Leistungserweiterung die zum Beispiel für Einzelverträge nicht darstellbar ist. Aufgrund einer Gruppenunfallversicherung können auch Personen mit Vorerkrankungen Versicherungsschutz erhalten. Verträge der Gruppenunfallversicherung sind häufig bei Klein- und Mittelständischen Handwerksunternehmen oder Gewerbebetrieben zu finden. Bei großen Unternehmen sind solche Zusatzleistungen selbstverständlich.

 

Die Invaliditaetsversicherung für Erwachsene und die Kinderinvaliditaetsversicherung können unter dem Begriff der funktionellen Invaliditaetsversicherung zusammengefasst werden


 

 

 

Mögliche Leistungsoptionen einer Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung leistet, wie der Name schon sagt, bei Unfällen der versicherten Person, weltweit und 24 Stunden am Tag.
Dabei gilt als Unfall ein Ereignis folgender Definition:
Ein Unfall liegt vor, wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Dies ist sozusagen die Urdefinition.
Im Laufe der letzten Jahre kamen noch wichtige Klauseln zusätzlich zur Unfalldefinition hinzu, die somit erweitert wurde und dem Versicherten mehr Leistungen bietet. Einige davon sind:

  • Verletzung durch erhöhte Kraftanstrengung ( z.B. Sehnenabriss, Knorpelschaden beim Tragen schwerer Sachen usw.)
  • Eigenbewegungen und Sport ( z.B. Bänderruptur beim Joggen, Sprunggelenkbruch / Ermüdungsbruch)
  • Vergiftungen durch gasförmige Stoffe
  • Tauchtypische Unfälle
  • Gesundheitsschäden bei Hilfe in Notsituationen ( Sie helfen z.B. einem Unfallopfer und werden dabei verletzt usw…)
  • Zeckenbisse / Insektenstiche ( Invalidität aufgrund Borreliose oder sonstiger Infektionen)
  • Oberschenkelhalsbeinbruch, Herzinfarkt, Schlaganfall gilt unabhängig der Ursache als Unfall (bei Unfallversicherungen für Senioren )
  • akute Höhenkrankheit
  • kombinierbar mit der Kinderinvaliditaetsversicherung

 

 


 

 

Leistungen aus der privaten Unfallversicherung erhält man aus folgenden Bereichen:

Invaliditätsleistung:

Die Invaliditätsleistung ist eine Geldleistung der Unfallversicherung, die der Kunde nach einer ärztlich festgestellten dauerhaften körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung, die ursächlich aus einem Unfall herrührt, vom Versicherer erhält. Die versicherte Person kann dieses Geld frei verwenden. Gedacht ist die Invaliditätszahlung, die bis zu 1.000.000€ betragen kann, um das Lebensumfeld des Verunfallten an die erlittene Beeinträchtigung anzupassen, z.B. Umbau des KFZ zu einem behindertengerechten Fahrzeug, Umbau der Wohnung oder auch der zusätzliche Kauf von Hilfsmittel wie Spezialrollstühlen oder sonstige prothetische Versorgungen, wenn z.B. die private Krankenversicherung keine Leistung dafür vorsieht. Denkbar wäre auch ein Ausgleich von wegfallendem Arbeitseinkommen, da die Verletzung eventuell die Berufsausübung nicht mehr zulässt. Dafür gibt es jedoch auch andere Risikoabsicherungen wie die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Unfallrente. In der Kinderinvaliditaetsversicherung kommen noch Leistung aufgrund schwerer Erkrankungen hinzu.

 

Gliedertaxe:

Die Invaliditätsleistung wird aus der prozentualen körperlichen Schädigung des Unfallopfers errechnet. Hierfür ist die sogenannte Gliedertaxe die Ermittlungsgrundlage. Diese Gliedertaxe „taxiert“ die prozentuale Körperschädigung bei (Funktions-) Verlust ausgewählte Körperteile. Dieser Prozentwert wird dann in Verhältnis zur vom Kunden gewählten Invaliditätssumme gesetzt. Berücksichtigt wird dann eine eventuell vereinbarte Progression, welche die Entschädigungszahlung noch wesentlich erhöhen würde. Die verbesserte Gliedertaxe weist höhere Prozentwerte der einzelnen Körperteile auf, sodass auch bei „geringeren“ Verletzungen (z.B. Verlust von Daumen und Fingern) hohe Versicherungsleistungen in der Unfallversicherung gezahlt werden. Dies Leistung kann auch in die Kinderinvaliditaetsversicherung als reiner Unfallbaustein eingeschlossen werden.

 

Progression:

Gehasst bei der Steuer, benötigt bei der Unfallversicherung. Was bei Einkommenserhöhungen zu überproportional erhöhten Steuerabgaben führt, führt bei einer Unfallversicherung zu überproportionalen Erhöhung der Versicherungsleistung bei größeren Verletzungen. Die Progressionen werden meistens in den Bereichen 200% bis 1000% angeboten, unterscheiden sich jedoch signifikant bei den einzelnen Anbietern. Die einzige und auf den ersten Blick vergleichbare Konstante ist der 100% Invaliditätsschaden. Wer hier z.B. 500% Progression vereinbart hat, bekommt dann auch wirklich die fünffache Höher der vereinbarten Invaliditätssumme ausgezahlt. Liegt der Invaliditätsgrad jedoch irgendwo zwischen 20% und 99% gibt es sehr große Unterschiede bei den einzelnen Anbietern, da die Progression nicht linear ansteigt, sondern bei jedem Anbieter individuell gestaltet werden. Nur eine verschwindend geringe Anzahl, im Schnitt wohl jeder 500. Fall, endet wirklich mit einem Invaliditätsgrad von 100%. Am häufigsten werden Invaliditätsgrade zwischen 10% und 70% festgestellt. Wer hier als Versicherter einen schlechten Progressionsverlauf gewählt hat, verliert richtig Geld und das fehlt dann bei der Bewältigung der Unfallfolgen. Progressionsrechner

Die Progression kann auch als Versicherungsbaustein in die Kinderinvaliditaetsversicherung eingeschlossen werden.

Unfallrente

Die Unfallrente in der privaten Unfallversicherung kann schon ab 40%Körperschädigung an die versicherte Person geleistet werden. Die Rentenzahlungen erfolgen immer im Voraus zum 1. eines Monats. Die Rentenzahlung kann sogar bei vorrübergehenden Beeinträchtigungen gezahlt werden, sie wird aber auch lebenslang gezahlt, sollte keine Besserung der Gesundheit eintreten. Eine Dynamisierung der monatlichen Rentenleistung ist auch möglich um hier der Inflation und den damit verbundenen Preissteigerungen nicht schutzlos ausgeliefert zu sein. Die Zahlung einer Unfallrente erfolgt im Schnitt bei anderen Versicherern erst ab 50% und mehr und ist meist nicht mit einem Inflationsschutz ausgerüstet. ( In der Kinderinvaliditaetsversicherung und der Invaliditaetsversicherung wird eine solche Rente auch bei krankheitsbedingter Invaliditaet gezahlt)

 

Krankenhaustagegeld/ Genesungsgeld

Die Leistungen in diesem Bereich sehen eine Geldzahlung für jeden Tag vor, den die versicherte Person unfallbedingt im vollstationär im Krankenhaus verbringt. Das Krankenhaustagegeld und das Genesungsgeld werden bis zu 3 Jahre gezahlt, auch dieser Baustein kann in die Kinderinvaliditaetsversicherung aufgenommen werden. Auch bei ambulanten OP kann eine Zahlung des Tagegeldes beantragt werden, hier für maximal 3 Tage, jedoch kann diese Leistung mehrmals pro Unfall in Anspruch genommen werden. Eine weitere Leistungserweiterung betrifft das Koma-Geld und das Reha-Geld . Der bedingungsgemäße Einschluss dieser Leistungen entlastet zumindest die finanzielle Situation im Falle eines schwereren Unfalls. Viele Anbieter kennen diese Regelungen jedoch nicht und somit gleicht die Suche nach dem richtigen Versicherer eher der Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen.

 

Todesfallleistung

Die Unfallversicherung leistet natürlich auch bei unfallbedingten Todesfällen. Die im Vertrag vereinbarte Summe wird gezahlt, wenn das Unfallopfer innerhalb eines Jahres nach Unfalleintritt verstirbt.

Schmerzensgeld

Es stehen dem Versicherten auch das Schmerzensgeld mit sofortigen Leistungen zur Verfügung, auch bei vorrübergehenden Verletzungen wie z.B. Armbrüchen, Sehnenrupturen oder inneren Verletzungen wie Milzriss oder unfallbedingten Nierenschäden. Die zusätzlichen, sofort verfügbaren Leistungen betragen hier bis zu 24.000€.

 

Die meisten dieser Komponenten können mit der Kinderinvaliditaetsversicherung sowie der Invaliditaetsversicherung für Erwachsene kombiniert werden

 

Der Bereich Unfallversicherung umfasst auch die Kinderinvaliditaetsversicherung, die funktionelle Invaliditaetsversicherung für Erwachsene sowie die Gruppenunfallversicherung und stellt somit wichtige Bausteine für eine optimale Absicherung zur Verfügung.

Weitere Informationen

 

weitere Angebote: